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CO₂ ist schuld: Geht uns bald das Bier aus?

Kein CO₂, kein Bier

CO₂ ist schuld: Geht uns bald das Bier aus?

Auch die deutschen Brauereien leiden unter der Energiekrise. Aktuell klagt die Branche über Lieferengpässe bei CO. Denn ohne die Zufuhr von Kohlendioxid lässt sich Bier nicht abfüllen.

CO₂ im Bier verhindert abgestandenen Geschmack

CO₂ wird bei der Herstellung von Bier zum sogenannten Vorspannen benötigt. Hierbei wird das Gas in das Fass oder die Flasche gepumpt, um einen Gegendruck zu erzeugen. Dieser Gegendruck verhindert, dass das Bier durch Kontakt mit Sauerstoff schal wird.

Laut Schätzungen der Deutschen Ernährungsindustrie sind aktuell nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO₂-Liefermengen verfügbar. Einige Brauereibetriebe haben ihre Produktion schon heruntergefahren oder sogar eingestellt.

Unterproduktion von Düngemitteln als Auslöser für die CO₂-Knappheit

Technische Kohlensäure, die bei der Bierproduktion benötigt wird, entsteht als Nebenprodukt bei der Ammoniak-Produktion, etwa bei der Herstellung von Kunstdünger.

Seit die Gaspreise bedingt durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine extrem gestiegen sind, haben auch die Düngemittelhersteller ihre Produktion heruntergefahren und somit eine Kettenreaktion ausgelöst. Die Aussichten sind aktuell düster: Solange die Energiekosten hoch blieben oder noch steigen sollten, könnte es zu einer weiteren CO₂-Verknappung kommen.

Größere Brauereien setzen auf CO₂ aus eigener Produktion

Momentan sind vor allem mittelständische Brauereien betroffen, die neben Bier oft auch Limonade herstellen. Von der Krise weitestgehend unberührt sind dagegen größere Brauereien mit der Kapazität, selbst Kohlensäure herzustellen.

Die ausbleibenden CO₂-Lieferungen sind nicht nur für die Brauindustrie ein Problem, sondern könnten in Zukunft neben Mineralwasser-Produzenten auch die gesamte Lebensmittelindustrie betreffen. CO₂ ist ein extrem vielseitig und wird unter anderem für die Herstellung von Trockeneis, für die Förderung des Wachstums von Pflanzen in Gewächshäusern sowie als Betäubungsgas für Schweine bei der Schlachtung verwendet.

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