weltderwunder.tv

INHALTE

FOLGEN SIE WELT DER WUNDER

Winter-Fatbiken: die Action-Option für alle Bike-Nerds

Bigfoot im Schnee

Fat-Biker

Transalp, Hüttentour, Downhillstrecke: Alles schon abgehakt? Und das Gefühl, jede Facette des Mountainbike-Sports zu kennen? Falsch gedacht! In Livigno wartet eine Spielart, die die allerwenigsten kennen, geschweige denn schon mal ausprobiert haben: (E-)Fatbiken im Schnee.

„E-Fatbiken im Winter ist der latest shit“. Da ist sich Adam Quadroni ganz sicher. Der 38-jährige Livignasco muss es wissen, schließlich sitzt er gefühlt 365 Tage im Jahr im Sattel. „Fatbiken ist die Lösung für alle Bike-Nerds, die im Winter die Tage zählen, bis die Trails wieder schneefrei werden“, erzählt Adam, der heute als Guide für BikeLivigno arbeitet. Die Fahrt mit den extrabreiten Knubbelreifen auf dem hartgepressten Schnee ist ein Heidenspaß, wenn die Ski mal einen Tag im Keller bleiben.

Fatbiking: Die Lösung für alle, die auch im Winter mountainbiken wollen

Wenn die Temperaturen unter Null liegen und die Wege tief verschneit und hartgepresst sind, kann man in dem weltabgeschiedenen Hochtal auf 1800 Meter Höhe wunderbar trainieren. Oder genießen. „Je nach Schneeverhältnissen kann eine Fatbike-Tour alles zwischen schnell und flowig und zäh und matschig werden“, sagt der Guide. BikeLivigno bietet drei Arten von Touren an: Eine zweistündige „Easy Tour“, die für Anfänger und Familien geeignet ist, eine dreistündige „Single Trail Tour“ für erfahrene Mountainbiker und einen „Night Ride“ mit gemütlichem Abendessen in einer urigen Hütte. Für die ganz Wilden hat Adam noch ein Zuckerl: Die „Freeride Tour“, bei der man Shuttles und Lifte benutzt – und somit viel Abfahrt bei wenig Aufstieg genießen kann.

Perfekte Infrastruktur für ein Winterabenteuer auf extrabreiten Reifen

Adam und seine Kollegen bieten Fatbike-Touren schon ab Anfang Dezember an. Die Saison endet normalerweise Anfang bis Mitte April. „Bei Faulschnee und Matsch macht Fatbiken nicht mehr so viel Spaß“, sagt Adam und lacht vielsagend. Aber bis dahin nehmen Gondeln und Lifte in Livigno auch Fatbiker hinauf zur Gipfelstation mit. Runter geht’s dann auf Trails. „Wir haben um die 40 Kilometer präparierte Rad- und Fußwege sowie gespurte Singletrails“, erzählt der Guide. „An kalten Tagen, wenn der Schnee schön hart ist, fühlt es sich an, als würde man auf einer normalen Loipe fahren – da kannst du richtig Gas geben!“ Eine Tour dauert normalerweise zwischen zwei und drei Stunden, auf Anfrage auch längere Touren, zum Beispiel eine Enduro-Tour mit Mittagessen in einer Hütte. Die dauert dann vier bis fünf Stunden.“ Aber der größte Spaß ist natürlich eine geführte E-Fatbiketour – also mit Elektroschub. „Da fliegst du förmlich durch den Schnee!“

Fatbiken: Bisher erst wenige Angebote

Die Angebote an Fatbike-Touren im Winter sind noch nicht weit verbreitet. Alternativen gibt es zum Beispiel in Kappl im Paznaun, im Trentino oder im Naturpark Weissensee.