Welt der Wunder

Nicht glauben, sondern wissen

Warum Vögel lieber hüpfen anstatt zu fliegen

Foto: Envato

Darum fliegen Vögel gar nicht so gerne

Vögel fliegen am liebsten, so könnte man annehmen. Doch für das Federvieh ist das wenig effizient – es ist viel lieber zu Fuß unterwegs. Das haben zwei Biologinnen von der Universität in São Paulo herausgefunden. In ihrer Studie „To Hop or Not to Hop“ haben die beiden mehr als 1000 Vogelarten untersucht und sich Videomaterial von Vögeln aus aller Welt angeschaut.

Vögel sind Fußgänger

Das Ergebnis: Je größer ein Vogel ist, desto eher läuft er. Nicht umsonst haben Vögel mit langen Stelzen, wie Reiher oder Störche, den Ordnungsnamen Schreitvogel. Unter diese Kategorie fällt eine Taube zwar nicht, aber sie ist dennoch um einiges größer als ein Spatz. Allerdings erklärt der Größenunterschied nicht, warum Krähen oder Raben gemütlich laufen, sie aber anfangen zu hüpfen, sobald sie es eilig haben. So geht es auch den Felsenpinguinen, die nicht umsonst im Englischen „Rockhopper“, also Felsenhüpfer, genannt werden.

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Die beiden Wissenschaftlerinnen weisen in ihrer Studie auch darauf hin, dass der Lebensraum der Vögel eine große Rolle spielt. Vögel, die auf Bäumen leben, hüpfen eher. Auf einem Ast ist es für einen Spatz viel effizienter, seitwärts zu hüpfen, als auf dem Ast zu gehen.

Tauben sind ursprünglich Felsenbewohner, dort gab es ebene Flächen, auf denen sie laufen konnten. Übrigens: Vögel gehen und hüpfen viel lieber, als dass sie fliegen. Denn Fliegen verbraucht extrem viel Energie. Die sparen sie sich lieber dafür auf, um zu flüchten oder zu ihren Brutplätzen zu gelangen.

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