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Schrumpelige Finger und Füße: Der Grund für runzelige Haut im Wasser

Darum bekommen wir Runzelfinger

Handinnflächen zeigen die typischen Unebenheiten an der Hautoberfläche nach dem Baden, wenn Finger und Füße bei Wasserkontakt schrumpeln.

Schrumpelige Finger nach dem Baden: Die sogenannte Waschhaut entsteht, wenn wir eine gewisse Zeit mit Wasser Kontakt haben. Diese temporären Falten und Furchen sind aber kein Grund zur Sorge.

Handinnflächen zeigen die typischen Unebenheiten an der Hautoberfläche nach dem Baden, wenn Finger und Füße bei Wasserkontakt schrumpeln.
Twenty20photos /Envato

Runzelige Falten an Fingern und Füßen sind kein Grund zur Sorge.

An unseren Händen und Füßen ist die Haut anders als am übrigen Körper. Die Haut ist unser größtes Organ. Insgesamt umfasst sie bis zu 1,8 Quadratmeter. Doch Haut ist nicht gleich Haut. An Händen und Füßen verhält sie sich anders als am übrigen Körper. Sie hat an den Extremitäten beispielsweise keine Haare oder Härchen. Stattdessen fühlen wir intensiver, denn hier gibt es mehr Rezeptoren für Berührung.

Eine weitere Besonderheit der Haut an Händen und Füßen: Sie schrumpelt, wenn sie länger mit Wasser in Kontakt ist. Nach dem Baden und Schwimmen, beim Abspülen oder Putzen zeigt sie Furchen und scheint runzelig. Am übrigen Körper bleibt die Haut auch nach Stunden im Wasser unverändert. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die äußerste von drei Hautschichten mit Wasser vollsaugt und die Beschaffenheit verändert. Das ist so allerdings nicht belegt.

Schrumpelige Haut im Wasser: Reaktion des Nervensystems

Was aber klar ist: Das Nervensystem ist an dem Verschrumpeln der Gliedmaße beteiligt. Bei Menschen mit Nervenschädigung runzelt die Haut auch nach langem Wasserkontakt nicht. Darin erkennen Neurologen und Neurologinnen ein Indiz dafür, dass die schrumpelige Haut ein aktiver Prozess ist.

Im vegetativen Nervensystem steuert der Bereich Sympathikus Körperfunktionen und mehr. Haben Hände und Füße längeren Kontakt mit Wasser, reagiert das sympathische Nervensystem: Die sehr kleinen Blutgefäße in den Fingern, Zehen und der Fußsohle verengen sich. Dabei zieht sich auch die Haut zusammen. Die obere Schicht schrumpelt.

Runzelige Haut für einen Vorteil bei der Jagd?

Zur Ursache konnten bisher nur Theorien aufgestellt werden. Die naheliegendste erklärt die Nässe-Reaktion mit der Evolution: Sie stamme demnach aus einer Zeit, als der Mensch vor allem Jäger und Sammler war. Nasse Gegenstände oder Beute lassen sich durch die unebene Hautstruktur besser greifen. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Autoreifen auf der Straße: Unebenheiten geben mehr Haftung.

Die schrumpelige Haut an den Füßen und Händen erhöhte die Erfolgschancen bei der Jagd. Fische, Muscheln, Krebse und andere Wassertiere entgleiten den knittrigen Fingern nicht so leicht, Fischer können ihre Beute besser halten. Die schrumpelige Haut an den Füßen sichert den Stand im Wasser. Auf glitschigen Steinen rutschen wir dank der entstandenen Struktur an der Fußsohle nicht so schnell aus.

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