Welt der Wunder

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Duschen für kreative Ideen

Foto: Envato

Duschen für kreative Ideen

Wer eine gute Idee braucht, sollte dabei nicht nachdenken. Klingt merkwürdig, aber genau das hat nun ein Wissenschaftler in einer Studie nachgewiesen. Denn am kreativsten sind wir an einem Ort mit dem wohl niemand gerechnet hätte.

Es ist leichter gesagt, als getan. Wenn im Büro mal schnell eine zündende Idee gebraucht wird, wird ein Brainstorming einberufen und die Abteilung zusammengetrommelt. In der nächsten Stunde gilt es einfallsreiche Ideen auf der Flipchart zu sammeln. Die Gehirne laufen auf Hochtouren, ein Geistesblitz muss her – mit dem Ergebnis, dass das angesetzte Meeting eher zäh verläuft. Doch warum ist das so?

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Nicht jeder Ort bringt uns auf gute Ideen

Wie sich in der Forschung herausgestellt hat, sind wir am kreativsten, wenn wir nicht am Schreibtisch sitzen. Grund dafür ist, dass wir unter Druck und in Monotonie nicht den Zustand eine echte Erleuchtung erreichen. Statt am Arbeitsplatz gilt die Dusche als perfekter Ort für kreative Ideen. Das hat der Kognitionswissenschaftler Scott Barry Kaufman in einer Studie sogar berechnet. 

Darum macht der Leerlauf im Gehirn kreativ

Tatsächlich kommen beim Duschen 72 Prozent der Menschen auf ihre kreativsten Ideen, so der amerikanische Forscher. Denn wenn der Körper entspannt, wechselt das Gehirn in den geistigen Autopiloten. Dieser Leerlauf im Oberstübchen wird auch „Default Mode Network“ genannt. In diesem Zustand relaxt der präfrontale Kortex – unsere Befehlszentrale für bewusste Entscheidungen und Verhaltensweisen. Werden diese bewussten Gedanken beiseite geschoben, hat man Platz für unbewusste Gedanken und die führen oft zu kreativen Ergüssen.

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Wie man sich diese unter der Dusche am besten notiert, ist dann wiederum eine andere Frage.