Welt der Wunder

Nicht glauben, sondern wissen

Helle Köpfe: Als der Kinofilm in unser Leben trat

Foto: iStock / Kristina Kokhanova

Helle Köpfe: Als der Kinofilm in unser Leben trat

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erweckten Lebensräder und Wundertrommeln das Bild zum Leben. Heute produziert die Traumfabrik Hollywood die spektakulärsten Filme für ein Millionenpublikum. Die flimmernde Welt der Bilder fasziniert mehr denn je.

Bewegte Bilder faszinierten die Menschen schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Lebensräder und Wundertrommeln nutzten einen einfachen Effekt, um statischen Abbildungen den Anschein bewegten Lebens zu verleihen. Der Trick: Sieht unser Auge mehr als 18 Bilder pro Sekunde, nimmt unser Gehirn keine einzelnen Bilder mehr wahr, sondern verbindet sie zu einer Bewegung. Betrachtet man so die Abbildungen der schnell rotierenden Wundertrommel durch schmale Sehschlitze, entsteht die Illusion eines Bewegungsablaufs. 

Am Anfang war die Fotografie

Am Anfang stand die Erfindung der Fotografie durch Louis Daguerre 1839. Doch durch die langen Belichtungszeiten dauerte es noch bis 1878, bis die ersten „laufenden“ Fotos entstanden. Fotografierte Bewegungsstudien galoppierender Pferde konnte man durch den „elektrischen Schnellseher“ des Deutschen Ottomar Anschütz als kurze Filme betrachten. Diese Technik wurde allerdings bereits 1891 durch die Entwicklung des Kinetoskops durch Thomas Edison abgelöst: Dort liefen Filmstreifen als Endlosstreifen durch einen Vergrößerungskasten. Den Film sah man durch ein Guckloch hindurch. 

Der Weg zum großen Kino

Das Kino in seiner heutigen Form geht auf die Brüder Louis und Auguste Lumière zurück. Sie entwickelten 1895 den Kinematografen: Mit Hilfe einer starken Lampe und einer Linse projiziert er Bilder auf eine Leinwand. Eine Handkurbel sorgt dabei für den Transport der einzelnen Bilder. 

Film war nie richtig stumm. Immer schon begleiteten Kommentatoren oder Musiker die jeweiligen Vorführungen. 1927 kam in den USA schließlich der erste Tonfilm in die Kinos. Sein Titel: „The Jazz Singer“. Erst die 40er Jahre brachten dann Farbfilme hervor – auch wenn Filmstreifen vorher schon per Hand koloriert oder ganze Sequenzen in Farbe getaucht sein konnten. 

Größer, aufwändiger, technisch brillanter: Inzwischen ist der Film ist zum High-Quality-Produkt avanciert. Internationale Blockbuster ziehen ein Millionenpublikum an. Die flimmernde Welt der Bilder hört nicht auf, Menschen zu faszinieren.
Welt der Wunder - Die App

Kostenfrei
Ansehen