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Wie entsteht eigentlich unsere Körperwärme?

Der Mensch als Reaktor

Wie entsteht eigentlich unsere Körperwärme? Ein Thermometer für die Messung im Gehörgang.

Menschen sind endotherme Wesen. Das bedeutet, sie produzieren ihre Körperwärme selbst – wie ein autonomer biologischer Reaktor. Anders ist dies bei ektothermen Tieren wie Reptilien. Diese heizen sich durch ihre Umgebung und vor allem die warmen Sonnenstrahlen auf.

Unser Körper produziert die Wärme zwar aus sich heraus, doch kann er dies nur mithilfe von Energie in Form von Nahrung (Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß).

 

Wie entsteht eigentlich unsere Körperwärme? Ein Thermometer für die Messung im Gehörgang.
AndreyPopov/iStock

Eine Körpertemperatur um 37 °C ist für uns optimal. Abweichungen davon vertragen wir hingegen schlecht.

Stillen wir unseren Hunger etwa mit einer großen Pizza, wird diese im Verdauungsprozess erst einmal in kleine Einheiten gespalten, die dann ins Blut übergehen. Die eigentliche Energiegewinnung erfolgt in winzigen Zellorganellen, den Mitochondrien, welche sich in allen Körperzellen befinden. Dort findet eine Kaskade von Reaktionen statt, bei denen Energie frei wird.

Diese Energie wird in ATP-Molekülen (Adenosintriphosphat) gespeichert und als Wärme abgegeben. Bestimmte Enzyme spalten nach einigen Sekunden bis zu einer Minute vom ATP wiederum ein Phosphat ab. Die hierbei freigesetzte Energie treibt unsere Muskeln und das Gehirn an. 

Bitte Nachschub!

Befinden wir uns in einer Ruhephase, entsteht der Großteil der Wärme in Leber, Nieren, Herz sowie im Gehirn. Über den Blutstrom verteilt sich diese im ganzen Körper. Treiben wir Sport, bildet sich viel Wärme in den Muskeln. Da unterschiedliche Temperaturen sich immer ausgleichen wollen, gibt der Körper ständig Wärme an seine kühlere Umgebung ab. Das bedeutet, er braucht Wärme- und somit Nahrungsnachschub. Essen wir lange nichts, wird als Ersatz das Körperfett verbrannt.

So reguliert der Körper seine Temperatur

Eine Körpertemperatur um die 37 °C ist für Menschen perfekt. Der tolerierbare Bereich ist klein: Sind es über 40 °C oder unter 27 °C, droht der Tod durch Versagen von Atmung, Herz und Kreislauf. Zum Glück haben wir ein ausgeklügeltes System, das uns davor schützt. Überall auf der Haut befinden sich Wärme- und Kälterezeptoren, die ihre Informationen ans Rückenmark und Gehirn weiterleiten.

Diese schicken dann wiederum Signale aus, um die Temperatur zu regulieren. Zuständig für die Regulierung der Körpertemperatur ist der Hypothalamus, eine wichtige Schaltzentrale im Zwischenhirn. Dieser überprüft ständig die aktuelle Temperatur und vergleicht sie mit der Optimaltemperatur.

So meistert der Körper Fieber und Kälte

Steigt die Körpertemperatur infolge von Bewegung, warmen Außentemperaturen oder Fieber an, beginnen wir zu schwitzen und die Durchblutung verstärkt sich, sodass die Wärme über die Haut abgegeben wird und der Körper innen abkühlt.  Wenn der Schweiß auf der Haut verdunstet, wird ihr zusätzlich Wärme entzogen.

Ist uns dagegen kalt, verengen sich die Gefäße und die Durchblutung vermindert sich, sodass die kostbare Wärme nahe den Organen bleibt. Zittern – also häufiges kurzes Muskelzucken –, sorgt für zusätzliche Wärme.

Warum bekommen wir trotzdem kalte Füße?

Aus Effizienzgründen hat nicht der gesamte Körper die gleiche Temperatur.  Nur der Körperkern – der die inneren Organe und das Gehirn beinhaltet –, wird konstant auf 36 bis 37 °C aufgeheizt. Die Temperatur der äußeren Körperteile schwankt dagegen. Die zugehörigen Begriffe aus der Fachsprache sind Kerntemperatur und Schalentemperatur.

Daher rühren etwa die gefürchteten kalten Füße im Winter und deshalb kommt das Fieberthermometer in den Mund, ins Ohr oder unter die Achsel.

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