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Überleben auf die harte Tour: Die Survival-Tricks der Navy Seals

Überleben auf die harte Tour: Die Survival-Tricks der Navy Seals

Wie überlebe ich einen Flugzeugabsturz? Wie verhalte ich mich, wenn ein aggressiver Hund angreift? Und wie komme ich aus einem feststeckenden Fahrstuhl wieder raus? Besser, man ist vorbereitet für den Ernstfall. Der Survival-Experte und Ex-Navy-Seal Cade Courtley erklärt, was zu tun ist.
  • Survival-Tricks der Navy Seals

    Imago/Unimedia Images

    Die Welt ist ein riskanter Aufenthaltsort. Grundsätzlich lauern Gefahren hinter allen Ecken. Bewohner hochmoderner Städte in ihren bequemen Alltagsumgebungen und technisch bestens ausgerüsteten Gebäuden verlieren nicht nur zunehmend den Draht zur Natur, sondern auch den Instinkt für drohende Gefahren. „Wir hätten nie gedacht, dass ausgerechnet uns das passieren könnte“, hört man oft von Menschen, die einen Unfall erlitten oder eine Katastrophensituation überlebt haben. Doch das Leben ist unvorhersehbar. Jeder kann eines Tages unter die Räder eines Autos geraten, von einem Hund attackiert werden oder zufällig am Ort des Geschehens sein, wenn ein Amokläufer um sich schießt. Es ist besser, gegen alles gewappnet zu sein, als in Ungewissheit, Angst und Abhängigkeit zu leben und nur auf sein Glück zu hoffen.

  • Spezialkommando der Seals

    Imago/Unimedia Images

    Die Navy Seals gelten als die härteste militärische Elitetruppe der Welt. Jeder einzelne Soldat dieser US-Spezialeinheit ist in der Lage, extrem gefährliche verdeckte Operationen durchzuführen – und alle lebensbedrohlichen Situationen zu überleben. „Seal“ ist die englische Abkürzung für „Sea, Air, Land“. Die Seals sollen in der Lage sein, in jeder Umgebung effektiv operieren zu können – ob in der arktischen Tundra, im tropischen Regenwald, in der Wüste, im Meer oder in menschlichen Siedlungen. Zu ihren jüngsten Einsätzen zählt die Befreiung des entführten Kapitäns der „Maersk Alabama“, spektakulär verfilmt unter dem Titel „Captain Phillips“. Auch die Erstürmung des Hauses von Osama bin Laden durch ein Spezialkommando der Seals konnte man im Kinofilm „Zero Dark Thirty“ fast hautnah miterleben. In seinem Buch „Der Navy Seal Survival-Guide“ (erschienen 2013 im riva Verlag) zeigt der Survival-Experte und ehemalige Navy Seal Cade Courtley ausführlich, wie man Gefahren meidet, Auswege findet und sich sowie seine Mitmenschen in Sicherheit bringt. Wer denkt und handelt wie ein Seal, wird mit jeder noch so heiklen Situation klarkommen. Grundsätzlich gilt: Bereite dich vor, vertraue auf dich selbst, werde aktiv – und du kannst jede lebensbedrohliche Situation überstehen…

  • Für alle Extremsituationen gewappnet

    Imago/Unimedia Images

    Körperliche Fitness und mentale Stärke sind die Grundvoraussetzung für einen Navy Seal – und überhaupt für jeden, der in Gefahr überleben will. Es gilt, die eigene Komfortzone zu erweitern. Oft sind wir im Alltag nicht darauf vorbereitet, auch nur die kleinsten unvorhergesehenen Hindernisse zu überwinden, von echten Herausforderungen oder gar Notfällen ganz abgesehen. Wer seine Fitness steigert, erhöht zugleich seine mentale Kraft – denn das Gehirn ist der stärkste Muskel unseres Körpers. Es gilt, sich klare Ziele zu setzen, aktiv zu bleiben und unter Stress die Ruhe zu bewahren. So erscheint es möglich, in scheinbar ausweglosen Situationen über sich hinauszuwachsen und geradezu übermenschliche Kräfte zu entwickeln. Wir Menschen verfügen über drei akute Stressreaktionen: Flucht, Kampf und Schockstarre. Doch wenn wir in eine lebensbedrohliche Situation geraten, müssen wir diese Reflexe überwinden – und Entscheidungen treffen. Je nach Lage können Minuten oder gar Sekunden über Tod oder Leben entscheiden. Wenn man vorbereitet ist und immer im Blick hat, was um einen herum vor sich geht, ist man Herr der Lage – und grundsätzlich fit für den Überlebenskampf.

  • Ausweg aus dem Eisloch

    Imago/TriAss

    Eis ist tückisch: Immer wieder brechen Menschen auf scheinbar stabilen Eisflächen ein. Denn allein durch den Augenschein lässt sich nicht klären, ob das Eis fest genug ist und das Gewicht eines Menschen tragen kann. Besonders zu Beginn des Winters oder bei einsetzendem Tauwetter können gefrorene Gewässer zur tödlichen Falle werden. Wer ins Eis einbricht, erleidet einen Kälteschock, der zu Herzstillstand und Tod führen kann. Deshalb: Tun Sie alles, um so schnell wie möglich aus dem kalten Wasser herauszukommen. Halten Sie den Kopf immer über Wasser. Schwimmen Sie zurück zu der Stelle, wo Sie eingebrochen sind. Schieben Sie sich Stück für Stück über den Rand zurück auf die Eisfläche. Versuchen Sie, sich auf dem dickeren Eis voran zu robben, bis Sie wieder festen Boden erreichen.

  • Einbrecher in der Wohnung

    Imago/Jochen Tack

    Von einem Einbrecher in den eigenen vier Wänden überrascht zu werden, gehört zu den größten Ängsten vieler Mitbürger. Seit Urzeiten versuchen Menschen, Dinge zu stehlen, die ihnen nicht gehören – oder sich davor zu schützen. Doch wie vermeidet man nach Möglichkeit, bestohlen zu werden? Und wie verhält man sich, wenn zuhause plötzlich Diebe auftauchen? Einbrecher wollen nicht gesehen werden und möglichst problemlos in das Haus gelangen. Eine geeignete Außenbeleuchtung, stabile Türen, beleuchtete Fenster, ein bellender Wachhund und eine Alarmanlage oder Überwachungskameras samt Warnschildern erhöhen ihre Hemmschwelle. Falls Sie einen Einbrecher in ihrer Wohnung bemerken: Nehmen Sie eine Gefahreneinschätzung vor. Bewahren Sie Ruhe. Treiben Sie niemals in die Ecke, streben Sie eine Deeskalation der Situation an. Schaffen Sie einen Fluchtweg für den Dieb, und lassen Sie ihn einfach gehen. Sobald er das Haus verlassen hat, alarmieren Sie die Polizei.

  • Angriff eines Hundes

    Imago/blickwinkel

    Die Treue von Hunden gegenüber Menschen ist auf der ganzen Welt einzigartig. Doch manchmal kann der beste Freund des Menschen zum schlimmsten Feind werden – wie jedes Tier, das Zähne hat. Der größte Teil der lebensbedrohlichen Hundeunfälle ereignet sich, weil die Besitzer ihre Tiere nicht richtig erzogen oder unter Kontrolle haben. So handeln Sie im Ernstfall: Provozieren Sie einen Hund niemals absichtlich. Wenn sich ein gefährlich wirkender Hund nähert, schauen Sie ihm nicht in die Augen. Beobachten Sie die Körpersprache des Tieres genau. Gebleckte Zähne oder ein Knurren sind Signale für seine aggressive Stimmung. Sollte der Hund sich weiter nähern, können Befehle wie „Sitz!“ oder „Platz!“ ihn unter Umständen zur Ruhe bringen. Halten Sie Ihre eigene Angst unter Kontrolle. Versuchen Sie, sich langsam von dem Tier zu entfernen und sein Sichtfeld zu verlassen.

  • Wenn die Erde bebt

    iStock/Xieyouding

    Der Boden unter unseren Füßen beginnt zu beben, Gebäude stürzen ein wie Kartenhäuser: Allein der Gedanke an ein Erdbeben ist der blanke Horror. Die zerstörerischen Naturkatastrophen ausreichend genau vorherzusagen, ist auch heute noch schwierig. Sich auf die Katastrophe vorzubereiten, erscheint kaum möglich. Was tun, wenn die Erde bebt? Bleiben Sie im Haus. Die Gefahr, von herabfallenden Trümmern verletzt oder getötet zu werden, ist deutlich größer, wenn Sie ein Gebäude nach Beginn des Bebens verlassen wollen. Kriechen Sie unter einen massiven Tisch oder ein anderes Möbelstück. Bedecken Sie den Kopf mit den Armen, und halten Sie still. Wenn Sie nicht verschüttet oder verletzt sind, gehen Sie nach dem Beben sofort ins Freie. Doch Vorsicht: Nach einem ersten Stoß drohen noch unzählige Gefahren. Noch Tage später kann es zu Nachbeben kommen.

  • Ein sinkendes Schiff verlassen

    Imago / United Archives

    Wer sich an Bord eines Schiffs begibt, muss immer das Risiko eines Unglücks im Hinterkopf haben. Alles, was schwimmt, kann sinken – vom Kreuzfahrtschiff bis zum Kajak. Zehntausende Boote gehen jedes Jahr weltweit unter, jede Woche sinken mindestens vier große Schiffe. Wenn Sie an Bord gehen, verschaffen Sie sich immer einen Überblick über Fluchtwege und Rettungsausrüstung. Fragen Sie im Zweifelsfall die Besatzung. Prägen Sie sich mögliche Besonderheiten ein. Im Notfall: Der Aufruf, das Schiff zu verlassen, ist eine ernste Entscheidung. Jetzt geht es zuerst darum, das Ertrinken zu vermeiden. Rechnen Sie damit, dass um Sie herum das reinste Chaos herrscht. Ziehen Sie mehrere Schichten Kleidung an, darüber die Schwimmweste. Suchen Sie eine freie Stelle im Wasser, bevor Sie springen. Springen Sie niemals mit dem Kopf voraus. Entfernen Sie sich so schnell wie möglich von dem sinkenden Schiff.

  • Rettung aus Seenot

    Imago/Westend61

    Nachdem Sie das Schiff verlassen haben, befinden Sie sich im Wasser – mit Glück auf einem Rettungsboot. Dann steigen Ihre Überlebenschancen ganz beträchtlich. Falls Sie nicht im Rettungsboot sind: Halten Sie sich über Wasser. Finden Sie irgendetwas, das auf dem Wasser treibt, und halten Sie sich fest. Binden Sie sich nach Betreten des Rettungsbootes eine Leine um den Bauch und ihr anderes Ende am Boot fest. Überprüfen Sie die vorhandene Notausrüstung und eventuelle Vorräte. Bleiben Sie in der Umgebung des gesunkenen Schiffes. Hier werden auch die Rettungsmaßnahmen beginnen. Schalten Sie jetzt um in den Langzeit-Überlebensmodus. Bleiben Sie optimistisch. Beschäftigen Sie sich mit Dingen, die das unmittelbare Überleben sichern: etwa Angeln, Trinkwasser organisieren und provisorische Hilfsmittel organisieren. Wenn Sie nichts zu tun haben, schlafen Sie. Gehen Sie sparsam mit Ihren Vorräten um und haushalten Sie mit Ihren Kräften. Irgendwann wird Rettung kommen.

  • Einen Haiangriff überleben

    iStock/Peter Nile

    Eine weitere Gefahr für Schiffbrüchige sind Haie – auch wenn unsere Angst vor Haien, die durch einschlägige Filme und Medienberichte geschürt wurde, viel größer ist als die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Angriffs. Trotzdem finden diese Angriffe immer wieder statt. Im Jahr 2011 gab es die höchste Zahl von Haiopfern seit fast 20 Jahren, die meisten waren Surfer oder andere Wassersportler. Haie werden von hellen Farben angezogen, die Fischen ähnlich sehen. Bedecken Sie deshalb nach Möglichkeit ihre gesamte Haut mit dunklen Kleidungsstücken. Legen Sie sämtliche Schmuckstücke oder Uhren ab, die glitzern und das Sonnenlicht reflektieren. Vermeiden Sie heftige Bewegungen und übermäßiges Wasserspritzen, um nicht die Aufmerksamkeit von Haien zu erregen. Im Angriffsfall: Bleiben Sie ruhig. Entfernen Sie sich langsam von dem Hai, schwimmen Sie in Rückenlage, ohne heftige Bewegungen und Plantschen. Bis Sie das Wasser verlassen können, sollten Sie den Hai immer im Blick behalten. Wenn Sie es ins Boot zurück oder an Land geschafft haben, kümmern Sie sich bei Verletzungen so schnell wie möglich um ärztliche Hilfe.

  • Das Auto als tödliche Falle

    Imago/Becker&Bredel

    Ein Auto ist eine mächtige Maschine, die verletzen oder töten kann. Autofahren ist deshalb eine Tätigkeit, die höchste Aufmerksamkeit erfordert. Die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal im Leben an einem Autounfall beteiligt zu sein, liegt schätzungsweise bei über 95 Prozent. Die meisten Todesopfer von Autounfällen gehen auf Verletzungen zurück, die etwa entstehen, wenn der Körper auf das Lenkrad oder das Armaturenbrett aufprallt. Fahren Sie immer defensiv. Achten Sie auf die Straße, halten Sie nach Dingen oder Personen Ausschau, die einen Unfall verursachen könnten. Wenn es trotzdem zu einem Zusammenstoß kommt, bewahren Sie die Ruhe. Sie müssen mit entscheidenden Manövern reagieren – und zwar in Sekundenbruchteilen. Sicherheitsgurte und Airbags können die schlimmsten Verletzungen bei einem Aufprall verhindern. Nach dem Unfall sollten Sie, sofern Sie bei Bewusstsein sind und sich bewegen können, das Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen. Falls Sie im Auto eingeschlossen sind, versuchen Sie, bei Bewusstsein zu bleiben – so groß die Schmerzen auch sein mögen. Sie sind am Leben – und die Rettungskräfte sind wahrscheinlich schon unterwegs.

  • Wenn eine Brücke einstürzt

    Imago/Fotoarena

    Ob durch Sturm, Überflutungen, Überlastung oder bauliche Mängel: Wenn eine Brücke einstürzt, geschieht das in aller Regel ohne Vorwarnung. Meist stürzt die Brücke einfach in sich zusammen, wie bei einem Erdbeben. Angenommen, Sie sind im Auto auf einer Brücke unterwegs und die Fahrzeuge vor ihnen verschwinden urplötzlich in der Tiefe: Bleiben Sie unbedingt angeschnallt. Machen Sie sich auf den Aufprall gefasst. Ein 30 Meter tiefer Sturz von einer Brücke in einen Fluss ist vergleichbar mit einem Zusammenprall bei 100 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Wenn das Auto ins Wasser stürzt: Versuchen Sie, es zu verlassen. Der sicherste Fluchtweg führt über die Seitenfenster. Wenn die Flucht gelungen ist, schwimmen Sie an die Oberfläche. Entfernen Sie sich von dem Fahrzeug – und zwar entgegengesetzt zur Richtung, aus der sie gekommen sind.

  • Gefangen im Fahrstuhl

    Imago/Blickwinkel

    Zumindest statistisch sind Aufzüge ein sicheres Transportmittel: Pro Jahr kommt es im Durchschnitt „nur“ zu etwa 150 Todesfällen und 18.000 Verletzungen. 75 Prozent der Todesopfer im Zusammenhang mit Fahrstuhlunfällen stürzen zu Tode. Auch wenn ein Mann in Manhattan im Jahr 2008 41 Stunden in einem Aufzug feststeckte und schließlich doch gerettet wurde, sollten Sie der Technik niemals blind vertrauen – sondern für den Ernstfall gerüstet sein. Viele Verletzungen und Todesfälle an Aufzügen sind auf Fehlfunktionen der Türen zurückzuführen. Falls der Aufzug still steht: Drücken Sie den Türöffner. Lässt sich die Tür nicht öffnen, droht dennoch keine Gefahr. Versuchen Sie niemals, aus einem stehenden Aufzug zu herauszuklettern. Die Rettung aus einem feststeckenden Aufzug dauert durchschnittlich drei Stunden. Rufen Sie Hilfe, über den Alarmknopf oder das eigene Telefon. Warten Sie einfach so entspannt wie möglich, bis die Rettungskräfte Sie herausholen. Bei einem Stromausfall wird sich im Normalfall die Notbeleuchtung einschalten. Auch wenn die Lage unangenehm ist, sind sie in Sicherheit. Und ohnehin gilt: Wenn Sie die Wahl haben, verwenden Sie lieber die Treppen als den Fahrstuhl.

  • Amoklauf im Einkaufszentrum

    Imago/UPI Photo

    Schule, Marktplatz oder Shopping Mall: Normalerweise denken wir nicht an die zahlreichen Horrornachrichten über Amokläufe, wenn wir diese oder andere vermeintlich sichere Orte aufsuchen. Doch gerade deshalb suchen sich die Täter solche „leichten Ziele“ im öffentlichen Raum aus, um ungehindert innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen wie möglich zu töten. Niemand ist wirklich darauf vorbereitet, sich gegen Einzeltäter mit enormer Feuerkraft zu verteidigen, die einfach nur töten und zerstören wollen. So reagieren Sie im Ernstfall: Verharren Sie nicht regungslos. Versuchen Sie, sich in Deckung zu halten und aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu entfernen. Versuchen Sie ruhig zu bleiben und konzentriert Entscheidungen zu treffen, schließlich geht es um Tod oder Leben. Achten Sie auch auf Sicherheit, wenn Sie mit der Polizei aufeinandertreffen. Folgen Sie ihren Anweisungen, damit sie dauerhaft aus der Schusslinie gelangen.

  • Einen Flugzeugabsturz überleben

    Imago/China Foto Press

    Sobald man ein Flugzeug betritt, vertraut man sein Leben der mechanischen Funktionsfähigkeit der Maschinen und dem Können des Piloten an. Zwar gelten Flugzeuge allgemein als die sichersten Fortbewegungsmittel, aber gelegentlich kommt es natürlich zu Unfällen. Die beiden Hauptgefahren sind der Aufprall des Flugzeugs am Boden und die Bedingungen unmittelbar danach – etwa Brände durch entzündeten Treibstoff oder Rauchvergiftung. Doch grundsätzlich besteht immer die Möglichkeit einen Absturz zu überleben. Schon die Art und Weise, wie man eine Flugreise beginnt, entscheidet über die Überlebenschancen im Ernstfall. Achten Sie immer auf die Rettungswege. Plätze in den hinteren Reihen und in der Nähe der Notausgänge erhöhen die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu 40 Prozent. Während des Fluges kann man wenig mehr tun als wachsam zu bleiben. Bleiben Sie korrekt angeschnallt, vom Start bis zur Landung. Wenn die Besatzung Alarm gibt und das Flugzeug abstürzt, schützen Sie sich – so gut es geht – vor Turbulenzen und herabfallenden Gegenständen. Nach einer Notlandung entscheidet jede Sekunde: Nichts wie raus hier!

  • Extremfall Flugzeugentführung

    Imago/Xinhua

    Sollten Sie tatsächlich Opfer einer Flugzeugentführung werden, haben Sie es aller Wahrscheinlichkeit nach mit hochprofessionellen Tätern zu tun. Die Sicherheitsmaßnahmen im Luftverkehr wurden in den letzten Jahren um ein Vielfaches verstärkt. Entführer haben höchstens noch mit absolut ausgefeilten und höchst aufwändigen Operationen eine Chance, die Kontrolle über ein Flugzeug zu erlangen. Im Ernstfall wird sofort deutlich werden, ob sich trainierte Flugsicherheitsbegleiter – so genannte „Sky Marshals“ – an Bord befinden. Sie sind für den Spezialeinsatz an Bord ausgebildet und beherrschen die Methoden, um Angreifer möglichst schnell auszuschalten. Wenn dies nicht der Fall ist, und Sie selbst oder andere an Bord angegriffen werden, müssen Sie eine Entscheidung fällen: In einem solchen Notwehr-Moment scheint der Einsatz von Gewaltmitteln absolut gerechtfertigt. Versuchen Sie, sich mit anderen Passagieren zu koordinieren und die Entführer zu überwältigen. Und sofern die Piloten oder das Bordpersonal noch immer die Kontrolle über ihre Maschine haben, werden sie einen internationalen Notfallcode aussenden. Von da an sollte die Außenwelt zur Hilfe kommen.

  • Feuer unter Kontrolle bringen

    Imago/Imagebroker

    Wenn ein Brand außer Kontrolle gerät, entfaltet das Feuer seine ganze Zerstörungskraft. Natürliche Faktoren wie große Trockenheit oder Blitze können Brände verursachen, genau wie menschliche Unachtsamkeit oder absichtliche Brandstiftung. Ein großer Teil aller Gebäudebrände entsteht durch unbeaufsichtigte Herde, Heizlüfter, Kerzen oder Zigaretten. Giftige Dämpfe und Rauchvergiftungen sind die häufigsten Todesursachen, die ein Brand mit sich bringt. Wenn Ihr Haus in der Nähe eines feuergefährdeten Gebietes oder eines akuten Brandes liegt, bereiten Sie sich sorgfältig auf eine Evakuierung vor. Für den Brandfall müssen Sie die Fluchtwege kennen, um keine Zeit zu verlieren. Bringen Sie Rauchmelder in Ihrer Wohnung, und überprüfen Sie regelmäßig die Batterien. Installieren Sie Feuerlöscher, und achten Sie auf ihr Ablaufdatum. Bricht ein Feuer aus, versuchen Sie als Erstes, mit einem Feuerlöscher zu löschen. Benutzen Sie keinesfalls Wasser, wenn es sich bei der Brandquelle um ein Elektrogerät handelt. Bedecken Sie Mund und Nase mit einem feuchten Tuch. Wenn das Feuer nicht mehr zu kontrollieren ist, verlassen Sie die Wohnung schnellstmöglich. Schließen Sie die Türen, um die Ausbreitung des Brandes zu verlangsamen. Entfernen Sie sich möglichst schnell von dem brennenden Gebäude. Falls noch nicht geschehen, alarmieren Sie sofort die Feuerwehr.

  • Was tun bei einem Raubüberfall?

    Imago/Sascha Ditscher

    Von einem Raubüberfall spricht man, wenn Gegenstände gewaltsam oder unter Androhung von Gewalt geraubt werden. Raubüberfälle werden, im Gegensatz zu Einbrüchen, meist von professionellen Verbrechern verübt, die das Stehlen quasi zum Beruf gemacht haben. In der Praxis verläuft jede Situation unterschiedlich, aber Personen, die etwa einen Laden ausrauben, sind in der Regel bewaffnet, verzweifelt – und unberechenbar. Dieser höchst gefährlichen Kombination von Faktoren gilt es, mit Ruhe, Besonnenheit und guten Entscheidungen zu begegnen. Falls Sie noch Zeit und die Möglichkeit haben: Alarmieren Sie sofort die Polizei. Wenn Sie einen Fluchtweg kennen, dann fliehen Sie. Ist dies nicht möglich, gehen Sie in Deckung. Denken Sie daran: Leben geht vor Besitz. Achten Sie auf alle Bewegungen der Angreifer. Vermeiden Sie Augenkontakt. Wenn die Situation eskaliert und ausweglos erscheint: Kämpfen Sie – und hoffen Sie, dass bald die Polizei eintrifft.

  • Wenn ein Bär sich angegriffen fühlt

    Imago/All Canada Photos

    Die Chancen, bei einer Reise durch die USA einem Braun-, Grizzly- oder Schwarzbären in den Wäldern zu begegnen, sind nicht unbeträchtlich. Der natürliche Lebensraum der Bären schrumpft, und ihre Zahl steigt. Ihre Angst vor den Menschen legen sie immer öfter ab, nähern sich Siedlungen und suchen sogar in Müllcontainern nach Fressbarem. Überraschen sollte man einen Bären jedoch besser nicht, wenn man im Wald unterwegs ist. Tendenziell sind Bären allerdings nicht auf Krawall aus und meiden Auseinandersetzungen. Zu einem Angriff kommt es in der Regel nur, wenn sie verängstigt sind oder sich in die Ecke getrieben fühlen. Falls Sie einen Bären entdecken, der Sie noch nicht gesehen hat, machen Sie einen weiten Bogen um ihn. Achten Sie beim Zelten darauf, dass Ihre Vorräte ein ganzes Stück vom Camp entfernt gelagert sind. Falls Sie angegriffen werden: Laufen Sie nicht weg. Versuchen Sie auch nicht, auf einen Baum zu klettern. Wenn der Bär sich nähert, lassen Sie sich sofort auf den Boden fallen, bedecken Sie Kopf und Hals mit den Händen. Nehmen Sie eine Schutzhaltung ein, stellen Sie sich tot. Normalerweise greifen Bären nur zu Verteidigungszwecken an. Wenn es so aussieht, als seien Sie gerade vor Angst gestorben, haben Sie gute Überlebenschancen.

  • Der Navy Seal Survival-Guide

    riva Verlag

    Richtiges Verhalten bei Erdbeben, Hundeattacken abwehren, sich aus Seenot retten, Flugzeugabstürze überleben: „Der Navy Seal Survival-Guide“ von Überlebensexperte Cade Courtley macht fit für den Ernstfall. Das lesenswerte Buch (erschienen 2013 im riva Verlag) bietet ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen – für den Fall, dass es doch mal brenzlig wird und die Situation scheinbar ausweglos erscheint.

Wie überlebe ich einen Flugzeugabsturz? Wie verhalte ich mich, wenn ein aggressiver Hund angreift? Und wie komme ich aus einem feststeckenden Fahrstuhl wieder raus? Besser, man ist vorbereitet für den Ernstfall. Der Survival-Experte und Ex-Navy-Seal Cade Courtley erklärt, was zu tun ist.

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