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Projekt "Vector"

Europa unabhängig von Import kritischer Rohstoffe machen

Effizient und unabhängig

Vater und Sohn mit einem kleinen Miniaturwindrad

Die grüne Wende muss gelingen. Die digitale auch. In Europa stehen die Chancen darauf nicht gut. Die EU importiert aktuell 80 Prozent der Industrierohstoffe, die für erneuerbare Energien und digitale Technologien nötig sind. Das soll und muss sich ändern. Das Projekt „Vector“ setzt sich für eine Verbesserung der Effizienz bei der Erkundung von Rohstoffen in Europa ein.

Vater und Sohn mit einem kleinen Miniaturwindrad
Envato Elements / RossHelen

Das Potenzial an Rohstoffen zur Herstellung hochmoderner Technologien,, die auch in Windturbinen verbaut werden, ist in Europa vorhanden.

Ein Bericht der Europäischen Kommission über kritische Rohstoffe vom September 2020 empfiehlt einen verstärkten Abbau von Schlüsselrohstoffen in der EU. Die Kommission stuft Rohstoffe als kritisch ein, wenn sie eine entscheidende wirtschaftliche Bedeutung haben, aber nicht zuverlässig innerhalb der EU abgebaut werden können.“ Aber: Das Potenzial an Rohstoffen zur Herstellung hochmoderner Technologien, die auch in Elektroautos oder Windturbinen stecken, sei vorhanden.

Das Rohstoffpotenzial Europas erschließen

Dr. Richard Gloaguen ist Projektkoordinator am Helmholtz-Institut Freiberg (HIF) für Ressourcentechnologie am HZDR. „Es besteht ein dringender Bedarf an umweltfreundlichen und minimalinvasiven Explorationsmethoden, um neue Lagerstätten zu identifizieren“, sagt Gloaguen und verspricht: „Mit ,Vetor‘ werden wir neue Erkenntnisse über technische und soziale Hindernisse gewinnen, um das Rohstoffpotenzial Europas zu erschließen und die Widerstandsfähigkeit der EU-Rohstoffversorgungsketten zu verbessern.”

Ein übergeordnetes Ziel von „Vector“ sei es, evidenzbasiertes und frei zugängliches Wissen bereitzustellen, „das die wissenschaftlichen und sozialen Aspekte der Rohstofferkundung und des Bergbaus integriert.“ Das HIF als Projektkoordinator will sich auf den Aspekt der Datenintegration und des maschinellen Lernens konzentrieren. Innovative, quelloffene 3D-Modellierungsmethoden sollen auf der Grundlage von Geologie, Geochemie und Geophysik entwickelt werden.

Plattform zur Visualisierung integrierter Geo- und Sozialdaten

„Mit den 3D-Modellen werden wir verbesserte Pläne zu Mineralvorkommen erstellen, um die Mineralisierungspfade genauer zu definieren“, sagt Gloaguen. Das HIF werde interaktive Karten mit den wichtigsten Parametern erstellen, die eine soziale Akzeptanz beeinflussen. Außerdem „wird das HIF eine interaktive Plattform für die Visualisierung integrierter Geo- und Sozialdaten schaffen, um sowohl die Entscheidungsfindung als auch die Ausbildung von politischen Entscheidungsträgern, der Industrie und der Öffentlichkeit zu unterstützen“, sagt Gloaguen über die HIF-Forschungsarbeit.

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