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Innovative Therapien: Nanomedizin für ein längeres Leben?

Innovative Therapien: Nanomedizin für ein längeres Leben?

Der technische Fortschritt der letzten Jahrtausende hat dazu geführt, dass wir Menschen immer älter werden. Die wohl fortschrittlichste Entwicklung der letzten Jahre findet sich dabei im Bereich der Nanomedizin. Was steckt dahinter?

Schon zu Zeiten der alten Ägypter versuchten erste Gelehrte, Krankheiten durch medizinische Behandlungen zu bekämpfen. Auch heute noch führen Mediziner und Wissenschaftler den Kampf gegen jegliche Arten von Krankheiten. Die Entwicklung neuer Instrumente steht dabei im Fokus, neuartige Behandlungsmöglichkeiten umzusetzen. Vor allem die Nanomedizin könnte dazu beitragen, dass mehr Krebspatienten ihre Krankheit besiegen.

Was bedeutet Nanotechnik für die Medizin?

Die Nanomedizin ist ein Forschungsgebiet, das auf Materialien im Nano-Bereich zurückgreift. Sie ermöglicht neuartige Eigenschaften in unterschiedlichen medizinischen Prozessen. Mit den winzig kleinen Materialien können die Mediziner so neue Behandlungsmethoden vielfältiger Erkrankungen erforschen und umsetzen. Insbesondere schwer erreichbare Regionen im Inneren des Körpers können durch Nanopartikel in Zukunft effektiver behandelt werden.

Bereits seit einigen Jahren wird zur Behandlung von Erkrankung auf Nanomedikamente gesetzt, die möglichst weit und zentriert ins Gewebe eindringen. Somit können kleine Bereiche im Körper erreicht und behandelt werden, ohne umliegendes Gewebe durch das verabreichte Präparat zu beschädigen. Ausschlaggebend für die erfolgreiche zentrale Behandlung, beispielsweise von Tumoren, ist die Größe der Nanoteilchen. Körpereigene Barrieren sind für sie kaum zu durchdringen, wodurch das Risiko, dass sie sich im Körper verteilen, sehr gering ist. Somit wird die punktuelle Behandlung gewährleistet, ohne den Organismus dadurch dauerhaft zu schädigen.

Nanomedizin nimmt den Kampf gegen den Krebs auf

Krebs gilt heutzutage als eine der schwerwiegendsten Krankheiten. Allein in Deutschland liegt die Zahl der Neuerkrankungen jährlich bei etwa 480.000 Menschen, weltweit sogar bei über zehn Millionen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass fast jeder eine ihm nahe stehende Person kennt, die bereits an Krebs erkrankt ist. Mit Blick auf diese Daten, stellen sich viele die Frage, warum die Zahl der Neuerkrankungen trotz voranschreitenden medizinischen Möglichkeiten nicht sinkt. In erster Linie liegt dies daran, dass die Ursachen für Krebs teilweise unerforscht sind oder gar nicht erst verhindert werden können. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Zahl der Neuerkrankungen in den nächsten Jahrzehnten sogar deutlich steigt. Die Ursache hierfür ist die stetig älter werdende Bevölkerung. Aus diesem Grund konzentriert sich die Medizin primär darauf, Krebs zu behandeln. Ein neuer Hoffnungsschimmer im Kampf gegen den Krebs scheint im Bereich der Nanomedizin gefunden worden zu ein. Eine innovative Behandlungsmethode könnte zukünftig auch denen Hoffnung machen, die an inoperablen Tumoren beispielsweise im Gehirn leiden.
 

Viele renommierte Kliniken und Institute forschen heutzutage weltweit an der Entwicklung sowie der Weiterentwicklung der Nanomedizin. Viel Hoffnung setzt man dabei derzeit auf das deutsche Unternehmen MagForce, das mit seiner NanoTherm Therapie in Zukunft schwer zugängliche Tumore im Gehirn bekämpfen will. Mithilfe kleinster Nanopartikel sollen Krebszellen künftig von Innen getötet oder geschwächt werden können, ohne die körperliche Belastung des Patienten zu erhöhen. Dieser Punkt ist für die Entwicklung im Bereich der Krebsforschung von äußerster Bedeutung, da Behandlungen wie die Chemotherapie den Körper deutlich schwächen und nicht selten in Kombination mit der Erkrankung zum Tod führen.

Da die Forschung im Bereich der Nanomedizin sehr kostspielig ist, war das Unternehmen auf externe Hilfe angewiesen. Entwicklungserfolge sowie Erfolgschancen der neuartigen Therapien ermöglichten jedoch, dass das Projekt zeitnah umgesetzt wurde. Mittlerweile befindet es sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Investoren, wie beispielsweise die Apeiron Investment Group, das Family Office des deutschen Unternehmers und Investors Christian Angermayer, machten die Forschungen von MagForce möglich. Ebenfalls an Bord ist der legendäre Silicon Valley Investor Peter Thiel. Da die MagForce auch im Rahmen eines Börsenganges Geld aufgenommen hat und jetzt börsennotiert ist, können sich auch Privatanleger beteiligen und somit auch von den wirtschaftlichen Potentialen der neuen Therapie profitieren.

Wie funktioniert die Therapie?

Hauptbestandteil dieser innovativen Therapie sind magnetische Nanopartikel, die direkt in den Gehirntumor eingebracht werden. Die Nanopartikel bestehen dabei aus Eisenoxid und einer Hülle aus Aminosilanen und messen lediglich 15 Nanometer. Ein magnetisches Wechselfeld erwärmt die Partikel nach ihrer Einbringung, indem sie sie in Schwingung versetzt. Um dies zu erreichen, wechselt das Magnetfeld, welches durch den sogenannten NanoActivator gesteuert wird, bis zu 100.000 Mal pro Sekunde seine Polarität. In Folge dieser Erwärmung werden die umliegenden Krebszellen angegriffen. Das Resultat teilen Experten dabei in zwei unterschiedliche Stadien ein. Greift die Behandlung besonders effektiv, werden die Krebszellen irreparabel geschädigt und sterben ab. Zellen, die durch die Erwärmung lediglich beschädigt werden, sind anschließend deutlich anfälliger für weiterführende Behandlungen in Form von Radio- oder Chemotherapien. Zudem bleiben die Partikel über einen längeren Zeitraum im Bereich des Tumors. Wiederholte Behandlungen der vom Tumor befallenen Stelle werden somit möglich, ohne die Nanopartikel zu jeder Sitzung neu injizieren zu müssen

Während Hirntumore bislang zu den schwerwiegendsten Krebserkrankungen zählten, könnte die neue Therapiemöglichkeit dazu beitragen, dass die Chancen auf eine vollständige Genesung deutlich steigen. Besonders die Tatsache, dass Operationen am offenen Gehirn vielleicht zukünftig überflüssig werden, trägt zu den Erfolgschancen der Behandlung bei. Da der Tumor im Verlauf der Therapie von innen heraus bekämpft werden kann, ohne dass ein direkter Eingriff mittels medizinischer Instrumente notwendig ist, sinkt das Risiko auf Beschädigungen des umliegenden gesunden Gewebes. Betroffene können sich umfassend auf der Website von MagForce informieren. Einen guten Einblick in die Wirkungsweise gibt dieses Youtube-Video.

Da die Entwicklung sowie die Herstellung der Geräte relativ kostspielig ist, ist die Therapie bislang noch nicht flächendeckend möglich. Immerhin konnten bundesweit bislang fünf Geräte – NanoActivator genannt – installiert werden, sodass eine Behandlung mittlerweile in Berlin, Köln, Frankfurt, Kiel sowie Münster möglich ist. Zeitnah sollen weitere europäische Städte dazukommen. Aufgrund der permanenten Forschung sowie der tatkräftigen Beteiligung finanzstarker Investoren dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Nanomedizin weitere großartige Fortschritte macht, um auch den gefährlichsten Erkrankungen Herr zu werden. Die derzeitigen Entwicklungen zeigen in jedem Fall deutlich, wie wertvoll die Nanomedizin in Zukunft für den Menschen sein wird.

Der technische Fortschritt der letzten Jahrtausende hat dazu geführt, dass wir Menschen immer älter werden. Die wohl fortschrittlichste Entwicklung der letzten Jahre findet sich dabei im Bereich der Nanomedizin. Was steckt dahinter?

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