Welt der Wunder

Nicht glauben, sondern wissen

Serienkiller und ihre hollywoodreifen Geschichten

Sie morden ohne Reue, foltern auf grausame Art. Nur wenn sie ihre Opfer völlig kontrollieren, fühlen sie sich stark. Serienmörder wie Ed Gein oder Jeffrey Dahmer sind schreckliche Beispiele dafür, wie brutal Menschen sein können. Diese Geschichten zeigen die erschreckende Wahrheit.
Chinas Albtraum
Foto: iStock / shishigami

Chinas Albtraum

Nachdem Yang Xinhai von 1996 bis 2000 eine Haftstrafe wegen Vergewaltigung abgesessen hatte, begann er die bislang schlimmste Mordserie in China. Nachts überfiel er ganze Familien im Schlaf und tötete sie mit Äxten, Beilen, Schaufeln und Hämmern. Er soll insgesamt 67 Menschen ermordet und 24 Frauen vergewaltigt haben. 2004 wurde er zum Tode verurteilt und erschossen.

Anzeige
Das Böse in Person
Foto: imago / Milestone Media

Das Böse in Person

Charles Manson wurde 1934 als uneheliches Kind einer drogenabhängigen Prostituierten geboren. Im Alter von 32 Jahren und nach mehreren Haftstrafen schloss er sich einer Hippie-Kommune namens "The Manson Family" an. Drei Mitglieder der Sekte drangen 1969 in das Haus des Musikproduzenten Terry Melcher ein und töteten alle anwesenden Personen. In diesem Haus befand sich auch die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, die in dieser Nacht auf brutalste Art hingerichtet und dabei gefilmt wurde. 2007 wurde Mansons elftes Bewährungsgesuch abgelehnt.

Der Killer-Clown
Foto: iStock / Todd Keith

Der Killer-Clown

Bis Ende 1977 hatte John Wayne Gacy alias "Pogo, der Clown" 19 junge Männer bei sich zu Hause umgebracht. Insgesamt gestand er 33 Morde. Dabei hatte er 28 Leichen unter seinem Haus vergraben. Die Opfer waren männliche Prostituierte zwischen 14 und 21 Jahren. Im Gericht, noch während der Anklage, spottete er über die ermordeten Menschen. Am 10. Mai 1994 wurde er im Staatsgefängnis von Illinois mit einer Giftspritze hingerichtet.

Green River Killer
Foto: imago / UPI Photo

Green River Killer

Gary Ridgway wurde im Jahre 2003 wegen Mordes an 48 Prostituierten – oder Frauen, die er dafür hielt – zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Verhaftung war Ergebnis einer der umfangreichsten und langwierigsten Ermittlungen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Seinen Namen bekam der ruhig und schüchtern wirkende Mann, weil er die Opfer vornehmlich in der Nähe des Green River in Salt Lake City deponierte.

Henry – Portrait eines Serienkillers
Foto: iStock / gianluca68

Henry – Portrait eines Serienkillers

Den ersten Mord beging Henry Lee Lucas 1960 an seiner Mutter. Gemeinsam mit seinem Komplizen Ottis Toole verübte der selbsternannte Frauenhasser bis zu seiner Verhaftung zahlreiche blutige Taten. 1998 wurde er vom damaligen Gouverneur von Texas, George W. Bush, begnadigt: Statt der Todesstrafe erhielt Lucas lebenslänglich. 2001 starb er eines natürlichen Todes.

Hillside Stranglers
Foto: IStock / photoquest7

Hillside Stranglers

Kenneth Bianchi und sein Cousin Angelo Buono ermordeten zwischen 1977 und 1979 mindestens zehn Frauen im Alter von 12 bis 21 Jahren. Alle Taten erfolgten nach demselben Schema, wobei die beiden ihre Vorgehensweise von Mord zu Mord perfektionierten. Die Mädchen wurden vergewaltigt, teilweise mit Stromschlägen gefoltert und in den Hügeln Hollywoods deponiert. 1979 wurde Kenneth Bianchi zu 118 Jahren Haft verurteilt.

Nazi im Hippiekleid
Foto: imago / Levine Roberts

Nazi im Hippiekleid

"Helter Skelter" heißt das schon mehrfach ausgezeichnete Werk von Vincent Bugliosi. Auf fast 800 Seiten schildert es die Geschichte von Charles Manson und seinen Anhängern "The Manson Family". Er selbst bezeichnete sich als Anführer, verglich sich mit Adolf Hitler und Jesus Christus in einem Atemzug. Seinen Wahn übertrug er auf seine Anhänger. Prominenteste Opfer seiner Schergen wurden 1969 die Schauspielerin und Roman Polanskis Ehefrau Sharon Tate sowie drei Freunde der Polanskis. An einem der Tatorte fanden Ermittler den in Blut geschriebenen Schriftzug "Helter Skelter" an der Wand. Vierzig bis fünfzig Morde sollen er und seine Gang begangen haben. Vincent Bugliosi war der Staatsanwalt in den Gerichtsprozessen von Charles Manson. Er erzählt detailliert und neutral die unglaublich grausame Geschichte, die schon mehrmals Gesprächsstoff für eine Verfilmung war. Hollywoodreif ist sie auf jeden Fall.

Papa Denke
Foto: iStock / keithbrooks

Papa Denke

1924 fand man bei einer Durchsuchung der Wohnung von Karl Denke in Münsterberg über 420 menschliche Zähne und Knochen sowie drei aus Menschenhaut gefertigte Hosenträger und Schnürsenkel. Karl Denke, auch "Papa Denke" genannt, hatte von 1903 bis 1924 mindestens 31 Menschen geschlachtet, verarbeitet, zum Teil verspeist und das Fleisch auf dem Wochenmarkt angeboten. Noch in der Nacht seiner Verhaftung erhängte er sich in der Zelle.

Son of Sam
Foto: iStock / svedoliver

Son of Sam

Am 29. Juli 1976 erschoss David Berkowitz zwei junge Mädchen in ihrem Auto. In den folgenden zwei Jahren tötete er fünf weitere Menschen und verletzte sieben schwer. Berkowitz – ein überzeugter Satanist – erklärte, dass der Teufel ihm die Taten befohlen habe. Der Serienmörder wurde 1977 gefasst und zu 365 Jahren Haft verurteilt.

The Campus Killer
Foto: Imago / EntertainmentPictures

The Campus Killer

Der charismatische und redegewandte Theodore Bundy ist der bekannteste Serienmörder der Vereinigten Staaten. Von 1974 bis 1978 vergewaltigte Ted Bundy zwischen 35 und 60 Frauen, quälte sie brutal und brachte sie anschließend um. Nach dem Mord zerstückelte er die Leichen und verstreute sie in der Umgebung. Später kehrte er immer wieder an den Tatort zurück, um sich selbst zu befriedigen. Bundy verteidigte sich selbst vor Gericht und gab der Pornoindustrie die Mitschuld an seinen Taten. Viele schätzen die tatsächliche Zahl seiner Opfer auf über 260 Menschen.

The Milwaukee Monster
Foto: iStock / Meplezii Ck

The Milwaukee Monster

Zwischen 1978 und 1991 ermordete Jeffrey Dahmer mindestens 17 Jugendliche auf brutalste Art. Unter den Opfern waren zwei Schwarze – daher wurde auch ein rassistisches Motiv nicht ausgeschlossen. Nachdem er seine Opfer ermordet hatte, missbrauchte er die Leichen, aß Teile von ihnen und dokumentierte seine Taten auf Polaroidfotos. Die Leichenteile bewahrte er im Kühlschrank auf. Auch experimentierte Dahmer mit Bohrungen in die Köpfe seiner noch lebenden Opfer, um sie zu willenlosen Lustsklaven zu machen. 1994 wurde er im Gefängnis von zwei Mithäftlingen erschlagen.