Frage der Woche

Wie entsteht Nebel?

Nebel ist der natürliche Feind der Fernsicht. Doch was passiert wirklich, wenn wir die Hand vor Augen nicht mehr sehen?

Nebel

© Imago/Xinhua

Die weiß-grauen Nebelschwaden über der morgendlichen Landschaft sind nichts anderes als Wolken in Bodennähe. Wir geben ihnen nur einen eigenen Namen, weil wir uns im Inneren der Wolke aufhalten, statt wie üblich darunter.

Nebel entsteht aus Wasserdampf, der in der Luft enthalten ist. Wird die Menge an Wasserdampf zu groß, gibt ihn die Luft als eine Art Ballast wieder ab. Dabei binden sich die vorher frei in der Luft umherschwirrenden Wassermoleküle an mikroskopisch kleine Staubkörnchen, die ebenfalls durch die Luft schweben. Diesen Prozess nennt man Kondensation.

Sichtbare Wassermoleküle

Millionen dieser winzigen schwebenden Wassertröpfchen nehmen uns als Nebel die Sicht. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf speichern als warme. Die Folge: Nebel bildet sich vor allem im Herbst und zu Beginn des Frühlings. Tagsüber erwärmt sich in diesen Jahreszeiten die Luft und nimmt eine relativ große Menge Wasserdampf auf. Doch in den langen Nächten kühlt sie sich wieder stark ab. Der Wasserdampf kondensiert und wird zu Nebel.

Im Sommer sind die Nächte dagegen kurz. Die Luft bleibt warm, und der gespeicherte Wasserdampf muss nicht abgegeben werden. Manchmal kühlt sich der Boden im Winter über großen Flächen so stark ab, dass riesige Nebelgebiete entstehen, die tagelang anhalten können. Erst, wenn die Sonne die Luft erwärmt, können die Wassermoleküle wieder frei und unsichtbar durch die Luft schwirren. Darum sagt eine alte Bauernregel: Wenn die Sonnenkraft am Morgen den Nebel kann vertreiben, wird das schöne Wetter bleiben!

Das könnte Sie auch interessieren