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Handy entsperren per Herzschlag

Mein Herz schlägt für mein Smartphone

Handy entsperren per Herzschlag: Eine Frau, die ein Smartphone hält

Fingerabdrucksensoren und automatische Gesichtserkennung könnten bald Schnee von gestern sein. In Zukunft sollen sich Smartphone-Nutzer anhand ihres Herzschlags identifizieren können.

Ein Forscherteam aus Frankreich will die biometrische Authentifizierung neu erfinden

Smartphones mit biometrischen Daten wie dem Fingerabdruck oder der Gesichtsform zu sichern, ist seit Jahren Standard. Solche biometrischen Authentifizierungsverfahren arbeiten auch in günstigen Geräten schnell und zuverlässig und ermöglichen einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort.

Eine Gruppe französischer Forscherinnen und Forscher will jedoch dafür sorgen, dass es auch noch sicherer und komfortabler geht. Die Fachleute von der Universität Toulouse sind der Meinung, dass der menschliche Herzschlag mindestens so einzigartig wie der Fingerabdruck ist.

Der Herzschlag wird anhand der Vibrationen an der Hand des Smartphone-Nutzers gemessen

Das neuartige Verfahren der Forscher, das sie HoldPass getauft haben, soll Smartphone-Nutzer anhand ihres individuellen Herzschlags identifizieren. Hierzu genügt es, dass der Betreffende das Smartphone nur in der Hand hält.

Das Prinzip, das dabei zum Einsatz kommt, nennt sich Ballistokardiographie, die Messung der Herzfrequenz anhand der mechanischen Schwingungen des Körpers. All das soll nur mithilfe des eingebauten Bewegungssensors des Smartphones möglich sein und keine zusätzliche Hardware benötigen.

HoldPass muss mit hohem Datenverlust zurechtkommen

Die Herausforderung dabei: Zwar ist es problemlos möglich, den Herzschlag an der Hand zu messen. Allerding sind auf dem Weg vom Herzen zur Hand bereits viele Daten verloren gegangen. Darüber hinaus bewegen sich die Hände des Menschen unabsichtlich selbst – diese Bewegungsdaten müssen also in Echtzeit herausgerechet werden.

Die Forscher und Forscherinnen arbeiten momentan jedoch an einer Methode, um in Zukunft eine Erkennungsgenauigkeit von 96,2 Prozent zu erreichen. In China wurde bereits eine Methode entwickelt, die vorsieht, dass das Handy zum Entsperren auf die Brust gelegt wird. Dieses Verfahren empfand das französische Forscherteam jedoch als zu umständlich.

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