„Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.“ Die Passage aus dem Buch der Offenbarung, in dem Johannes die nahende Apokalypse beschreibt, ist eine der rätselhaftesten und zugleich umstrittensten Stellen der gesamten Bibel.
War es ein römischer Kaiser?
Von Kaiser Hadrian bis Nero, dem Christenverfolger, wurden viele Namen gehandelt, nachgewiesen werden konnte aber keiner – bis jetzt. Denn Professor Hans Taeuber von der Universität Wien bringt nun einen völlig neuen Namen ins Spiel. „Der Kontext legt tatsächlich nahe, dass es sich um einen römischen Kaiser handelt“, erklärt Taeuber, der die Zahl 666 für ein sogenanntes isopsephisches Rätsel hält: Dabei wird jedem Buchstaben des griechischen Alphabets ein Zahlenwert zugeordnet. Addiert man die Zahlenwerte, aus denen ein Name besteht, ergibt sich eine Summe, anhand derer sich für Eingeweihte der Name erschließen lässt. Taeuber und sein Team konnten nun mithilfe eines Computerprogramms errechnen, welche Namen antiker Persönlichkeiten die Quersumme 666 ergeben — und stießen dabei auf Marcus Ulpius Traianus, bekannt als Kaiser Trajan (53–117 n. Chr.).