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Wenn der Frühling so richtig loslegt

Wenn der Frühling so richtig loslegt

Längere Tage, zweistellige Temperaturen, sprießendes Grün: Wenn der Frühling Einzug hält, explodiert das Leben regelrecht – in jeder Faser der Natur. Wann er aber tatsächlich anfängt, dafür gibt es ganz unterschiedliche Berechnungsmethoden.
  • Krokusse

    Imago/bodenseebilder.de

    Sie bohren sich durch den kalten Boden, entfalten ihre Blätter und strecken ihre lilafarbenen Blüte der Sonne entgegen: Wenn die Krokusse das Risiko des Kältetodes auf sich nehmen und sprießen, hat der Frühling begonnen. Die Natur erwacht zu neuem Leben, man kann ihr förmlich dabei zusehen, wie sie sich ausbreitet und eine grün-bunte Farbbombe explodiert. Innerhalb kürzester Zeit passiert scheinbar alles auf einmal: Trilliarden von Blättern knospen, die Bienen summen wieder von Blüte zu Blüte. Regenwürmer kommen nach überstandener Kältestarre an die Erdoberfläche, und der Gesang der balzenden Vögel erreicht Dezibel-Grade ähnlich denen von Presslufthammern. Wann der Frühling aber nun tatsächlich und offiziell beginnt, dafür gibt es viele Parameter und Berechnungsmethoden …

  • Magnolienblüten

    Imago/imagebroker

    Meteorologen rechnen die Jahreszeiten zur Berechnung von Klimadaten in ganzen Monaten. Deshalb beginnt der Frühling der Wetterexperten bereits am 1. März.

  • Kalendereintrag Frühling

    Imago/Chromorange

    Der astronomische Frühling ist identisch mit dem kalendarischen: Er beginnt, wenn die Sonne im Zenit über dem Äquator steht. In diesem Jahr ist es am 20. März so weit: Um 17.57 Uhr mitteleuropäischer Zeit passiert die Sonne den Äquator auf der um 23,5 Grad geneigten Erdachse gen Norden.

  • Bäume

    imago/alimdi

    In Deutschland starten die Veränderungen der Natur im wärmeren Südwesten – und bewegen sich Schritt für Schritt nach Nordosten. Dabei legt der Frühling statistisch betrachtet rund 30 Kilometer pro Tag zurück. Wenn in Freiburg bereits Ende Februar der erste Krokus blüht, tauchen auf Usedom die ersten Blüten hingegen erst Ende März auf.

  • Phänologe

    Imago/Steffen Schellhorn

    Phänologen – also Forscher, die sich mit den jahreszeitlichen Abläufen in der Natur beschäftigen – erfassen den Jahreslauf ohne feste Daten. Sie bestimmen den Frühling nach periodisch wiederkehrenden Erscheinungen, wie etwa dem Entwicklungsstand der Pflanzen. Während der Blütenbeginn des Haselstrauchs den Vorfrühling markiert, beginnt der Vollfrühling, wenn die Apfelbäume blühen.

  • Allergikerin

    Imago/Peter Widmann

    Mit dem einsetzenden Pollenflug beginnt die Haupt-Leidenszeit vieler Allergiker: Normalerweise startet die Pollensaison mit der Blüte der Erlen Ende Februar. Wer auf Weidenpollen allergisch reagiert, bekommt oft Mitte März Probleme. Birkenpollen fliegen verstärkt ab Anfang April. Im letzten Jahr hat die Blüte vieler Bäume und Sträucher aufgrund der äußerst milden Temperaturen im Januar und Februar schon sehr viel früher als üblich eingesetzt – genau wie der verschnupfte Frühling der Allergiker.

  • Kraniche im Abendrot

    Imago/imagebroker

    Ab Ende Februar kommen die Zugvögel aus ihren Überwinterungsgebieten im Süden zurück nach Mitteleuropa. Kranich, Singdrossel und Weißstorch sind meist die ersten Frühlingsboten. Der Tanz der Kraniche, den die anmutigen Vögel als Balzritual in ihren Brutgebieten vollführen, ist ein unvergessliches Schauspiel – genau wie die eindrucksvollen Schwarmformationen der Frühlings-Rückkehrer am Himmel.

  • Mann mit Murmeltier

    Imago/UPI Photo

    Im US-Bundesstaat Pennsylvania liegt das kleine Städtchen Punxsutawney. Hier ist es Tradition, am Murmeltiertag ein Murmeltier aus seinem Bau zu holen, damit dieses den Frühlingsbeginn voraussagt. In diesem Jahr wurde der Brauch am 2. Februar gefeiert. Die Prophezeiung von Nager Phil (Bild): Es wird schon bald Frühling! Ob er damit richtig liegt, sei allerdings dahingestellt, denn in den Jahren zuvor trafen die Murmeltier-Prognosen selten ein.

  • Haselmaus

    Imago/blickwinkel

    Wie zahlreiche andere Tiere erwacht auch die Haselmaus im April aus ihrem Winterschlaf. Damit beweist sie perfektes Timing: Jetzt ist die beste Zeit, um sich über frische Knospen herzumachen – ihre Leibspeise.

  • Kirschblüte auf Wiese

    Imago/Peter Widmann

    Dass der Frühling kommt, merkt man auch am Duft. Wer im März in der Natur unterwegs ist und tief einatmet, kann die laue Frühlingsluft regelrecht erschnuppern. Der typische Frühlingsduft stammt allerdings weniger von frischen Blüten: Vor allem sind es feuchtes Moos, modrige Erde und das faulige Laub des Vorjahres, die das Aroma des Frühlings ausmachen. Solange es winterlich war, war alles, was in der Natur hätte duften können, förmlich eingefroren. Mit dem Boden erwärmt sich alles, was der Winter übrig gelassen hat. Erst später, wenn sich mit steigenden Temperaturen die Blüten öffnen, werden immer mehr Duftmoleküle freigesetzt und wirbeln umher. Und dann ist der Frühling tatsächlich da.

Längere Tage, zweistellige Temperaturen, sprießendes Grün: Wenn der Frühling Einzug hält, explodiert das Leben regelrecht – in jeder Faser der Natur. Wann er aber tatsächlich anfängt, dafür gibt es ganz unterschiedliche Berechnungsmethoden.

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