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Diesen Tieren setzt der Klimawandel besonders zu

Diesen Tieren setzt der Klimawandel besonders zu

Wenn wir am Stammtisch über den Klimawandel sprechen, denken wir meistens zuerst an uns Menschen. Auch in Katastophenfilmen versuchen die Protagonisten stets sich selbst oder Mitmenschen zu retten. Doch wer denkt an die Tiere, die bereits jetzt teilweise lebensgefährlich bedroht sind …
  • Der Kuckuck wird sein Ei nicht los

    WWF/iStock/Getty Images

    Bei Zugvögeln zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels deutlich. Viele Arten fliegen im Herbst später Richtung Süden und kehren im Frühling eher wieder zurück. Der Kuckuck hat dadurch ein großes Problem: Er kommt gewöhnlich erst Ende April zurück nach Deutschland. Dann haben viele Vögel bereits gebrütet und es ist zu spät, um ihnen das Kuckucksei unterzujubeln.

  • Schlafmangel beim Siebenschläfer

    WWF/iStock/Getty Images

    Je wärmer es ist, desto früher erwachen Siebenschläfer, Murmeltier und Co. aus ihrem Winterschlaf. Siebenschläfer suchen nach dem Aufwachen in verlassenen Höhlen und Nistkästen einen Platz für ihre Jungen. Sind sie zu früh dran, kommt es zu einer tödlichen Überschneidung: Stößt der Siebenschläfer noch auf Eier oder Jungvögel, frisst er sie. Durch die globale Erwärmung wachen Siebenschläfer nun über einen Monat früher auf – mit messbaren Auswirkungen auf den Bruterfolg bei heimischen Vogelarten.

  • Eisbären sonnen sich

    WWF/Michael Poliza

    Polarbär plus Grizzly gleich Prizzly. Das könnte es in Zukunft öfter geben. Denn mit dem arktischen Eis schmilzt die Barriere, die beide Arten voneinander getrennt hat. Erste Mischlinge – sogenannte Hybriden – haben Forscher bereits entdeckt. Doch wenn sich das Erbgut der Tiere mischt, sind Eisbären noch stärker vom Aussterben bedroht als bisher. Auch viele andere Tierarten, die durch das Eis getrennt waren, werden sich künftig kreuzen.

  • Das Rentier kommt nicht mehr ans Futter

    WWF/Staffan Widstrand/WWF-Canon

    Im Winter schaben Rentiere mit ihren Hufen den Schnee beiseite, um Pflanzen zum Fressen zu finden. Milde Winter bedeuten jedoch mehr Regen als Schnee. Gefriert der Regen auf dem Boden, werden die Futterpflanzen von einer Eisschicht bedeckt. Die Tiere finden weniger zu fressen und verhungern. Auch Feldmäuse und andere pflanzenfressende Säugetiere sind von dem großen Problem betroffen.

  • Schrumpfende Fische

    WWF/Rudolf Svenson/WWF-Canon

    Die globale Erwärmung lässt Fische schrumpfen. Viele Fischarten könnten bis 2050 rund ein Viertel kleiner sein als heute. Der Hauptgrund: Unsere Meere werden sich nicht nur erwärmen, sondern in Zukunft auch weniger Sauerstoff enthalten. Beides schafft erschwerte Bedingungen für die Fische. Die helfen sich, indem sie früher aufhören zu wachsen. Das Phänomen betrifft vor allem tropische Arten, aber auch Fische in der Nordsee, zum Beispiel den Kabeljau.

  • Auch Fische sind beeinflusst

    WWF/Michel Roggo/WWF-Canon

    Nicht nur das Verhalten von Tieren passt sich dem Klimawandel an, sondern auch ihre Gene. So schwimmen zum Beispiel Buckellachse in Alaska heute früher zum Laichen die Flüsse hinauf als noch vor 32 Jahren, um nicht in zu warmes Wasser zu geraten. Damals gab es zwei Wandergruppen – eine Anfang August und eine Anfang September. Die Nachzügler waren auch an ihren Genen erkennbar. Mittlerweile gibt es dieses Nachzügler-Gen nur noch selten. Die natürliche Selektion hat die Genvarianten gefördert, die rechtzeitig losschwimmen, um den Klimawandel zu überleben.

  • Der Trauerschnäpper kommt lebensgefährlich zu spät

    WWF/iStock/Getty Images

    Der Trauerschnäpper ist ein Zugvogel und überwintert in Zentralafrika. Seine Rückkehr nach Europa fällt normalerweise genau mit der größten Insektendichte bei uns im Frühling zusammen. Doch in den letzten Jahren findet die Insektenschwemme früher statt. Die Trauerschnäpper kommen zu spät und finden nicht mehr genug zu fressen. Einige Populationen in Europa sind deshalb schon um 90 Prozent zurückgegangen.

  • Fette Jahre für den Wanderalbatros

    WWF/naturepl.com/Barry Bland/WWF-Canon

    Man könnte den Wanderalbatros im Moment als Gewinner des Klimawandels bezeichnen: Durch stärkere Winde kann er schneller fliegen. War er früher 13 Tage auf Futtersuche, sind es heute drei Tage weniger. Dadurch bringen die Albatrosse inzwischen zehn Prozent mehr Gewicht auf die Waage und es schlüpfen mehr Junge pro Gelege. Allerdings wird der Wanderalbatros sich wohl wieder umgewöhnen müssen, da die vorteilhaften Winde sich voraussichtlich noch weiter in den Süden verlagern.

  • Laues Lüftchen für Insekten

    WWF/iStock/Getty Images

    Insekten haben den größten Gewinn durch den Klimawandel. Warme Sommer und milde Winter führen zu einer rekordartigen Vermehrung. Ein Großteil der abgelegten Eier überlebt die kalte Jahreszeit. Neben Mücken und Fliegen profitieren auch Zecken und Borkenkäfer von höheren Temperaturen im Winter.

  • Blüte im Dezember

    WWF/iStock/Getty Images

    Mildere Temperaturen bedeuten eine längere Pollenflugsaison. Allergiker spüren das längst. Die Haselblüte beginnt zum Beispiel schon im Dezember. Außerdem werden ganz neue Pflanzenarten bei uns heimisch, die immer öfter Allergien auslösen.

  • Anpassen oder Ausweichen

    WWF/iStock/Getty Images

    Wer den Klimawandel überleben will, muss sich anpassen oder ausweichen. Schafft eine Tier- oder Pflanzenart das nicht, stirbt sie aus. Der menschengemachte Klimawandel verändert jetzt schon ganze Ökosysteme. Wir müssen handeln, damit er nicht ungebremst voranschreitet. Dabei ist die Politik gefragt, aber auch jeder Einzelne.

Wenn wir über den Klimawandel sprechen, denken wir meist zuerst an uns Menschen. Auch in Katastrophenfilmen versuchen die Protagonisten stets sich selbst oder Mitmenschen zu retten. Doch wer denkt an die Tiere, die bereits jetzt teilweise lebensgefährlich bedroht sind …

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