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Alltagswissen

Bekommen wir durch die Fensterscheibe einen Sonnenbrand?

Gerade helle Hauttypen müssen sich jetzt im Sommer vor der gefährlichen UV-Strahlung schützen. Aber muss man auch im Auto oder Büro Sonnenschutzcreme auftragen, wo uns möglicherweise eine Glasscheibe Schutz bietet?

© iStock-Halfpoint

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Ein einziger Sonnenbrand kann unser Hautbild unwiderruflich schädigen. Denn die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV-Strahlung) schädigt die DNA unserer Hautzellen nachhaltig. Daher empfehlen Hautärzte gerade hellhäutigen Menschen, sich mit Sonnenschutzcreme einzuschmieren, um Hautkrebs vorzubeugen. Viele vernachlässigen jedoch genau das, wenn sie sich im Auto oder Büro befinden, da sie davon ausgehen, dass sie durch die Fensterscheibe keinen Sonnenbrand bekommen. Stimmt das oder ist der vermeintliche Scheibenschutz nur ein Mythos? 

Es gibt drei Arten von Strahlung

Insgesamt gibt die Sonne drei verschiedenen Arten von Strahlung ab: UVA, UVB und UVC. Alle drei gehören zu den Karzinogenen – sprich, sie können Krebs hervorrufen. Da die UVC-Strahlung, größtenteils von unserer Erdatmosphäre absorbiert wird, sind nur die UVA- und UVB-Strahlung schädlich für den Menschen. Einen Sonnenbrand verursachen hauptsächlich die UVB-Strahlen. Sie sind energiereicher als die UVA-Strahlen, dringen jedoch nur in die Oberhaut ein. Dort sorgen sie dafür, dass sich die Hornhaut verdickt und sich Zellen bilden, die Hautkrebs auslösen können. Den Nebeneffekt des leicht gebräunten Teints nehmen viele jedoch dafür in Kauf.

Die UVA-Strahlen haben zwar weniger Energie, dringen aber tiefer in die Haut ein. Erst bei der Lederhaut ist Endstation. Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass lediglich die UVB-Strahlen für den gefährlichen Hautkrebs verantwortlich sind. Doch das ist falsch: UVA-Strahlen in hoher Dosierung können für die Bildung von schwarzem Hautkrebs verantwortlich sein. 

Schirmt Glas die gefährliche Strahlung ab?

UV-Strahlen sind also gefährlich für unsere Haut – aber wie ist ihre Wirkung durch eine Scheibe? Heute weiß man, dass Sonnenstrahlen durchaus auch durch Glas hindurch ihre Wirkung entfalten können. Das beste Beispiel dafür sind farbige Kleidung oder Accessoires, die hinter Schaufensterscheiben mit der Zeit deutlich verblassen. Verantwortlich dafür sind die ultravioletten Anteile im Licht, die eben auch durch die Scheibe biologisch aktiv sind.

Allerdings ist es so, dass die UVB-Anteile im Licht durch eine Glasscheibe nahezu vollständig absorbiert werden. Lediglich UVA-Strahlen können durch eine Fensterscheibe hindurchtreten. Man geht davon aus, dass rund 60 Prozent der UVA-Anteile im Sonnenlicht eine Scheibe durchdringen. Treffen diese lange genug auf die Haut, können sie den gleichen Schaden anrichten wie Sonnenlicht, welches im Freien auf die ungeschützte Haut trifft. Das gilt für herkömmliche Fensterscheiben ebenso wie für Autoglasscheiben. Einen Beweis bieten selbsttönende Sonnenbrillengläser: Denn diese reagieren auf UV-Strahlen und verdunkeln sich auch, wenn man Auto sitzt. 

Welcher Schutz ist möglich?

Ob mit oder ohne Scheibe gilt: Wer verhindern will, einen Sonnenbrand zu bekommen, sollte entsprechende Vorkehrungen treffen. Lange Kleidung, ein Sonnenschirm oder Sonnencremes mit dem entsprechenden Lichtschutzfaktor. Wer im Büro einen Fensterplatz hat, kann seine Scheibe auch mit Hilfe von speziellen Sonnenschutzfolien präparieren. Auch Autofahrer, die auf Nummer sicher gehen wollen, können sich solch eine Folie an die Autoscheiben anbringen.
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