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Naturmedizin

Abnehmen mit Homöopathie – Geht das?

Abnehmen mit Homöopathie – Geht das?

Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass homöopathische Präparate zu schwach sind, um eine Wirkung zu entfalten. Andere wiederum schwören auf das Konzept. Was können natürliche Wirkstoffe – und: Helfen sie sogar beim Abnehmen?

Übergewicht ist in der industrialisierten Welt allgegenwärtig. Oftmals liegt dabei kein konkretes Leiden zugrunde, sondern der sogenannte emotionale Hunger ist vielmehr das Problem. Er beschreibt, dass Menschen essen, um negative Gefühle wie Langeweile, Angst, Kränkung oder Einsamkeit zu verarbeiten. Dieser Hunger ist besonders schwer zu stillen und tritt plötzlich auf.

Aber können natürliche Arzneimittel wie Globuli und eine homöopathische Behandlung helfen, diesen emotionalen Hunger zu unterdrücken und damit auch abzunehmen? Ja! Allerdings nicht alleine – die Behandlung muss ganzheitlich erfolgen, so Experten. Das bedeutet die optimale Kombination aus psychologischer Betreuung und den richtigen Naturheilmitteln.

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung  

Wer sich homöopathisch behandeln lässt, hat zumindest schon mal die erste große Hürde geschafft: Man hat das Problem erkannt und sich bereits ausgiebig mit der Thematik beschäftigt. Nun sind Motivation und Durchhaltevermögen gefragt. Dabei hilft sogar häufig das psychologische Phänomen der „Sunk Cost Fallacy“. Dahinter steckt die Aussage, dass man eine Behandlung durchzieht, wenn man sie bereits bezahlt hat.

Am Anfang einer homöopathischen Behandlung steht die Einordnung des Patienten in einen Typus. Sie ist essentiell, damit der behandelnde Heilpraktiker die wirksamsten „Konstitutionsmittel“ auswählen kann. Das sind Mittel, die im direkten Zusammenhang mit der Persönlichkeit des Patienten stehen. So hat etwa der „Arsenicum Album“-Typ oft eine weiche Haut und wenig Probleme mit Übergewicht. Der „Calcium Carbonicum“-Typ dagegen neigt eher zu Übergewicht.

Diese Einordnung ist wichtig, um die wirksamste Kombination an Mitteln zusammenzustellen. Wer also bisher erfolglos verschiedene Methoden der Übergewichtsbekämpfung ausprobiert hat, kann in der Homöopathie einen neuen erfolgsversprechenden Ansatz finden.

Sind sie zu schwach?

Und welche Globuli können Übergewichtige konkret einnehmen? Silbernitrat oder Argentum Nitricium wird nachgesagt, bei Verdauungsbeschwerden zu helfen und Heißhungerattacken vorzubeugen. Auch Madar, die Wurzelrinde der Kronenblume kann helfen, den Hunger besser zu kontrollieren, ebenso wie Calcium Carbonicum, das aus den Schalen von Austern gewonnen wird.

Das alles klingt eher wie giftige Zutaten aus einem Chemielabor? Keine Sorge, denn es ist bewiesen: Wirkstoffe sind bei homöopathischen Präparaten so stark verdünnt, dass eine schädliche Wirkung ausgeschlossen ist. So kommt etwa auf eine Tonne Zucker lediglich ein Gramm Wirkstoff. Aber kann der dieser dann überhaupt seinen positiven Effekt entfalten?

Das Prinzip einen Stoff stark zu verdünnen, geht auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann (geboren 1755) zurück. Von ihm stammt die These, dass ein Wirkstoff – sofern er stark verdünnt wird – die Krankheiten heilen kann, die er in Reinform bei gesunden Menschen hervorruft. Oder wie Hahnemann es formulierte: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.“

Kein Allheilmittel!

Gerade bei kleineren Krankheiten – wie dem emotionalen Hunger, der auf größere psychologische Ursachen zurückzuführen ist – kann die homöopathische Behandlung helfen. Bei schweren Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Infektionen hilft jedoch auch keine optimale Kombination aus psychologischer Betreuung und Naturheilmittel.

Im Gegenteil: Hier kann die homöopathische Heilslehre sogar gefährlich werden. Nämlich dann, wenn der Patient die möglicherweise einzige Chance zur Heilung seiner Krankheit mit wirkungslosen homöopathischen Methoden vergeudet und die Krankheit in dieser Zeit ein kritischeres Stadium erreicht.

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