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Umweltbelastung

Mikroplastik aus der Atmosphäre: Wie es Meer und Klima schadet

Mikroplastik in der Arktis

Mikroplastik schadet der Atmosphäre: Plastikbecher am Strand

Forschende haben in der Atmosphäre Mikroplastik gefunden. Auch in Lungen lebender Menschen. Welche Auswirkungen hat das auf uns, das Klima und was hat der Wind damit zu tun?

Ein Beitrag von Luca Hartmann

Mikroplastik schadet der Atmosphäre: Plastikbecher am Strand
RK1919/Envato

Das Plastik gelangt unter anderem durch illegalen Müll in die Ozeane.

Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass selbst in den entlegensten Stellen, wie in der Arktis und Antarktis, Mikro- und Nanoplastik nachgewiesen werden kann. Dies hat erhebliche Folgen für unsere Umwelt, das Klima und unseren Körper. Der steigende Plastikkonsum und die Erkenntnis, dass Wind Plastik noch schneller als Wasser transportiert, verstärken die Besorgnis.

In unserem Körper ist Mikroplastik

Forschende fanden Mikroplastik außerdem in 11 von 13 Lungen lebender Menschen. Sogar im unteren Lungenbereich, in dem es bisher nicht vermutet wurde. Nicht nur, dass die kleinen Plastikteilchen im unteren Teil der Lunge entdeckt wurden, auch die Größe hat die Wissenschaftler überrascht. Welche gesundheitlichen Folgen das für uns Menschen hat, ist bislang noch unklar. Aber nicht nur in Lungen, sondern auch im Blut oder sogar im Gehirn kann Plastik nachgewiesen werden. Allergien und Fettleibigkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit, Krebs und Herzerkrankungen können daraus folgen. Auch hier sind die Forschungen noch lange nicht abgeschlossen. 

Wie die Plastikteilchen dem Klima schaden

Obwohl diese Plastikteilchen oft sehr klein sind, haben sie einen enorm großen Einfluss auf das Ökosystem. Denn wenn sich dunkle Partikel im Schnee und Eis ablagern, kann das Sonnenlicht nicht mehr so gut reflektiert werden. Das Eis schmilzt somit schneller. Je dunkler der Ozean wird, desto mehr Sonnenlicht wird absorbiert. Demzufolge erhitzen sich die Meere und die Erde immer schneller.

Wind verteilt Plastik noch schneller als die Meere

„Luft ist ein viel dynamischeres Medium als Wasser“, sagt Dr. Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut. Daher verbreiten sich die kleinen Teilchen durch die Luft viel schneller als durch die Meere. So gelangen sie innerhalb von Tagen selbst an die entlegensten Stellen.

Woher das Plastik stammt

Das Plastik kommt von uns Menschen. Es gibt verschiedene Wege, über das Plastik unter anderem in die Antarktis gelangt. Ein großer Teil wird über die Meere transportiert. Das Plastik gelangt unter anderem durch die Fischerei oder illegalen Müll in die Ozeane. Es verteilt sich ebenfalls durch die Luft, zum Beispiel aus den Industrie-Abgasen oder Partikel aus Reifen- und Bremsabrieb vom Straßenverkehr.

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