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Welches berühmte Nazi-Schlachtschiff hält bis heute die Hoheit auf See?

Der Untergang der "Bismarck"

Moskwa“ galt als das wichtigste Kriegsschiff der russischen Marine. Im Angriffskrieg auf die Ukraine ist der  Raketenkreuzer am 14. April 2022 gesunken. Der Stolz der deutschen Kriegsmarine war die „Bismarck“. Das Schlachtschiff der gleichnamigen Schiffsklasse wurde im zweiten Weltkrieg von der Royal Navy versenkt.

Die „Bismarck“ gilt als das mächtigste Schlachtschiff des Zweiten Weltkriegs. Aber ein  Funkspruch durch Admiral Günther Lütjens verrät die Position der Deutschen an die Briten. Es war das Todesurteil der „Bismarck“ und der Untergang von Hitlers See-Macht.

Als am frühen Morgen des 24. Mai 1941 südwestlich von Island die „Bismarck“ auf die „HMS Hood“ trifft, ist die Anspannung beinahe mit den Händen greifbar. Es geht um die Vormachtstellung im Nordatlantik. Das größte Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine trifft auf das Flaggschiff der britischen Royal Navy – und beide Seiten wissen: Nur ein Schiff wird diesen Tag überstehen.

Dritte Salve der Bismarck ist ein Volltreffer

Die Briten eröffnen das Feuer um 5:52 Uhr. Drei Minuten vergehen, ehe die Deutschen zurückschießen. Dann geht alles schnell: Schon die dritte Salve der „Bismarck“ ist ein Volltreffer. Die fünfte Salve reißt die „HMS Hood“ regelrecht in Stücke. Sechs Minuten später sinkt der Stolz der britischen Kriegsmarine auf den Grund. 1418 Seeleute sterben.

Nach der vernichtenden Niederlage der „HMS Hood“ befindet sich die britische Marineführung zunächst in einer Schockstarre. Doch schnell wird klar: Auch die „Bismarck“ ist beschädigt.

Verräterischer Funkspruch

Während der 250-Meter-Gigant mit leichter Schlagseite in Richtung des von Deutschland besetzten Frankreich navigiert, zieht die Royal Navy alle Register: 5 große Schlachtschiffe, 2 Schlachtkreuzer, 2 Flugzeugträger, 13 Kreuzer, 33 Zerstörer und 8 U-Boote nehmen die Verfolgung des deutschen Schlachtschiffs auf.

Tatsächlich wäre die „Bismarck“ ihren Verfolgern  beinahe entkommen. Doch nachdem Kapitän zur See Ernst Lindemann das britische Geschwader mit einem riskanten Wendemanöver erfolgreich abgehängt hatte, bricht der ebenfalls an Board mitfahrende Admiral Günther Lütjens die Funksperre. Sein Anruf im allgemeinen Marine-Hauptamt  ermöglicht es britischen Ortungsexperten, die Position der Bismarck erneut zu bestimmen. Die Briten kreisen das deutsche Schlachtschiff ein. Kurz darauf trifft ein Torpedo die „Bismarck“ am Ruder.

Es ist ihr Todesurteil: Drei Tage nach dem Untergang der „HMS Hood“ wird die manövrierunfähige „Bismarck“ in einem 90-minütigen Gefecht südwestlich von Irland mit 2876 Schiffsgranaten und 11 Torpedos „zusammengeschossen“ – und sinkt auf den 4800 Meter tiefen Grund des Atlantiks. 2104 Menschen sterben.

Historische Einordnung

Für viele Historiker markiert der Untergang der Bismarck das Scheitern von Hitlers Seekriegsplänen – und somit einen entscheidenden Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Eine schwere deutsche Kriegsmarine existiert nach diesem Tag praktisch nicht mehr. Und nur vor diesem Hintergrund konnten die Alliierten drei Jahre später eine Invasion des europäischen Festlands riskieren, die wir heute als D-Day kennen.

78 Jahre später stehen die Koordinaten 48° 10‘ Nord, 16° 12‘ West immer noch für einen wichtigen Ort der deutschen Geschichte – so wichtig, dass das Wrack der Bismarck fast fünf Kilometer unter dem Meeresspiegel auf den Seekarten als deutsches Hoheitsgebiet eingestuft wird.

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