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Psychopathen

Meister der Manipulation: Wie kann ich andere kontrollieren?

Meister der Manipulation: Wie kann ich andere kontrollieren?

Psychopathen sind erstklassig darin, andere nach ihren Wünschen zu lenken. Welche Charakterzüge sind dafür entscheidend und welche Codes nutzen sie? Nur wer die Manipulationsmuster erkennt, kann sich dagegen schützen.

Du könntest 20 Jahre lang mit einem Psychopathen verheiratet sein, ohne je zu wissen, wie er wirklich tickt“, sagt der US-Psychologe Paul Babiak. Wie das möglich ist? Psychopathen verbergen ihre dunkle Seite hinter Lügen, Charme und Manipulation. Schritt eins: Sie entschlüsseln Mimik und Körpersprache und wissen instinktiv, wie sich ihr Gegenüber fühlt. US-Forscher haben entdeckt, dass Psychopathen schon anhand der Gangart erkennen können, ob jemand als Kind missbraucht wurde – und somit potenziell schwächer ist als andere Menschen. Schritt zwei: Psychopathen bewegen sich auf der Ebene des Opfers. Obwohl sie kein Mitgefühl empfinden, können sie es vortäuschen. So nutzen sie die Bedürfnisse des Opfers aus, um es in ihre eigene Richtung zu lenken. Schritt drei: Psychopathen schalten ihren Charme ein. So merkt man nicht, dass man zum Opfer wird. Wer die Muster durchschaut, kann sie abwehren und den Spieß umdrehen.

Die Geheimtricks der Manipulation

Der Kontrast-Code:

Der Manipulator überredet jemanden zu einem Gefallen, indem er das Gewünschte als das kleinere Übel darstellt. Beispiel: Ein Psychopath will einen Tag Urlaub nehmen. Statt nur um einen Tag zu bitten, verlangt er eine Woche. Lehnt der Chef den Antrag ab, stehen die Chancen für den einen Tag trotzdem gut. Der Chef fühlt sich großzügig, wenn er dem „Kompromiss“ zustimmt – der Manipulator bekommt, was er will.

Der Pacing-Code:

Psychopathen spiegeln die Aussagen des anderen. Man fühlt sich verstanden. Als engster Vertrauter lenkt der Psychopath das Opfer mit „gut gemeinten“ Ratschlägen wie eine Schachfigur. Für diese Taktik muss er alles über das Opfer wissen. Schon eine falsche Behauptung kann das Spiel auffliegen lassen.

Der Lügen-Code:

Ein Psychopath sagt seinem Gegenüber, was nötig ist, um es zu manipulieren. Da er Gefühle gut vorgaukeln kann, ist er auch überzeugend. Er übertreibt bei seinen Behauptungen nicht und bleibt stets gelassen. Für angstfreie Psychopathen ist Lügen so einfach wie Spazierengehen – kein Wunder: Sie tun es ständig.
Der Zensur-Code:

Der Psychopath manipuliert eine andere Person, indem er sie von sich abhängig macht. Ein Beispiel: Ein psychopathischer Angestellter will die Handlungen eines neuen Kollegen steuern. Schritt eins: Der Psychopath verhindert, dass sein Opfer Informationen aus anderen Quellen erhält als von ihm selbst. Er zensiert den Input des Kollegen, indem er andere Mitarbeiter in ein schlechtes Licht rückt. Sie hätten über den „Neuen“ gelästert, sie trauten ihm nichts zu. Schritt zwei: Der Psychopath präsentiert sich als charmanten Retter. Nur ihm kann der Neue wirklich vertrauen. Schritt drei: Jetzt beginnt er seinen Kollegen zu steuern. Der Trick: Der Psychopath erteilt dem Opfer „gut gemeinte“ Ratschläge, die nur seinen eigenen Interessen dienen und den Neuen in den Ruin treiben.

Diese Manipulation hört sich einfach an, doch in Wahrheit ist sie eine Kunst. Wie viele Leute würden es schaffen, all ihre Kollegen zu hintergehen, ohne dabei erwischt zu werden? Nur jemand, der skrupellos und charmant ist. 

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