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Die süßeste Versuchung… Erstaunliche Fakten über Schokolade

Die süßeste Versuchung... Erstaunliche Fakten über Schokolade

Kein Lebensmittel hat eine vielseitigere Geschichte als die Schokolade. In ihrer über 4.000 Jahre alten Historie wurde ihr schon magische, heilende, aphrodisierende und euphorisierende Wirkung zugesprochen. Aber was davon ist wahr? Und welche weiteren Geheimnisse verstecken sich unter der verführerischen Oberfläche?
  • Wer ist Weltmeister im Schokolade-Essen?

    Imago/Lindenthaler

    Wer glaubt, die Schweizer hätten die süßeste Versuchung der Welt zuerst entdeckt, irrt. Dennoch ist das kleine Land mehrfacher Rekordhalter bei dem Verzehr von Kakaoprodukten: Pro Kopf vernaschen sie durchschnittlich 12 Kilogramm im Jahr. Mit einem Kilo Abstand folgen die Deutschen. Und damit nicht genug: Die erfolgreichste Schokoladensorte der Welt ist dem Schweizer Chemiker Henri Nestlé zu verdanken: Er entwickelte 1867 ein Verfahren, um Milchpulver herzustellen. Ebenso von Schweizer Hand stammt die Milchschokolade. Der Schweizer Schokoladenfabrikant Daniel Peter kreierte diesen kulinarischen Klassiker.

  • Interessiert Sie die Bohne?

    Imago/Westend61

    Das Herz jeder Schokolade: Kakaobohnen. Die ursprüngliche Heimat des Kakaobaumes ist das Amazonasgebiet, mittlerweile gibt es aber auch Plantagen in Afrika und Asien. In einer Kakaofrucht finden sich zwischen 20 bis 60 Bohnen. Pur verzehrt wären sie alles andere als ein Genuss, denn sie schmecken bitter. Erst durch Fermentation werden sie genießbar – der erste Schritt, bevor sie sich in die verführerische Süßigkeit verwandeln…

  • Was bedeutet „conchieren?“

    Schokoladenmuseum Köln

    In der Schokoladenmanufaktur werden die Kakaobohnen geröstet und gemahlen, dann mit den anderen Zutaten zur Schokoladenmasse vermischt. Schließlich wird die Schokolade conchiert. Das bedeutet, sie wird bei einer Temperatur von 90 Grad Celsius mehrere Stunden gerührt und danach in Formen gegossen und abgekühlt. In einer einzigen Tafel Schokolade stecken bis zu 40 Kakaobohnen. Je höher der Kakaoanteil des fertigen Naschwerks, desto bitterer der Geschmack.

  • Zahlungsmittel Schokolade?

    Imago/Xinhua

    Schokolade gibt es schon seit über 4.000 Jahren in Mittelamerika. Damals wurde sie allerdings weniger als feste Nahrung, sondern bevorzugt als Getränk konsumiert – ähnlich dem heutigen Kakao. Völker wie die Azteken und Mayas verehrten Schokolade als heiliges Getränk und nutzten sie sogar für medizinische Zwecke. Als Zahlungsmittel wurde Schokolade zum flüssigen Gold: Zehn Kakaobohnen waren ein Huhn wert. Für einen Sklaven musste man damals 100 Bohnen investieren. Christoph Kolumbus war der erste Europäer, der Kakao kennenlernte – auf seiner vierten Amerikareise im Jahr 1502. Später nutzte der spanische Konquistador Hernán Cortés Schokolade als Proviant für seine Soldaten, legte eigene Plantagen an und erkannte die Anwendung von Bohnen als Zahlungsmittel. Erst 1544 aber wurden die ersten Kakaobohnen über den Atlantik geschifft und an den spanischen Königshof geliefert. Zunächst war Schokolade ein Luxus, der den Reichen vorbehalten blieb.

  • Zugkräftiges Argument für Naschkatzen

    Imago/Xinhua

    In diesem 34 Meter langen Zug aus Schokolade stecken 784 Arbeitsstunden und 1.285 Kilo feinster belgischer Schokolade. Der Aufwand hat sich gelohnt: Das Kunstwerk eines maltesischen Süßwaren-Künstlers wurde als größte Skulptur aus Schokolade in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen.

  • Wer war die prominenteste Naschkatze?

    Imago/Westend61

    Johann Wolfgang von Goethe war dem Weingenuss sehr zugetan. Doch der deutsche Dichterfürst frönte einem weiteren Laster. Er ließ sich auch von Schokolade gern verführen. Goethe soll keine Reise ohne seine süße Wegzehrung unternommen haben. Hatte er seine Vorräte aufgebraucht, ließ er sie eiligst nachschicken. Das abgebildete Denkmal zu Ehren der weltbekannten Naschkatze steht in Leipzig an passender Stelle – am Naschmarkt.

  • Was ist die teuerste Schokolade?

    Imago/Andreas Weihs

    Es gibt eine Pralinenart, die so selten ist, dass jedes Exemplar eine eigene Seriennummer hat. Der dänische Chocolatier Fritz Knipschildt kreierte die teuerste Trüffel-Praline der Welt. Außen besteht sie aus hochwertiger Schokolade, im Inneren verstecken sich echte französische Perigord-Trüffelspitzen. Die erlesenen Zutaten katapultieren den Preis pro Stück auf stolze 250 Dollar. Nachdem für Popstars das Beste gerade gut genug ist, setzte Madonna noch einen drauf: Anlässlich ihres Geburtstags wurde ein Exemplar mit dem Initial „M“ hergestellt. Eine Sonderanfertigung, die sich der Luxus-Süßigkeitenexperte Einiges kosten ließ.

  • Was ist so besonders an diesem Foto?

    Imago/Steffen Schellhorn

    Auf den ersten Blick scheint an diesem Zimmer nichts ungewöhnlich zu sein. Die Kuriosität: Abgesehen von der Dame, die im Hintergrund mit größter Vorsicht putzt, besteht das komplette Mobiliar in dem Raum aus Schokolade. Besuchen kann man das Schokoladenzimmer im Halloren Schokoladenmuseum in Halle an der Saale.

  • Gibt es eine Messe, nur über Schokolade?

    Salon du Chocolat/Nicolas Rodet

    Der Salon du Chocolat ist die größte Schokoladenmesse der Welt, die normalerweise in Metropolen wie Paris, New York, London und Tokio stattfindet. Vom 14. bis 16. November 2014 feierte der Event seine Deutschlandpremiere auf der Koelnmesse. Die dreitägige Messe zeigt, was alles aus Kakaobohnen entstehen kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und erfüllt nicht nur die Träume von Modedesignern. Neben kulinarischen Kreationen hat auch die Modewelt die kleinen braunen Bohnen für sich entdeckt. Die Fashionshow mit Kleidern aus dem braunen „Süßstoff“ ist seit Jahren das Highlight des internationalen Events.

  • Hat braune Schokolade mehr Kalorien als weiße?

    Imago/Westend61

    Schokolade gilt als wahre Kalorienbombe. Doch spielt es eine Rolle, ob man eine weiße oder dunkle Tafel wählt? Tatsächlich fällt es im wahrsten Sinne ins Gewicht, welche Farbe die süße Speise hat. 100 Gramm weiße Schokolade hat durchschnittlich rund 540 Kalorien. Die gleiche Menge Vollmilchschokolade kommt auf 530 Kalorien, bei Zartbitter sind es sogar lediglich 490. Das liegt an dem erhöhten Anteil an Kakaobutter, der die weiße Pracht zur süßen Sünde macht.

  • Sind das Standuhren oder Schuhschränke?

    Schokoladenmuseum Köln

    Die Antwort auf diese Frage: weder noch! Während heutige Snack-Automaten die nüchterne Sachlichkeit eines Kühlschranks ausstrahlen, verführten die Designobjekte in der goldenen Ära der Schokoladenautomaten mit liebevollen Details. Das Auge isst schließlich mit. Zu sehen sind diese Exponate im Schokoladenmuseum Köln.

  • Macht Schokolade wirklich glücklich?

    Imago/Lindenthaler

    Schokolade zum Frühstück als Seelentröster? Daran glauben nicht nur die Drehbuchautoren von „Bridget Jones“. Bereits die Azteken waren davon überzeugt, dass der Verzehr glücklich macht. Tatsächlich enthält die Kakaobohne ein Glückshormon namens Phenylethylalanin, das Rauschmittel Anandamid sowie Stimulanzien wie Koffein und Theobromin. Der ebenfalls enthaltene Eiweißbaustein Tryptophan kurbelt, wenn er im Körper abgebaut wird, die Produktion des euphorisierenden Hormons Serotonin an. Eine Tafel Schokolade macht deshalb aber noch lange nicht fröhlich. Die enthaltene Dosis der Glücklichmacher ist zu gering. Gleiches gilt für die Theorie, Schokolade wäre ein Aphrodisiakum. Schokolade-Fans ist das egal, denn ob Placebo-Effekt oder echte Wirkung: Viele Menschen finden Trost in einer Schokoladentafel. Psychologen erklären sich dieses Phänomen damit, dass der Verzehr süße Kindheitserinnerungen weckt.

Kein Lebensmittel hat eine vielseitigere Geschichte als die Schokolade. In ihrer über 4.000 Jahre alten Historie wurde ihr schon magische, heilende, aphrodisierende und euphorisierende Wirkung zugesprochen. Aber was davon ist wahr? Und welche weiteren Geheimnisse verstecken sich unter der verführerischen Oberfläche?

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