weltderwunder.tv

INHALTE

FOLGEN SIE WELT DER WUNDER

Der betrogene Geschmackssinn – Teil 5

Was sollte ich lieber nicht essen?

Was sollte ich lieber nicht essen?

Hätten Aromastoffe und Geschmacksverstärker einen Beipackzettel, wäre die Liste der möglichen Nebenwirkungen lang. In den letzten Jahren haben Wissenschaftler verstärkt untersucht, wie sie auf unseren Stoffwechsel genau einwirken – und welche Folgen das langfristig haben kann.
  • Frau im Supermarkt

    imago/McPHOTO

    Übergewicht, Kopfschmerzen, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Depressionen – können Lebensmittel wirklich die Ursache sein? In den letzten Jahren haben Wissenschaftler verstärkt untersucht, wie sie auf unseren Stoffwechsel genau einwirken – und welche Folgen das langfristig haben kann. Vor allem sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, bei denen das Nervensystem Schaden nimmt, wurden häufig beobachtet. Diese zeigen sich meist in Form von Demenz oder Bewegungsstörungen. Welche Stoffe wie wirken, wie sie schmecken und woran man sie im Supermarktregal erkennt, verrät Ihnen diese Tabelle.

  • Glutamat / E 620 – Geschmack

    imago/imagebroker

    Schmeckt salzig-süß, verändert also den Geschmack von Speisen, statt ihn zu verstärken.

  • Glutamathaltige Lebensmittel

    imago/imagebroker

    E 620, Glutaminsäure oder Mononatriumglutamat. Auch Hefeextrakt enthält große Mengen Glutamat. Es ist in fast allem enthalten, was haltbar und salzig ist, z.B. Soßen, Wurst, Chips.

  • Frau nascht am Kühlschrank

    istock/Choreograph

    Nach Erkenntnissen spanischer Wissenschaftler setzt Glutamat innerhalb weniger Minuten nach der Aufnahme die Konzentration des „Schlankheitshormons“ Leptin herab, sodass das Gehirn falsche Botschaften über die Versorgungslage erhält und den Befehl zur Nahrungsaufnahme erteilt, obwohl kein Bedarf besteht. Die Folge: Wir essen weitaus mehr, als wir benötigen –, und werden dicker.

  • Frau mit Übelkeit

    istock/vadimguzhva

    Die Aminosäureverbindung zerstört Neuronen im Gehirn. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Augenbeschwerden. Zudem zeigten Tierversuche, dass Glutamat in einigen Hirnregionen kleine Hohlräume, sogenannte Läsionen verursacht – ein Risikofaktor für neurodegenerative Erkrankungen, neben Alzheimer auch Parkinson oder Multiple Sklerose.

  • Süßstoff

    istock/Heike Rau

    200-mal süßer als Zucker. Ist in Europa und Amerika der Marktführer unter den Süßstoffen. Jährlich werden etwa 3.500 Tonnen davon in europäischen Lebensmitteln eingesetzt.

  • Light-Getränke

    istock/esinesra

    E 951, Aspartam-Acesulfamsalz, „enthält eine Phenylalaninquelle“. Ist häufig in Sahnetorten, Keksen, Fischkonserven, Obstkonserven, Knabberzeug, Desserts und zuckerfreien Getränken enthalten.

  • Heißhungerattacke

    istock/wildpixel

    Süßstoffe wie Aspartam oder Saccharin verwirren den Körper mit Falschinformationen: Ihr süßer Geschmack verspricht dem Gehirn Energie, die aber nicht in Form von Kalorien geliefert wird. Bemerkt das Gehirn, dass es um den erwarteten Zucker betrogen wurde, ruft es den Energie-Notstand aus und befiehlt uns, mehr zu essen. Folge: Heißhungerattacken und dadurch Gewichtszunahme.

  • Gehirnzellen

    imago/imagebroker

    Aspartam wird im Körper zu Aspartat verstoffwechselt. Das kann die Gehirnzellen (Bild) beschädigen und ist daher ein Risikofaktor für neurodegenerative Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose etc). Außerdem entstehen beim Aufspalten von Aspartam Methanol und Formaldehyd. Beide haben sich in Langzeituntersuchungen als krebserregend erwiesen.

  • Mann trink Orangensaft

    imago/Science Photo Libary

    Fruchtzucker, Fructose oder Fruktose, Fruchtsüße, Apfelfruchtsüße, Glucose-Fructose-Sirup oder Fructose-Glucose-Sirup. Ist genauso süß wie Haushaltszucker.

  • Waage

    istock/adrian825

    Fruchtzucker gilt als gesund und natürlich – doch er trickst das Appetitzentrum aus. US-amerikanische Forscher fanden heraus: Unser Gehirn reagiert zwar auf normalen Zucker (Glucose), indem es das Sättigungshormon Leptin ausschüttet, nicht aber auf Fruchtzucker. Die Folge: Obwohl wir durch die Fructose viel Energie zu uns nehmen, bleibt unser Appetitzentrum unverändert aktiv. Wir essen immer weiter und nehmen unweigerlich zu.

  • Herzschmerzen

    imago/McPhoto

    Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung zeigen Forschungsergebnisse, dass es einen engen Zusammenhang zwischen dem gesteigerten Konsum von Fructose und dem Auftreten von Übergewicht und Bluthochdruck gibt. „Die daraus resultierenden Folgeerkrankungen heißen Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt“, erklärt Dr. Birgit Hildebrandt, medizinische Leiterin des HELIOS Prevention Centers (HPC).

  • Süßigkeiten

    imago/JochenTack

    E 330. Häufig in Ketchup, Limonade, Eistee, Süßigkeiten (z. B. saure Drops, Weingummi), Konfitüre, Marmelade oder Teigwaren zu finden.

  • Frau mit Backmischung

    imago/teutopress

    Zitronensäure selbst ist nicht ungesund. Aber: Sie wirkt als Transportmittel für Metalle wie Blei und Aluminium (ist u. a. in Kaffeeweißer, Käse, Laugengebäck, Backmischungen enthalten) und fördert so deren Aufnahme. Denn ist eines der Metalle an ein Zitronensäuremolekül angedockt, erkennt der Körper es nicht mehr als Fremdstoff – so kann es die Blut-Hirn-Schranke überlisten. Danach wird die Zitronensäure vom Gehirn verstoffwechselt. Übrig bleibt Aluminium. Dieses Molekül ist ein extrem starkes Neurotoxin. Die Folge: Nervenzellen sterben ab.

  • Gehirnzellen

    istock/©ktsimage

    Aluminium wird nicht nur mit Hyperaktivität und Lernstörungen (ADHS) in Verbindung gebracht, sondern trägt vermutlich auch zur Entstehung von Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und Multipler Sklerose bei oder verschlimmert bereits bestehende Erkrankungen erheblich.

  • Kaffeeweißer

    imago/Steinach

    E 338, Orthophosphorsäure, Phosphat. Wird u. a. in Cola, Sportlergetränken, Schlagsahne, Milchgetränken und Kaffeeweißer verwendet.

  • Softdrinks

    imago/imagebroker

    „Der hohe Gehalt von Phosphat in Cola-Getränken bringt den Calciumstoffwechsel des Körpers aus dem Gleichgewicht, indem er die Aufnahme des Mineralstoffs Calcium in den Knochen verhindert“, sagt die Ökotrophologin Anja Baustian.

  • Zahnuntersuchung

    istock/DreamsNavigator

    Phosphorsäure verhindert die Einlagerung von Calcium im Körper und steigert so das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Und: Phosphorsäure kann, wenn regelmäßig Cola getrunken wird, den Zahnschmelz angreifen. Das kann vor allem bei Kindern zu schweren Zahnschäden führen.

  • Zuckerwürfel

    istock/Rostislav_Sedlacek

    E 952, Cyclamate, Cyclohexylsulfonaminsäure. Anwendungsbereich: Diät-Drinks, Desserts, süße Brotaufstriche (z. B. Marmeladen, Gelees). Es ist 35-mal süßer als Zucker!

  • Übergewichtige Frau

    istock/Rostislav_Sedlacek

    E 952, Cyclamate, Cyclohexylsulfonaminsäure. Anwendungsbereich: Diät-Drinks, Desserts, süße Brotaufstriche (z. B. Marmeladen, Gelees). Es ist 35-mal süßer als Zucker!

  • Übergewichtige Frauen

    imago/Ralph Peters

    Der Dauer-Konsum kann zu Übergewicht führen und dazu, dass wir eine Abneigung gegen weniger süße Produkte entwickeln. In den USA ist Cyclamat übrigens seit Jahrzehnten verboten.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler verstärkt untersucht, wie Aromastoffe und Geschmacksverstärker auf unseren Stoffwechsel genau einwirken – und welche Folgen das langfristig haben kann.

Abonniere unseren Newsletter

Schön, dass du uns gefunden hast. Du möchtest weitere Nachrichten aus der Welt der Wunder? Dann trag‘ dich hier ein:

Abonniere unseren Newsletter

Schön, dass du uns gefunden hast. Du möchtest weitere Nachrichten aus der Welt der Wunder? Dann trag‘ dich hier ein: