WERBUNG / ADVERTISEMENT
Die geheimnisvollsten Orte Deutschlands

Bunker Genshagen: Das Geheimversteck im Untergrund

Verfluchte Opferstätten, unheimliche Ruinen, tiefe Höhlen: Seit Jahrtausenden ziehen uns mystische Orte in ihren Bann – so auch eine alte Bunkeranlage der Nazis. Bis heute stellt sich die Frage, was hier versteckt wurde?

© iStock-Vladimir-Zapletin

WERBUNG / ADVERTISEMENT
April 1945: Wenige Tage vor Kriegsende rollen unter Aufsicht der SS Lastwagen auf das Gelände der Bunkeranlage in Genshagen. Bald darauf erschüttert eine gewaltige Explosion das kleine Dorf in Brandenburg. Als die Alliierten eintreffen, sind sämtliche fünf Zugänge des Bunkers eingestürzt – gesprengt von Mitgliedern des Nazi-Elitekorps

Mehr als 70 Jahre lang liegt er unter Sand und Kiefern verborgen, ehe ein Team von Wissenschaftlern erneut einen Zugang zu dem geheimen Tunnelsystem in 15 Metern Tiefe entdeckt. Heute weiß man, dass der mannshohe und armbreite Stollen Anfang der 1940er-Jahre in den märkischen Sand geschlagen wurde – als Bombenschutzbunker für das Daimler-Flugmotorenwerk Genshagen. Aber warum wurde er kurz vor Kriegsende aufwendig gesprengt? „Das ist ziemlich viel Getöse für einen Stollen, in dem Arbeiterinnen bei Bombenangriffen kauerten“, findet auch der Historiker Rainer Karlsch. Noch verdächtiger erscheint die Tatsache, dass das Gängesystem vor der Sprengung von SS-Offizieren bewacht wurde. 

Ein geheimes Versteck?

„Eine normale Luftschutzanlage muss man nicht mit Wachposten sichern“, so Karlsch – was die Vermutung nahelegt, dass die Nazis im Untergrund etwas verstecken wollten. Nur was? Die ominöse Fracht aus den Lastwagen? Bislang sind die Tunnelforscher nicht auf geheime Schätze gestoßen, doch das ist laut Karlsch nur eine Frage der Zeit, denn: „Viele Stollen sind noch nicht freigelegt. Die Anlage ist größer als erwartet.“

Der Historiker hat Indizien gesammelt und eine interessante Theorie aufgestellt: Der zufolge liegt die Antwort auf die Frage, was der Bunker verbirgt, näher als gedacht – nämlich nur rund 15 Kilometer von Genshagen entfernt: auf der Hakeburg in Kleinmachnow. 1938 bezieht Hitlers Parteigenosse, Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge, das einstige Herrenhaus und lässt dort ein Forschungszentrum einrichten. In Geheimlaboren werden nicht nur Infrarotnachtsichtgeräte und ferngesteuerte Flugabwehr-Raketen entwickelt – sondern auch Pläne für eine Atombombe. Experten sind überzeugt, dass der Minister die Geheimakten aus seiner Waffenschmiede im April 1945 wegschaffen ließ, ehe sie den Alliierten in die Hände fallen konnten – die Konstruktionspläne könnten also noch heute irgendwo tief unten im Labyrinth der Stollen verborgen liegen…
WERBUNG / ADVERTISEMENT

Das könnte Sie auch interessieren

WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT
WERBUNG / ADVERTISEMENT