Welt der Wunder

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Warum niest der Mensch nicht im Schlaf?

Foto: Envato / kitzstocker

Warum niest der Mensch nicht im Schlaf?

Der Niesreflex ist nicht kontrollierbar, er kann höchstens unterdrückt werden. Warum also niesen wir nicht, wenn wir schlafen?

Beim Niesen wird Luft eingezogen, angehalten und dann abrupt wieder ausgestoßen. Diese Schutzreaktion kann beispielsweise durch Staub, Allergien oder Krankheitserreger hervorgerufen werden, die der Körper nicht aufnehmen, sondern abwehren möchte. Freie Nervenenden innerhalb der Nase registrieren unerwünschte oder vermeintlich unerwünschte Stoffe und lösen so den Reflex aus. Den Ablauf kann man nicht kontrollieren, sondern höchstens teilweise unterdrücken. Daher laufen die einzelnen Phasen, wie das Zusammenziehen der Muskeln der Atemwege und im Bauch, unbewusst ab.

Die Schlafparalyse

Während des Schlafs befindet sich der menschliche Körper in einer Schlafstarre, der sogenannten Schlafparalyse. Dieser körpereigene Schutzmechanismus sorgt für eine nahezu vollständige Bewegungsunfähigkeit des Körpers während der Traumphasen. So verhindert die Schlafparalyse, dass im Traum erlebte Muskelbewegungen auch in der Realität ausgeführt werden. Gäbe es diese Funktion nicht, könnten wir uns im Schlaf selbst verletzen. Wir erleben die Schlafparalyse in der Regel nicht bewusst, da sie beim Aufwachen unbemerkt endet. Ganz anders verhält es sich allerdings beim Thema Schlafwandeln.

Nötig ist ein starker Impuls

Von der Schlafparalyse ausgenommen sind überlebenswichtige Körperfunktionen wie das Atmen. Auch die Augenmuskulatur bleibt beweglich, so dass intensiv träumende Schläfer in den Tiefschlafphasen blinzen können. Niesen kann man während der Tiefschlafphase allerdings nicht: Durch die Schlafparalyse können auch die Signale, die den Niesreflex auslösen sollen, vom Gehirn nicht verarbeitet werden. Sehr wohl aber kann es passieren, dass wir aufwachen, um dann herzhaft zu niesen. In diesem Fall funktioniert das Signal, welches die Sensoren der Nase an das Gehirn senden, wie eine Berührung des Schlafenden. Ist der Impuls stark genug, schreckt der Schlafende auf – und niest.

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