Winterurlaub

Kann Wintertourismus nachhaltig sein?

Während im öffentlichen Diskurs der Begriff Nachhaltigkeit häufig bloß als Synonym für Umweltschutz oder Ressourcenschonung verstanden wird, stützt er sich im wissenschaftlichen Kontext per Definition auf drei Säulen, die einander beeinflussen und bedingen: Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit bilden dabei ein Gleichgewicht. Im touristischen Kontext folgt zum Beispiel die Region Osttirol seit jeher diesem ganzheitlich nachhaltigen Prinzip – zu Gunsten von Gast und Einheimischem gleichermaßen. Im Winterhalbjahr wird dies besonders deutlich.

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Massentourismus gab es in Osttirol aufgrund der peripheren Randlage noch nie. Zum Glück könnte man heute sagen. Winterliebhaber, die nachhaltig und weitgehend klimaschonend urlauben wollen, finden im etwas abgelegenen Bergreich südlich des Alpenhauptkamms Idealbedingungen vor. Osttirol ist ursprünglich und authentisch (geblieben). Beim Gast lässt der schneereiche Süden Österreichs keine Wünsche offen: Perfekt präparierte Skipisten, Langlaufloipen und Winterwanderwege, die unberührte Natur das Nationalpark Hohe Tauern, die man am besten auf Schneeschuhen oder Tourenski entdeckt. Ein grandioser Freizeitwert von dem natürlich auch die Osttiroler selbst profitieren.
In Osttirol ist man sich bewusst, nicht nur Tourismusregion, sondern vielmehr auch Lebensraum zu sein. Es wurde erkannt, dass die Natur nicht nur einen touristischen Nutzwert hat, sondern nachfolgenden Generationen erhalten bleiben muss. Dass eine einseitige Fokussierung des nachhaltigen Säulenprinzips zusehends die Qualität des Lebensraums „Osttirol“ schwächt. Setzt man zum Beispiel kompromisslos auf ökologische Komponente, schließt man die Anwesenheit des Menschen aus. Hat ein ungebremstes Wirtschaftswachstum oberste Priorität, ist (im Alpenraum) Massentourismus und unkontrollierter Ressourcenverbrauch die Folge. Und agiert man lediglich sozial, schwächt man die dynamische Entwicklung der Region.

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Soziale Nachhaltigkeit in Osttirol: Freizeitwert und Erholungsraum für alle
In Osttirol definiert sich Wintertourismus durch ein angenehmes Miteinander zwischen einheimischer Bevölkerung und Besuchern. In den beschaulichen Osttiroler Bergdörfern ist das Verhältnis zwischen Gästebetten und Einwohnerzahl ausgewogen. Die Folge? Als Urlauber ist man ein willkommener Gast, mit dem sich die einheimische Bevölkerung gleichberechtigt den natürlichen Erholungsraum und den Freizeitwert der Region teilt. Gäste und Einwohner vor Ort bilden so ein fruchtbares Solidarsystem auf Zeit. Sanfter Wintertourismus sorgt gerade in den entlegenen Bergdörfern Osttirols für eine langfristige Beschäftigungssicherung und wirkt erfolgreich der Abwanderung entgegen.
Die soziale Komponente findet sich auch auf einer ganz anderen Ebene wieder: Skifahren ist österreichischer Nationalsport und soll in Osttirol auch für Gästefamilien kein Privileg der Oberschicht sein. In Osttirol ist Skifahren leistbar, man hat Platz und verliert die Kleinen nicht im Gewusel der Massen. Der Kindertarif gilt bis 18 Jahre. Kids bis sechs Jahre fahren in Begleitung der Eltern ohnehin kostenlos.
 

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Ökonomische Nachhaltigkeit in Osttirol: die Bergwelt als Arbeitgeber
Verantwortungsvoller Skitourismus ist auch in Osttirol ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Jedoch haben sich die sieben Osttiroler Skigebiete mit ihren insgesamt 150 Pistenkilometern nicht dem quantitativen Kredo „höher, schneller, weiter“ verschrieben, sondern definieren sich über Qualitätskriterien wie Service, Schneereichtum und Platzangebot – auf und abseits der Skipisten. Die unverfälschte Natur ist atemberaubende Kulisse und einzigartiger Spielplatz für diverse Unternehmungen unter freiem Himmel zugleich. Der ökonomisch nachhaltige Weg, der den Wintertourismus prägt, ist hier von Natur aus anders. Der achtsame Umgang mit der Ressource Naturraum ist in Osttirol allgegenwärtig. Gleiches gilt für das Bestreben den Lebensraum nachhaltig attraktiv zu gestalten.

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Ökologische Nachhaltigkeit in Osttirol: die Natur als wertvollste Ressource
Wintertourismus und ökologische Nachhaltigkeit – geht das überhaupt? Natürlich zieht es auch ökosensible Menschen in den Schnee, sofern die Rahmenbedingungen passen. Das beginnt natürlich bei der Anreise ohne PKW per Bahn und Bus. Der Aufbau eines Osttiroler Mobilitätszentrums wird eine klimaneutrale Anreise weiter vereinfachen und das eigene Auto im Osttirol-Urlaub komplett überflüssig machen.
In Osttirol setzt man seit jeher auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource „Natur“. Wahrhaft entschleunigend gestaltet sich die sportliche Winter-Auszeit natürlich auf die sanfte Art und Weise: In einer Loipe, auf einem geräumten Winterwanderweg oder im freien Gelände, – beim Skitourengehen oder behutsamen Schneeschuhwandern.

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