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Osterhase: Warum ein Hase an Ostern bunte Eier versteckt

Woher kommt der Osterhase?

Ein Hase und ein Ei aus buntem Filzstoff ausgeschnitten symbolisieren den Brauchtum des Osterhasen, der zur Osterzeit bunte Ostereier versteckt.

Zu Ostern verstecken Osterhasen bunte Ostereier: Das ist bekannt. Woher dieser Brauch im Frühling stammt und was der Hase mit der Auferstehung von Jesus zu tun hat:

Ein Hase und ein Ei aus buntem Filzstoff ausgeschnitten symbolisieren den Brauchtum des Osterhasen, der zur Osterzeit bunte Ostereier versteckt.
Sonyachny / Envato

Der Osterhase versteckt bunte Eier für Groß und Klein.

Das Osterfest hat seinen Ursprung im Christentum. Dann gedenken Christen der Auferstehung Jesu, der zuvor an ein Kreuz genagelt starb. Es ist der wichtigste Feiertag im christlichen Glauben. Einige Traditionen haben sich unabhängig vom religiösen Hintergrund weiterentwickelt und werden bis heute praktiziert. Eine davon ist der Osterhase, der in vielen Teilen der Erde Osternester mit Überraschungen für Groß und Klein versteckt.

Erstmals erwähnt wird der Hase als Eierlieferant zu Ostern um 17. Jahrhundert. In einer Doktorarbeit von 1682 berichtete Johannes Richter von dem Brauch. Es ist die bisher älteste Erwähnung des Brauchs. Seinen Ursprung hat er laut dieser Arbeit in der Region um Rheinland-Pfalz, Oberrhein und Elsass. Wie genau der Hase zu seiner Aufgabe im Frühjahr kam, schilderte der damals angehende Arzt in seiner Dissertation jedoch nicht.

Warum der Osterhase Eier versteckt

Eine Variante besagt, dass die Geschichte des Osterhasen für Kinder erfunden wurde. Früher waren während der Fastenzeit vor Ostern auch Eier verboten. Damit die Erträge aus dem Hühnerstall nicht verdarben, kochte man die Eier. Die hartgekochten Eier wurden eingefärbt, damit sie sich von den frischen Exemplaren unterschieden. Damit waren die bunten Eier, die meist noch einen Segen in der Kirche erhielten, für Kinder etwas Besonderes. Um ihnen noch mehr Freude zu bereiten, versteckten Eltern die Eier im Garten und erfanden die Geschichte des Osterhasen.

Das Frühjahr kurbelt bei Kaninchen und Wildhasen die Hormone an. Für viele Langohren beginnt dann die Paarungszeit. Die Tiere sind während dieser Phase aktiver als das übrige Jahr und hoppeln daher häufiger durch Gärten oder Grünanlagen. Weil die sonst eher schüchternen Hasen zur Osterzeit präsent waren, lag die Geschichte des Osterhasen nahe.

Woher der Osterhase kommt

Neben dieser Erklärung für den Osterhasen stellt eine andere Theorie den religiösen Bezug zum Tier her. Ein Symbol aus drei springenden Hasen in einem Kreis steht für die Dreifaltigkeit. Es ist unter anderem als Fenster am Dom zu Paderborn zu sehen. Die Trinität, auch Dreieinigkeit genannt, beschreibt die drei Erscheinungsweisen von Gott: Als Vater durch die Schöpfung, als Sohn in der Gestalt von Jesus und als heiliger Geist, der in allem steckt. Die Auferstehungsgeschichte ist mit dem Grundsatz des christlichen Glaubens eng verbunden. Dass der Hase aufgrund religiöser Bezüge an Ostern erscheint, ist daher ebenso naheliegend.

Beide Erklärungen für die Entstehung des Osterhasen klingen plausibel. Welcher der Hase nun seine Aufgabe verdankt, lässt sich heute nicht mehr herausfinden. Eine Kombination aus beiden Herleitungen ist außerdem möglich. Demnach würde der Hase Brauchtum und Religion miteinander verbinden.

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