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Frage der Woche

Frühlingsgefühle – Mythos oder Biochemie?

Es liegt was in der Luft

Junges, verliebtes Paar mit Frühlingsgefühlen
Kaum erreicht das Thermometer zweistellige Grade, geraten unsere Gefühle in Wallung. Überall wird geflirtet und geturtelt. Warum aber gerade jetzt?
Junges, verliebtes Paar mit Frühlingsgefühlen
simbiothy/ Envato

Liegt es nur am Temperaturunterschied, dass wir uns im Frühling wie beflügelt fühlen?

Sobald die Tage heller werden und wir mehr Zeit in der Sonne verbringen, schüttet unser Körper Glückshormone wie Dopamin und Serotonin aus. Außerdem kann er mehr Vitamin D produzieren, das ebenfalls als Stimmungsaufheller gilt. Studien ergaben, dass uns Sonnenschein fröhlicher und aktiver macht – und auch unsere Lust auf Sex steigert.

Das Verlangen nach Schlaf schwindet

Gleichzeitig verringert sich die Produktion von Melatonin. Dieses Hormon regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus und lässt uns im Winter schläfrig werden. Da wir allerdings in unserer modernen Lebenswelt auch im Winter permanent von künstlichen Lichtquellen umgeben sind, ist dieser Effekt längst nicht mehr so stark wie beispielsweise bei Naturvölkern. Deshalb vermuten Forscher, dass es noch weitere Ursachen geben muss, warum unsere Gefühle verrücktspielen.

Warum sollten nicht auch optische Reize – wie etwa luftige Kleidung – unsere Hormone in Wallung bringen können? Die Frage, inwieweit Gerüche zur Entstehung von Frühlingsgefühlen beitragen, ist noch wenig erforscht. Tatsächlich könnte es gut möglich sein, dass unser Körper stärker „duftgesteuert“ ist als bislang angenommen.

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