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Neue Medien mit Kindern: Wenn Kinder Fernsehen und Internet entdecken

So lernen Kinder den Umgang mit Internet und TV

Neue Medien mit Kindern: zwei Kinder vor dem Fernseher

Für Kinder ist der Fernseher spannend, dort gibt es rund um die Uhr etwas zu sehen. Schon Babys starren fasziniert auf die Mattscheibe oder fühlen sich geängstigt, wenn gruselige Geräusche zu hören sind. Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr wird dann auch das Smartphone interessant. Dann stehen Eltern vor der Frage: Dürfen die Kleinen das eigentlich? Und wenn ja, wie lange?

Neue Medien mit Kindern: zwei Kinder vor dem Fernseher
Twenty20photos | Envato Elements

Auch beim Fernsehkonsum brauchen Kinder klare, konsequente Reglen.

Kinder im Internet – die Risiken

Das Internet ist ein bisschen wie eine zweite Welt, und natürlich gibt es hier für den Nachwuchs allerlei zu entdecken. Wenn es am Anfang auch nur lustige Videos sind, werden spätestens ab der Schulzeit auch soziale Netzwerke interessant.

 

Diese heißen Instagram, Facebook oder TikTok und sind mit ihren bunten Bildern, den interessanten Informationen und vielen Videos ein wahres Freudenfeuer für heranwachsende Menschen. Aber sind Kinder im Netz überhaupt sicher? Können Plattformen wie Reddit Sicherheit für junge Menschen bieten? Und wie viel Netz ist überhaupt okay? Ein paar Grundregeln müssen immer befolgt werden:

Neue Medien mit Kindern: Ein Mädchen mit Smartphone unter der Bettdecke
halfpoint | Envato Elements

Kinder können ziemlich schnell fasziniert von neuen Medien sein.

Klare Regeln erleichtern das Handling

Je älter die Kinder, desto experimentierfreudiger werden sie. Das verändert auch die Gefahrenlage. Während Sechsjährige vor allem davor zu schützen sind, dass sie auf ungeeigneten Websites surfen, ist bei 12-Jährigen eher der unbedachte Upload von privaten Bildern zu vermeiden.

Sobald Kinder anfangen, Medien zu konsumieren, egal ob es sich um TV-Sendungen oder um Inhalte im Netz handelt, braucht es klare Regeln: Wer darf was, wann und wie lange? Nur so vermeiden Eltern unnötige Diskussionen und können verhindern, dass es nach dem Ablauf des erlaubten Internetpensums zu Streitigkeiten mit dem Kind kommt.

Wichtig ist, die Gründe für diese Regeln zu erläutern. Es geht nicht darum, dem Kind Spaß zu nehmen und ihm etwas vorzuenthalten, was die Eltern parallel permanent nutzen.

Wichtig zu beachten

Eltern haben eine Vorbildfunktion! Wenn die Erwachsenen beim Abendbrot ständig auf dem Smartphone surfen, ist es nicht verwunderlich, dass Kinder eine Begrenzung ihrer Internetzeit nicht akzeptieren wollen und können.

Der Fernseher – Rituale für die Familie schaffen

Neben den neuen Medien ist es vor allem der Fernseher, der Kinder fasziniert. Täglich laufen spannende Kindersendungen und wenn es nach den Kleinsten geht, könnte hier ruhig ein großer Teil des Tages verbracht werden. Ab einem Alter von drei Jahren sehen Kinderärzte 10 bis 15 Minuten Konsum pro Tag als angemessen an. Bei älteren Kindern (Vorschulalter, Grundschule) kann die Zeit ausgedehnt werden.

Für die Familie kann es lohnenswert sein, das Fernsehen an Rituale zu koppeln. So gibt es Familien, in denen während der Woche nicht TV geschaut wird. Als Ausgleich wird am Wochenende dafür gemeinsam Soulfood zubereitet und ein kindgerechter Film angesehen.

Wenn die Kinder nicht das gleiche Alter haben

Ein großes Problem kann auftauchen, wenn Kinder nicht gleichaltrig sind und die größeren Geschwister mehr dürfen als die kleinen. Hier ist Kommunikationstalent gefragt, denn nicht umsonst gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung klar an, welche Höchstnutzungsdauer für TV und neue Medien für Kinder geeignet ist.

So wird für Kinder zwischen drei und sechs Jahren eine maximale Nutzungsdauer von 30 Minuten für den Fernseher empfohlen, während es bei älteren Kindern auch schon 60 Minuten sein dürfen. Was aber tun, wenn der große Bruder noch fernsieht, während die kleine Schwester nicht mehr darf?

Auch hier sind Absprachen nötig, denn wenn die Kleinen mangels Beschäftigungsalternativen mitschauen, kann das zu Problemen führen. Zum einen dürfen größere Kinder andere Inhalte konsumieren und zum anderen wird die empfohlene Höchstdauer somit beiläufig überschritten.

Fazit: klare Regeln, gute Strukturen und Offenheit für neue Medien

In jeder Familie braucht es Regeln, um eine Struktur zu schaffen, die für jedermann nachvollziehbar ist. Grundsätzlich sollten Eltern aber nicht vermeiden, den Kindern neue Medien näherzubringen, denn Verbote wecken die Neugier nur noch mehr. Stattdessen ist es ratsam, auf einen verantwortungsvollen Umgang zu setzen und so zu ermöglichen, dass eine kindgerechte Entwicklung stattfindet.

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