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Forschung

Vitamin D hilft gegen Krebs: 130.000 Tote weniger pro Jahr

130.000 Krebstote weniger dank Vitamin D

Vitamin D hilft gegen Krebs: Vitamin-D-Kapseln und Vitamin-D-haltige Lebensmittel

Vitamin D hilft gegen Krebs: Das weiß die Wissenschaft erst seit einigen Jahren. Viele Menschen verbinden Vitamin-D-Mangel mit Abgeschlagenheit und Knochenerkrankungen. Doch das Vitamin, das in Wirklichkeit ein Hormon ist, kann noch viel mehr.

Vitamin D hilft gegen Krebs: Vitamin-D-Kapseln und Vitamin-D-haltige Lebensmittel
Microgen/Envato

An Vitamin D reiche Nahrungsmittel sind etwa Thunfisch, Kabeljau, Leber, Butter, Milch, Eier und Sprossengemüse.

Vitamin-D-Zusätze in Lebensmitteln gibt es in einigen Ländern – in Deutschland noch nicht

Die Krebsbehandlung durch die Einnahme von Vitamin D ist momentan noch selten. Dennoch haben einige Länder bereits Konsequenzen gezogen. Unter anderem die USA, Kanada und Finnland reichern bestimmte Lebensmittel wie Milch, Butter und Margarine mit Vitamin-D-Zusätzen an.

Deutsche Lebensmittelhersteller kennen diese Praxis bisher nicht. Die regelmäßige Verabreichung von Vitamin D-Zusätzen ist in Deutschland nur zur Vorbeugung gegen Rachitis bei Kindern gebräuchlich. Ein Fehler, wie eine statistische Auswertung des Deutschen Krebsforschungszentrums erwiesen hat.

Neun Prozent weniger Krebstote durch Vitamin-D-Zusätze möglich

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums haben anhand von 34 europäischen Ländern die potenzielle Wirkung von Vitamin-D-Zusätzen in Lebensmitteln untersucht. Das Ergebnis:

  • Die Anreicherung gängiger Lebensmittel mit Vitamin-D-Zusätzen ist ähnlich effektiv gegen Krebs wie die Einnahme spezieller Vitamin-D-Präparate.
  • Die Anreicherung gängiger Lebensmittel mit Vitamin-D-Zusätzen in einigen europäischen Ländern verhindert bereits 27.000 Todesfälle durch Krebs pro Jahr.
  • Würde jedes der 34 untersuchten europäischen Länder gängige Lebensmittel mit Vitamin D anreichern, könnten pro Jahr 130.000 Krebstodesfälle verhindert werden.
  • Das würde eine Verringerung der Sterberate um 9 Prozent bedeuten.
  • Das Resultat wäre hochgerechnet ein Gewinn von rund 1,2 Millionen Lebensjahren.

Das Team unter der Leitung des Epidemiologen Prof. Dr. Hermann Brenner hat für diese statistische Hochrechnung Daten aus 34 europäischen Ländern gesammelt. Diese Daten wurden mit Statistiken zur Krebssterblichkeit verrechnet. Zudem ließen die Forschenden die Anzahl krebsbedingter Todesfälle und die Lebenserwartung in den einzelnen Ländern einfließen.

Dreizehn Prozent weniger Sterblichkeit durch spezielle Vitamin-D-Präparate

Zudem wies das Deutsche Krebsforschungszentrum auf eine statistische Auswertung aus dem Jahr 2021 hin. Diese hatte ergeben, dass bei einer Behandlung mit speziellen Vitamin-D-Präparaten die Sterblichkeit sogar um 13 Prozent sinkt. Daraus ermittelten die Forscher auch eine mögliche Einsparung von 254 Millionen Euro für Krebsbehandlungen pro Jahr.

Was ist Vitamin D und warum wirkt es krebshemmend?

Vitamin D ist eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die der Körper im Fettgewebe und Muskelgewebe speichert. Es gilt als das Glücklichmacher-Vitamin, das unser Gemüt aufhellt. Zudem schützt es vor Knochenerkrankungen wie der Kinderkrankheit Rachitis. Vitamin D wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Rahmen der Heilmittelforschung gegen Rachitis entdeckt.

Allerdings wissen Forschende inzwischen, dass Vitamin D in Wirklichkeit ein Hormon ist. Oder, um genau zu sein, ein Proto-Hormon oder Vorhormon. Auch bedingt durch die Fähigkeit des Körpers, Vitamin D unter dem Einfluss vom UV-B-Licht selbst zu bilden, kann es streng genommen kein Vitamin sein.

Vitamin D ist in Wirklichkeit ein Hormon mit zentralen Funktionen im Körper

Ein möglicher Grund für die krebshemmende Wirkung von Vitamin D ist, dass es von Leber und Niere in das Hormon Calcitriol umgewandelt wird. Calcitriol wirkt erwiesenermaßen positiv auf das Immunsystem. Das Hormon stärkt die körpereigene Abwehr gegen Infektionen. Zudem schützt es vor Autoimmunkrankheiten wie Schuppenflechte oder kreisrundem Haarausfall. 

Zusätzlich hat Calcitriol positive Auswirkungen auf das Nervensystem, die Muskulatur und den Blutdruck. Ebenso erfüllt es noch zahlreiche weitere Funktionen im Körper – in den Knochen, den Nieren und der Nebenschilddrüse.

Darüber hinaus ist Calcitriol für die Regulierung von mehr als 1000 Genen des menschlichen Erbguts zuständig. Allerdings steht die Krebsforschung bezüglich der Auswirkungen von Calcitriol auf verschiedene Krebsarten noch am Anfang.

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