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Twitter-Übernahme

Die teuersten Unternehmensübernahmen mit deutscher Beteiligung

Ein Spielzeug für 44 Milliarden US-Dollar

US-Dollar in der Hand

#ElonMusk #TwitterTakeover – nicht nur bei Twitter selbst drehte sich vieles bis alles um den angekündigten Verkauf der Kommunikationsplattform an Elon Musk. Im Zoff um mögliche Fake-Accounts trat der reichste Mann der Welt vom Kauf für 44 Milliarden US-Dollar zurück.

US-Dollar in der Hand
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Für 44 Milliarden US-Dollar möchte Elon Musk das Unternehmen Twitter kaufen.

Von Frank Tischhart

Twitter – war das nicht die Plattform von Donald Trump? Zumindest so lange, bis sein Account gesperrt wurde. Wird der ehemalige US-Präsident begnadigt und twittert wieder? Donald Trump sagt nein. Erstmal. Dem US-Nachrichtensender Fox sagte Trump: „Ich werde nicht zu Twitter gehen. Ich werde bei Truth bleiben“. Truth – was ist das denn schon wieder? Truth Social ist Donald Trumps Startup. Nach eigenen Angaben fördert diese Social-Media-Plattform „eine offene, freie und ehrliche globale Konversation, ohne politische Ideologien zu diskriminieren“. Noch ist Truth Social nur in den USA verfügbar.

Twitter ist für seine aktuell 315 Millionen User weltweit nutzbar. Umgerechnet 44 Milliarden US-Dollar sollte die Übernahme durch Elon Musk kosten. Daraus wird wohl nichts. Denn der Multi-Milliardär trat zwei Monate nach seiner Kauf-Ankündigung von seinem Angebot zurück und ließ den Mega-Deal platzen.

Zur Begründung hieß es von der Musk-Seite, Twitter hätte die Zahl der Fake-Profile falsch angegeben. Jetzt prüft der Kurznachrichtendienst, ob er Klage gegen Elon Musk einreicht. Beide Zankparteien haben Anwälte eingeschaltet. 

Elon Musk ist seit 2022 der reichste Mensch der Welt. In den Jahren zuvor war die Geldrangliste durch Amazon-Gründer Jeff Bezos angeführt worden.

Twitter-Verkauf für 44 Milliarden US-Dollar nicht in den Top 10

In der Rangliste der weltweit teuersten Unternehmensübernahmen hätte die Übernahme von Twitter keinen Platz in den Top 10 gefunden. Platz eins belegt die Übernahme der Mannesmann AG durch den britischen Konzern Vodafone aus dem Jahr 1999. Für den Besitzerwechsel mussten 202 Milliarden US-Dollar hingeblättert werden.

Wir haben die Top 10 der teuersten Übernahmen mit Beteiligung deutscher Unternehmen zusammengestellt:

Platz 1: Vodafone kauft Mannesmann
für 202 Mrd. US-Dollar im Jahr 1999. Vodafone ist ein britisches Telekommunikations-Unternehmen. Die Mannesmann AG war ein DAX-Konzern mit Sitz in Düsseldorf. 1990 hatte der Konzern die Lizenz zum Aufbau und Betrieb des ersten privaten Mobilfunk-D-Netzes in Deutschland gekauft.
Platz 2: Linde AG kauft Praxair
für 85 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016. Linde ist seit 2018 eines der wenigen Unternehmen, die gleichzeitig in zwei national bedeutenden Aktienindizes unterschiedlicher Märkte gelistet sind. Praxair war der ebenfalls von Carl von Linde gegründete Konkurrenz-Konzern aus den USA. Linde ist im Bereich Industriegase Weltmarktführer.
Platz 3: Bayer AG kauft Monsanto
für 66 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016. Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern hat fast 100.000 Mitarbeiter. Monsanto produzierte Saatgut und Herbizide. Bekanntestes Produkt: Roundup.
Platz 4: Daimler-Benz AG kauft Chrysler
für 40,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 1998. Die Daimler-Benz AG war ein Vorgängerunternehmen der heutigen Mercedes-Benz Group AG. Chrysler ist eine US-amerikanische Marke des Automobilkonzerns Stellantis.
Platz 5: E.ON SE kauft Innogy SE
für 38,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018. E.ON ist ein Unternehmen, das vornehmlich in den Bereichen Energienetze, Energiedienstleistungen, erneuerbare Energien und dem Betrieb und Rückbau deutscher Kernkraftwerke tätig ist. Die Innogy SE betrieb Verteilnetze, erzeugte und vertrieb elektrischen Strom.
Platz 6: Mannesmann kauft Orange (UK)
für 32,6 Mrd. US-Dollar im Jahr 1999. Orange UK war ein Mobilfunknetzbetreiber und Internetdienstanbieter und wurde 1994 gegründet.
Platz 7: Deutsche Telekom kauft VoiceStream Wireless
für 29,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2000. Durch die Übernahme entstand mit T-Mobile US Inc. einer der größten Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten. Es ist an der größten elektronischen Börse NASDAQ in den USA notiert.
Platz 8: Rhône Poulenc kauft Höchst AG
für 21,9 Mrd. US-Dollar im Jahr 1999. Rhône Poulenc war ein französischer Pharma- und Chemiekonzern, der nun zu Sanofi-Aventis gehört. Die Hoechst AG war eines der drei größten Chemie- und Pharmaunternehmen Deutschlands.
Platz 9: Bayer AG kauft Schering AG
für 21,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2006. Schering war bis zu der Übernahme ein selbständiges, börsennotiertes Pharmaunternehmen mit mehr als 25.000 Mitarbeitern in 160 Tochtergesellschaften weltweit und mit ca. 5,3 Mrd. Euro Umsatz (2005).
Platz 10: Allianz SE kauft Dresdner Bank
für 19,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2001. Die Allianz SE ist einer der größten Versicherer der Welt. Acht Jahre nach der Übernahme wurde die Dresdner Bank an die Commerzbank verkauft.
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