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Murphys Gesetz: Wie es zu Murphy’s Law kam und wer die Worte sagte

Murphys Gesetz: Was steckt dahinter?

Eine zerbrochene zwischen ganzen Glühbirnen auf orangefarbenen Grund steht für Murphys Gesetz

Murphys Gesetz nimmt an, dass schief geht, was schief gehen kann. Wie Murphy zu dieser Erkenntnis kam und wie viel Wahrheit in den berühmten Worten steckt.

Eine zerbrochene zwischen ganzen Glühbirnen auf orangefarbenen Grund steht für Murphys Gesetz
Prostock-Studio / Envato

Nach Murphys Gesetz geht alles schief, das schief gehen kann.

„Wenn etwas schiefgehen kann, wird es schiefgehen!“ So lautet Murphy’s Law kurz zusammengefasst. Wissenschaftlich betrachtet ist Murphys Gesetz jedoch eher eine Lebensweisheit. Die Worte des US-amerikanischen Ingenieurs Edward A. Murphy jr. werden dennoch immer wieder zitiert, wenn etwas nicht wie erhofft verläuft.

Murphy’s Law: Die Geschichte hinter der Weisheit

1949 fanden im US-Bundesstaat Kalifornien Tests der US Air Force statt. Als Ingenieur mit Dienstgrad eines Captains nahm Murphy daran teil. Ziel war es, die Belastungsgrenze des menschlichen Körpers bei Beschleunigungen herauszufinden. Dafür wurden Sensoren an den Testpersonen angebracht. Es gab zwei Möglichkeiten, diese Sensoren anzubringen: Richtig oder um 90 Grad verdreht und damit falsch herum. Es kam, wie es kommen musste: Jemand brachte sämtliche Sensoren falsch an. Der kostspielige Versuchsaufbau erbrachte keine Ergebnisse.

„If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way“, soll Muphy daraufhin gesagt haben. Übersetzt: „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

In einer Pressekonferenz zu den missglückten Untersuchungen wurde der Ingenieur damit zitiert und seine Worte wurden in der Kurzform berühmt.

Wo Murphys Gesetz angewendet wird

In allen möglichen Lebensbereichen finden sie seither Anwendung: Hinterfragen wir unsere Vorbereitung, unsere Arbeit und Projekte nach der Aussage von Captain Edward Murphy, nehmen wir eine neue Perspektive ein. Wir betrachten Abläufe aus der Sicht einer Person mit weniger Erfahrung und erkennen dann zum Beispiel potenzielle Missinterpretationen. Im beruflichen Kontext helfen diese Überlegungen unter anderem im Umgang mit neuen Mitarbeitenden, für die etablierte Strukturen meist unbekannt sind.

Ebenso können Murphys Worte bei Planungen helfen: Sei es der Umzug, ein Ausflug oder ein berufliches Projekt. Sind alle eventuellen Unglücke bedacht, werden sie bestenfalls von Anfang an vermieden. Andernfalls ist man zumindest darauf vorbereitet und kann entsprechend entgegenwirken.

Weshalb Murphy nicht recht hatte

Gedankengänge, die auf Murphys Aussage gründen, öffnen den Blick und fördern vorausschauendes Handeln. Allerdings bleibt es unmöglich, alle möglichen Ereignisse und deren Verläufe vorherzusehen oder gar zu verhindern. Daher bleibt immer ein Risiko. Trotzdem geht nicht immer alles schief.

Im Gegenteil: Es gibt tagtäglich Situationen, die gut ausgehen. Im Straßenverkehr, im Haushalt oder beim Sport müssten wir nach Murphy ständig in Unfälle verwickelt sein. Dass dem nicht so ist, zeigt, dass es nicht immer schief gehen muss.

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