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Frage der Woche

Warum wird die Giftspritze vor der Hinrichtung desinfiziert?

Warum wird die Giftspritze vor der Hinrichtung desinfiziert?

Manche Länder vollziehen immer noch die Todesstrafe. Eine Möglichkeit ist die tödliche Injektion mit einer Giftspritze. Dabei legen die Vollstrecker großen Wert auf eine sterile Prozedur. Doch warum schützt man den Verurteilten vor einer Infektionskrankheit, obwohl er in ein paar Minuten tot sein wird?

Spritze in der Hand
Aeril01

In den USA kommt bei der Todessstrafe häufig die Giftspritze zum Einsatz.

Die Todesstrafe ist sehr umstritten. Doch noch immer wird sie – je nach Schwere der Straftat – unter anderem in großen Teilen Afrikas, Zentralamerikas und der USA, im Iran, Irak, Saudi-Arabien, China und anderen asiatischen Ländern vollzogen. Während die meisten Länder die Verbrecher erhängen oder erschießen, wenden US-Staaten hauptsächlich die Todes- beziehungsweise Giftspritze an. Wie etwa bei einer Impfung wird dabei der Arm des Verurteilten desinfiziert – die Spritze kommt bereits steril aus der Verpackung. Doch warum diese sterile Vorgehensweise, wo doch der Betroffene nicht mehr lange lebt?

Die Motive sind nur bedingt medizinischer Natur. Da die ärztliche Standesordnung ein vorsätzliches Töten untersagt und Doktoren deshalb die Injektion nicht verabreichen dürfen, müssen das die Gefängnismitarbeiter selbst tun. Rituell tupfen sie die Einstichstelle vorher ab, so verleihen sie der Prozedur einen medizinischen Charakter und verharmlosen diese damit.

Rettung in letzter Sekunde vor der Giftspritze

Ein anderer zweckmäßiger Grund ist, dass stets die Möglichkeit besteht, dass der Gouverneur des Bundesstaates oder der US-Präsident eine Begnadigung anordnet oder die Hinrichtung zumindest aufschiebt. Im Extremfall könnte die Nadel zum Zeitpunkt dieser Nachricht bereits eingestochen sein. Würde die Haut vorher nicht desinfiziert werden, könnte der Betroffene daraufhin schwer erkranken oder gar sterben. Das möchte man auf jeden Fall verhindern. Zudem hätte das Opfer beziehungsweise dessen Angehörige die Option den Staat zu verklagen.

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