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Wohnraum für Flüchtlinge: Private Unterkunft anbieten und helfen

Foto: Unterkunft Ukraine

Wohnraum für Flüchtlinge: Private Unterkunft anbieten und helfen

Wohnraum und Unterbringungsmöglichkeiten sind für Schutzsuchende das wichtigste, wenn sie in Deutschland ankommen. Ein guter und geschützter Schlafplatz – vorübergehend oder längerfristig – hilft Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Täglich fliehen Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Menschen, die ein Zimmer oder Wohnraum anbieten, helfen diesen Menschen.

  • Wenn Menschen durch Krieg und andere Katastrophen ihre Heimat verlassen, benötigen sie Unterstützung.
  • Eine gute und sichere Unterkunft ist neben Trinkwasser und Nahrung das Wichtigste für geflüchtete Menschen.
  • Viele Menschen in Deutschland bieten Zimmer und leerstehenden Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine an.
  • Organisationen, Länder und Kommunen unterstützen bei der Vermittlung von Unterkünften an Flüchtlinge.

Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten, haben meist wenig bis nichts bei sich. Wenn sie die Grenzen in ein sicheres Land passiert haben, benötigen die meisten zunächst einen sicheren Platz zum Schlafen, Nahrung und Trinkwasser sowie einen Raum für Körperhygiene.

In Deutschland gibt es vielerorts Unterkünfte, die Menschen aufnehmen und mit dem Nötigsten versorgen. Nimmt der Andrang zu, beispielsweise durch Krieg in der Ukraine, Syrien oder Afghanistan, geraten diese Einrichtungen an ihre Grenzen. Damit möglichst vielen Menschen geholfen wird, können Privatpersonen Zimmer und Wohnraum für Menschen in Not zur Verfügung stellen.

Schlafplatz und Zimmer für Geflüchtete für kurze Zeit

Viele Flüchtlinge, zum Beispiel Menschen aus der Ukraine, sind tagelang unterwegs, um bei Freunden oder Verwandten im Westen unterzukommen. Viele benötigen eine sichere Unterkunft für wenige Nächte, bis sie ihre Reise fortsetzen.

Andere suchen übergangsweise einen Schlafplatz, bis sie von offiziellen Organisationen in eine Unterkunft vermittelt werden können. Gästezimmer oder eine Schlafcouch sind dafür meist ausreichend.

#UnterkunftUkraine

Speziell für geflüchtete Menschen aus der Ukraine gibt es das Portal Unterkunft-Ukraine.de. Wer einen Schlafplatz sucht oder anbietet, kann sich über ein Formular registrieren. Die Organisatoren vermitteln dann entsprechend. In der Maske kann angegeben werden, wie viel Platz für welchen Zeitraum zur Verfügung steht, sodass eine längere Unterbringung ebenfalls möglich ist.

Diese Plattform bringt freiwillige Hilfe mit Bedürftigen zusammen. Förderungen, Ausgleichszahlungen oder Gewährleistungen gibt es daher nicht. Individuelle Absprachen mit den Schlafgästen sind jedoch möglich.

Zimmer und Wohnraum auf Dauer für Flüchtlinge

Kriegsflüchtlinge gibt es nicht erst seit Februar 2022. Es gibt immer Länder und Regionen, in denen bewaffnete Kämpfe und militärische Auseinandersetzungen Existenzen zerstören. In einigen Teilen der Erde finden seit Jahrzehnten immer wieder Ausschreitungen statt, sodass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Andere müssen ihr Land verlassen, weil für sie das Überleben dort nicht mehr sicher ist. Eine Ursache dafür ist u.a. die globale Erwärmung, ein anderer Grund eine Diktatur. Damit Zivilisten aus Krisen- und Kriegsgebieten außerhalb ihres Heimatlandes nicht auf der Straße leben, können Privatpersonen Wohnraum anbieten.

Zusammenleben Willkommen

Das Projekt Zusammenleben Willkommen richtet sich speziell an Wohngemeinschaften (WGs). Leerstehende Kinderzimmer oder Räumlichkeiten für Gäste helfen ebenso. Die Organisation vermittelt Unterkünfte für mindestens ein Jahr, sodass Geflüchtete aus den Notunterkünften in eine solidere Umgebung ziehen können. Zudem gibt die Mindestwohndauer allen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner eine gewisse Planungssicherheit.

Falls das neue WG-Mitglied nicht selbst für die anfallenden Kosten aufkommen kann, helfen Ämter und Organisationen. Details sind abhängig vom Einzelfall. Das Pendant in Österreich heißt Flüchtlinge Willkommen und sucht ebenfalls Wohnraum für Schutzsuchende.

Private Unterkunft für Flüchtlinge über Länder und Kommunen

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine zeigten viele Menschen in Deutschland Solidarität und Hilfsbereitschaft. Manche bieten einen Schlafplatz in den eigenen vier Wänden oder eine leerstehende Wohnung übergangsweise als Unterkunft an.

Neben Organisationen für Humanitäre Hilfe können sich Vermietende außerdem über Gemeinden und Kommunen melden. Registrierung und Zuständigkeit unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Erste Informationen geben die Länder selbst, ob gegebenenfalls Kommunen und Gemeinden Privatunterkünfte organisieren:

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