Als Geldwäsche bezeichnet man das „Reinigen“ von „schmutzigem“ Geld, was beispielsweise aus illegalen Aktivitäten wie Erpressungen, Drogengeschäften oder Diebstählen stammt. Vermögen, was durch solch illegale Aktionen erworben wurde, kann nicht einfach bei der Bank eingezahlt werden. Es würde Aufmerksamkeit erregen, wenn ein schlecht verdienender oder sogar offiziell arbeitsloser Berufskrimineller regelmäßig oder auch auf einen Schlag über größere Gelbeträge verfügt. Die Bank würde nach der Herkunft fragen und die Polizei informieren.
Geld in Umlauf bringen
Je nach Höhe des Gelbetrages werden hierzu von den Gangstern verschiedene Schritte eingeleitet:
Handelt es sich nur um einige hundert bis maximal 1000 Euro, zahlen Verbrecher meist so viel wie möglich in Bar. Besonders gut besuchte Geschäfte, wie Supermärkte oder Kaufhäuser mit viel Kundschaft sind gut geeignet, um das schmutzige Geld in Umlauf zu bringen.
Größere Geldbeträge werden oft in Elektrogeräte, Kunst oder Sammlerstücke gesteckt, also Dinge, die im Notfall schnell wieder umgetauscht oder zu Geld gemacht werden können. Geld, welches aus einem Bankraub stammt, also abgezählt und nummeriert ist, lässt sich ebenfalls durch diese Taktik in Umlauf bringen. Kasinobesuche werden ebenfalls oft dazu benutzt, ergaunertes Geld loszuwerden.
Im Wandel der Zeit
Durch die Verbreitung des Internets, wurden auch die Möglichkeiten für kriminelle Machenschaften erhöht zum Beispiel mit Kryptowährungen oder auch das Online-Banking bei ausländischen Banken: Diese stehen oft deutlich weniger unter Finanzaufsicht und werden gerne genutzt, um Geld über Scheinfirmen auf Privatkonten zu transferieren.