Frage der Woche

Woher kommt der Osterhase?

Immer wieder zur Osterzeit hoppelt er in unser Blickfeld: der Osterhase. Aber woher kommt er?

Osterhase

© iStock/Coramueller

Volkskundler können seine Spuren bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals brauchten Eltern dringend einen imaginären Eierlieferanten. Denn bis Ostern hatten sich – besonders in bäuerlichen Familien mit Hühnerhaltung – viele Eier zu Hause angesammelt. Der Grund: Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil 1966 durften während der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern keine Produkte von Warmblütern gegessen werden – und dazu gehören auch Eier. So sammelten sich bis zum Ende der Fastenzeit in der Osternacht Unmengen an Eiern in den Haushalten an.

Der Hase: Sinnbild für Fruchtbarkeit

Als lang ersehnte Speise wurden sie gefärbt, in die Kirche getragen und als „Ostereier“ gesegnet. Für die Kinder bekamen die Eier somit eine besondere Bedeutung. Daher kamen die Erwachsenen auf die Idee, die Herkunft der Ostereier in eine Geschichte zu packen. Sie erzählten den Kindern, dass Hasen die Eier liefern würden. Nicht ohne Grund kamen sie auf genau dieses Tier: Schon um Christi Geburt galt der Hase als Sinnbild für Fruchtbarkeit, Leben und Wachstum. Und Ostern fiel in die Paarungszeit der Feldhasen im Frühling – der Eierlieferant war gefunden.

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