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Wettervorhersage

Was der Himmel verrät: Die Wettervorhersage selbst erstellen

Sonnige Aussichten

Trotz modernster Technik sind Wettervorhersagen heute nicht zuverlässiger als vor dreißig Jahren. Aber wer etwas Übung hat und die richtigen Tricks kennt, kann für seinen Ort eine Prognose erstellen, die mit den professionellen Vorhersagen problemlos mithalten kann.
  • Wettervorhersage auf Display

    iStock/AdrianHancu

    Seit vielen Jahrtausenden versuchen Menschen, das Wetter vorherzusagen. Eine richtige Prognose konnte vor allem für einfache Bauern überlebenswichtig sein; ihre „Bauernregeln“ wurden deshalb über Generationen hinweg weitergegeben. Doch obwohl viele von ihnen später wissenschaftlich belegt wurden, verlassen wir uns heute allein auf die Prognose professioneller Wetterdienste.

  • Wetterstation mit Hygro-, Baro- und Thermometer

    iStock/marses

    Doch: Trotz aller Forschung und moderner Satellitentechnik ist eine exakte Wettervorhersage immer noch für gerade einmal die nächsten 24 Stunden möglich. Außerdem beziehen sich die Angaben von Wetterdiensten meist nicht auf einen spezifischen Ort, sondern auf eine ganze Region oder sogar ein Bundesland. Deshalb können aufmerksame Beobachter lokal oft weitaus exaktere Vorhersagen treffen. Dazu reichen ein einfaches Thermometer, ein Barometer – und ein Blick in den Himmel.

  • Schleier um den Mond

    iStock/CochiseVista

    Schon der nächtliche Mond kann verraten, wie das Wetter am nächsten Tag wird. Ein klarer Mond am Nachthimmel zum Beispiel verheißt eine stabile Wetterlage; der kommende Tag wird sonnig und schön. Lässt sich aber um den Mond herum ein farbiger Ring erkennen, ist Regen im Anzug. Dieser Ring entsteht, wenn sich in großer Höhe bereits der Ausläufer eines Tiefs ankündigt, denn dann wird das Licht in der feuchten Luft anders gebrochen. Auch wenn sich Kondensstreifen lange am Himmel halten, ist viel Feuchtigkeit in der Luft enthalten – das Wetter wird also schlechter.

  • Tau auf der Wiese

    iStock/dashtik

    Liegt am Morgen ein feiner Tau auf den Wiesen, ist ein schöner Tag vorprogrammiert. Tau entsteht, wenn ein stabiles Hochdruckgebiet herrscht. Die warme Luft hat dann viel Wasser aufgenommen, der nach der nächtlichen Abkühlung als kleine Tröpfchen auf Blättern und Gras kondensiert. Hat sich morgens kein Tau gebildet, zeichnet sich ein Wetterwechsel ab, und es wird im Lauf des Tages regnen.

  • Morgendlicher Nebel

    Imago/blickwinkel

    Nebelschwaden am frühen Morgen sind noch kein Anzeichen für schlechtes Wetter. Fallen sie ab und lösen sich nach und nach auf, steht ein schöner Tag bevor. In diesem Fall ist der Nebel – wie der Morgentau – aus warmer Luft entstanden, die sich über Nacht abgekühlt und Feuchtigkeit abgegeben hat. Steigt der Nebel jedoch nach oben und verdichtet sich, wird das Wetter schlechter. Die Schwaden sind dann die ersten Ausläufer eines Tiefdruckgebietes. Auf den Grad der Luftfeuchtigkeit reagieren auch Tannen- oder Kiefernzapfen. Ist die Luft trocken, öffnen sie sich - das Wetter bleibt schön. Schließen sie sich dagegen, wird es schlechter. Zur Beobachtung kann man einen Zapfen auf den Balkon oder in einer windgeschützten Ecke vor dem Haus stellen.

  • Barometer

    Imago/imagebroker

    Neben dem Thermometer gehört ein Barometer zur Grundausstattung für jeden Hobby-Meteorologen – denn die Beobachtung des Luftdrucks kann zuverlässige Aussagen über das Wetter liefern. Ist der Druck zum Beispiel konstant hoch, bleibt es schön. Fällt er dagegen ab, ist eine Warmfront im Anmarsch, die möglicherweise Regen mit sich bringt. Ändert sich der Druck innerhalb kurzer Zeit deutlich, kündigt sich ein Gewitter an. Auf vielen Barometern ist die Deutung gleich mit aufgedruckt - das erleichtert die Prognose für Laien.

  • Wetterhahn auf dem Schornstein

    iStock/Digoarpi

    Auch die Windrichtung kann uns verraten, wie das Wetter wird. Westwind bringt meist regnerisches Wetter mit sich, da feuchte Luftmassen vom Meer zu uns getrieben werden. Ostwind dagegen, der von Kontinentaleuropa zu uns kommt, ist eher ein Garant für klares Wetter. Das kann im Sommer schönes und warmes, im Winter aber auch sehr kaltes Klima sein.

  • Dicke Wolkendecke

    Imago/imagebroker

    Besonders wichtig aber für die Wettervorhersage ist die Beobachtung von Wolken. Meteorologen unterscheiden 27 verschiedene Arten, mit zusätzlichen Unterarten und Sonderformen. Doch auch wer nur ein paar wichtige Wolkentypen auseinanderhalten kann, kann das Wetter bereits gut einschätzen. Eine einfache Faustregel lautet hierbei vor allem: Je schärfer die Konturen der Wolken, umso eher kann schönes Wetter erwartet werden. Verwischen sie, so ist das ein Anzeichen für Regenfälle.

  • Cumuluswolken

    Imago/imagebroker

    Die so genannten Cumuluswolken sind dichte Haufenwolken mit einer glatten Unter- und einer bauschigen Oberseite. Je weißer sie sind und weiter auseinander sie liegen, desto weniger Wasser enthalten sie – und umso länger hält sich das schöne Wetter. Federwolken wiederum, so genannte Cirren (lateinisch: Fransen), ziehen sich als strahlend weiße Wattefäden in verschiedenen Formen und Richtungen über den Himmel. Da sie sich in großer Höhe bilden, bestehen sie aus Eiskristallen. Federwolken selbst bringen keinen Regen, jedoch sind sie meist die ersten Ausläufer eines herannahenden Tiefs.

  • Schäfchenwolken

    Imago/imagebroker

    Kleine Schäfchenwolken sind unregelmäßige und nicht besonders dichte Wolken, die sich wie eine Schafherde aneinanderschieben. Sie tragen in der Regel kein Wasser und sind durchscheinend. Dementsprechend kündigen sie kein schlechtes Wetter an. Große Schäfchenwolken dagegen sind wesentlich dichter und oft auch dunkler als kleine Schäfchenwolken. Dies lässt sich gut daran erkennen, dass sie einen Schatten auf den Boden werfen. Sie sind Vorboten eines Wetterwechsels.

  • Schleierwolken über Schilf

    Imago/imagebroker

    Hohe Schleierwolken sind so fein, dass wir sie oft gar nicht bemerken. Sie entstehen, wenn warme Luft in großen Massen langsam nach oben steigt, und legen sich wie ein dünner Vorhang vor die Sonne. Je dichter sie werden, umso eher prophezeien sie einen Wetterumschwung. Ist die Sonne nur leicht getrübt, bleibt der Tag vorerst schön. Werden aus Schleierwolken Schichtwolken, ist Regen im Anmarsch. Schichtwolken sind meist grau-blau und trüben das Sonnenlicht beträchtlich. Ist die Sonne nur noch als heller Fleck am Himmel auszumachen, bleiben nur noch wenige Stunden bis zum Schauer.

  • Gewitterwolken

    Imago/blickwinkel

    Eindeutig ist die Lage, wenn sich die schweren, grauen Nimbostratus-Wolken über das Land legen. Die wenig beliebten Wolken bringen viel und lang andauernden Regen, im Winter Schnee oder Schneeregen. Sind die Nimbostratus einmal in Sichtweite, beginnt es quasi schon zu regnen. Die interessantesten Formationen bilden aber wohl Gewitterwolken: Turmhoch und wie ein überdimensionaler Amboss quellen sie am Himmel empor. Sie entstehen – manchmal auch sehr schnell – aus harmlosen Haufenwolken und bringen heftige Schauer, starken Wind, Hagel und Gewitter.

  • Transistorradio

    Imago/mm Images/Pixeller

    Übrigens: Ein Gewitter lässt sich auch mit einem Radio lokalisieren. Einfach eine senderfreie Mittelwellenfrequenz wählen und die Antenne hin und her bewegen. In der Richtung, aus der das Gewitter naht, knackt es hörbar.

Trotz modernster Technik sind Wettervorhersagen heute nicht zuverlässiger als vor dreißig Jahren. Aber wer etwas Übung hat und die richtigen Tricks kennt, kann für seinen Ort eine Prognose erstellen, die mit den professionellen Vorhersagen problemlos mithalten kann.

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