London, 7. September 1978: Der bulgarische Bürgerrechtler Georgi Markow steht an einer Bushaltestelle auf der Waterloo Bridge – als er plötzlich einen stechenden Schmerz in seiner Wade spürt. Ein Mann hat ihn scheinbar versehentlich mit der Spitze eines Regenschirmes gestochen. Kurz darauf bekommt Markow Fieber und stirbt. Was niemand ahnt: Der Fall führt zur Entdeckung des vielleicht geheimsten Labors der Erde.
Geheimes Labor
Das Attentat mitten in London wird zur Staatsaffäre. Zwar muss Scotland Yard die Ermittlungen einstellen – britische Geheimdienste verfolgen die Spuren allerdings weiter. Und die führen direkt nach Moskau – genauer gesagt in ein unscheinbares Gebäude in der Nähe der russischen Geheimdienstzentrale Lubjanka. Dort befindet sich ein streng geheimes Labor. Das Ziel der Einrichtung: die Entwicklung von Reagenzien, die sich zur unauffälligen Ausschaltung von politischen Feinden eignen. „Laboratorium Nr. 12“ ist die Giftküche des russischen Geheimdienstes. Zahlreiche Giftmorde und Anschläge mit speziell modifizierten synthetischen Giften oder Biotoxinen gehen von dem Labor aus – bis heute.
