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Cyberkriminalität

Datenschutz: So werden Ihre Passwörter sicher

Darum sollten Sie ein Passwort nicht mehrfach nutzen

Datenschutz: So werden Ihre Passwörter sicher: ein Hacker hinter seinem Laptop

Meldungen über Datenklau oder Identitätsdiebstahl im großen Stil häufen sich. Trotzdem bevorzugen viele Internetnutzer und -nutzerinnen sehr einfache und damit unsichere Passwörter. Zudem verwenden einige diese für mehrere Websites und Online-Konten. Welt der Wunder zeigt, wie man sich online richtig absichert.

Datenschutz: So werden Ihre Passwörter sicher: ein Hacker hinter seinem Laptop
Scyther5/iStockphoto

Mit guten Passwörtern machen Sie Hackern das Leben so schwer wie möglich.

Wenn es um die eigene Wohnung geht, scheuen wir oft weder Kosten noch Mühen, um sie zu einer wahren Festung zu machen. Sicherheitsschlösser, Alarmanlagen oder Drohnen sollen das private Hab und Gut vor Einbrechern schützen. Doch wenn es um die Privatsphäre im Internet geht, verhalten sich die meisten Internetnutzer und -nutzerinnen grob fahrlässig. 

Das bestätigt eine Studie der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Hasso-Platter-Instituts (HPI). Im Rahmen der Untersuchung wurden eine Milliarde Nutzerkonten analysiert und ausgewertet. Das Ergebnis: 20 Prozent der User haben ein und dasselbe Passwort für mehrere Dienste, bei 27 Prozent lag eine äußerst hohe Ähnlichkeit in der Zeichenfolge vor. Das Institut fand zudem heraus, dass „123456“ das meistgenutzte Passwort in den untersuchten Daten war. 

Starke Passwörter sind einfacher Selbstschutz

„Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden bei Datenklau entstehen kann“, so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel. Der Mitautor der Studie empfiehlt daher, seine Passwörter regelmäßig zu wechseln und sichere Passwörter zu erstellen.

Jedes Benutzerkonto benötigt ein einzigartiges Passwort

Eine weitere wichtige Regel für sicheren Umgang mit Online-Konten: Keinesfalls dasselbe Passwort für mehrere oder sogar alle Websites verwenden. Selbst die bestgeschützte Internetplattform kann das Opfer eines Hackerangriffs werden. Wer für jede Internetseite, jeden Shop und jegliche Online-Dienste ein einzigartiges Passwort nutzt, erschwert es Datendieben. Andernfalls haben Kriminelle mit einem Treffer Zugang zu allen weiteren Konten: von Social Media über digitale Shops bis hin zum Online-Banking.

Sichere Passwörter: Worauf es ankommt

  • Das sicherste Passwort ist eine rein zufällige Zeichenfolge, bestehend aus einer Mischung von Klein- und Großbuchstaben, Zahlen sowie allen Sonderzeichen, die eine Computer-Tastatur hergibt.
  • Starke Passwörter sollten mindestens zehn Zeichen lang sein.
  • Aufeinanderfolgende Reihen aus Zahlen oder Buchstaben wie „12345“ oder „abcdef“ sind sehr unsicher.
  • Eine schlechte Wahl sind Passwörter, die Geburtsdaten oder die Namen von Familienmitgliedern enthalten, weil diese für geübte Hacker oft leicht zu erraten sind.

Wem das Jonglieren mit Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen zu mühsam ist, verwendet einen Passwort-Manager. Diese Funktion erstellt automatisch sichere Passwörter. Beliebte Anbieter sind das kostenlos erhältliche Programm Key Pass oder den Datenschutz-Generator auf www.datenschutz.org

Starke Passwörter haben eine Halbwertszeit

Wer seine Passwörter regelmäßig ändert, ist und bleibt auf der sicheren Seite. Es ist zwar aufwendig, jedoch sinnvoll: Der regelmäßige Wechsel erschwert Datendieben den Zugang. Apps und sogenannte Schlüsselbund-Funktionen helfen dabei, den Überblick zu behalten. Passworte in einer Liste auf dem Computer zu speichern, ist hingegen keine gute Idee. Werden Computer oder andere Endgeräte zum Beispiel durch einen Virus geknackt, sind alle Passörter einsehbar. Besser ist es, die Passwörter analog zu notieren oder digital ohne Internetverbindung abzulegen.

Ob die eigenen Online-Konten zur Zielscheibe eines Datendiebstahls wurden, lässt sich online überprüfen: Das Hasso-Plattner-Institut hat dazu ein Tool programmiert. Das Ergebnis der Prüfung wird per E-Mail zugeschickt. Falls die Zugangsdaten bereits missbraucht wurden, sollten diese keinesfalls mehr benutzt werden. Konten mit diesen Zugängen sollte gesperrt oder deaktiviert werden. Im Zweifel weiß der Support der einzelnen Online-Dienste, was genau zu tun ist. 

Die am häufigsten verwendeten Passwörter 2021

Das Hasso-Plattner-Institut veröffentlicht jedes Jahr eine Top-Ten-Liste der meistgenutzten Passwörter. Im Jahr 2021 war keines davon sicher. Wer das eigene Lieblingspasswort in der Liste entdeckt, sieht darin möglicherweise einen  Anreiz, sich in Zukunft eingehender mit Passwortsicherheit zu beschäftigen.

  • Platz 1: 123456               
  • Platz 2: passwort            
  • Platz 3: 12345  
  • Platz 4: hallo
  • Platz 5: 123456789
  • Platz 6: qwertz
  • Platz 7: schatz  
  • Platz 8: basteln               
  • Platz 9: berlin   
  • Platz 10: 12345678

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