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Psychologie

Mindset und Autosuggestion: Entscheiden unsere Gedanken über Erfolg?

Mindset: So steuern Gedanken unser Leben

Auf gelbem Papier liegt eine Münze, um die eine Hand mit Filzstift Sonnenstrahlen für ein positives Mindset zeichnet.

Mindsets bestimmen viel im Leben: optimistische Denkweisen und Verhaltensmuster zahlen sich aus, negative Gedanken hingegen bremsen. Eine Methode, die eigene Glaubenssätze positiv besetzt, ist die Autosuggestion nach Emil Coué.

Auf gelbem Papier liegt eine Münze, um die eine Hand mit Filzstift Sonnenstrahlen für ein positives Mindset zeichnet.
Gajus-Images / Envato

Optimismus statt Selbstzweifel: Verschiedene Methoden helfen dabei, die eigenen Gedanken auf Gutes zu lenken.

Gedanken beeinflussen unsere Wahrnehmung. Sie sind außerdem eng mit unseren Überzeugungen verknüpft. Die Wirklichkeit, mit der wir uns tagtäglich auseinandersetzen, ist das Ergebnis dieser wechselseitigen Beziehung: Wer sich hauptsächlich mit negativen Themen beschäftigt, wird vermehrt schlechte Momente wahrnehmen.

Die Algorithmen digitaler Plattformen bekräftigen diese Sicht auf die Umwelt. Der Blick für erfreuliche Gegebenheiten geht verloren. Freude oder Glück scheinen keinen Platz in der inneren Gefühlswelt zu bekommen. Sogar Depressionen können eine Folge davon sein. Umgekehrt funktioniert das jedoch ebenso: Lenken wir unseren Fokus auf das Gute, nehmen wir positive Emotionen verstärkt wahr.

Autosuggestion: Wie Emile Coué die Methode entwickelte

Emile Coué beobachtete Ende des 19. Jahrhunderts ein Phänomen und etablierte dafür den Begriff Autosuggestion. Coué war Apotheker und Psychotherapeut in Frankreich. Er nutzte die Kraft der Gedanken für seine Patientinnen und Patienten: Für einige hatte er aufbauende Worte parat. Ihr Behandlungserfolg trat häufig schneller und deutlicher ein als bei jenen, deren Fokus auf den Beschwerden lag. Coué formulierte daraufhin einige Sätze, die das Unterbewusstsein positiv beeinflussen sollen. Einer der bekanntesten: „Es geht mir jeden Tag in jeder Hinsicht besser und besser!“ Noch heute wird empfohlen, diesen Satz morgens und abends 20-mal bewusst laut auszusprechen.

Die Arbeit des Apothekers sprach sich herum. Immer mehr Menschen kamen zu ihm, um sich durch Autosuggestion von ihm helfen zu lassen – mit Erfolg. Seine Methode war bald in ganz Europa gefragt. Dennoch soll er kein Geld für seine Behandlungen verlangt haben. Sein Ziel sei es gewesen, Menschen beizubringen, sich selbst zu helfen.

Diese Macht der Gedanken können wir für uns nutzen. Bücher und Coaches für unterschiedliche Lebenslagen haben den Begriff Mindset geprägt: Optimieren wir unsere Denkweise, erreichen wir unsere Ziele einfacher – vielleicht sogar schneller. Eine genaue Betrachtung des eigenen Mindsets kann außerdem diese Ziele in Frage stellen. Sind es tatsächlich persönliche Träume oder stereotype Erwartungen, die wir zu erfüllen versuchen?

Mindset optimieren: Warum der Trend tatsächlich wirkt

Glaubenssätze begleiten uns von klein auf: Ein Mädchen tut dies, ein Junge kann das. Erwartungshaltungen und Wertevorstellungen anderer prägen unser Selbstbild und zeichnen möglicherweise Linien aus Zweifeln. Unter diesen Umständen fällt es einigen schwer, sich frei und nach eigenen Bedürfnissen zu entfalten. Wer immer wieder hört, schlecht in bestimmten Lebenslagen zu sein, glaubt es früher oder später. Solche Aussagen werden Teil der eigenen Identität und man verfällt immer wieder in gleiche Muster.

Vieles beruht jedoch nicht auf der Wahrheit, sondern auf falschen Glaubenssätzen oder einem schlechten Mindset: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich kann das nicht“. Die gute Nachricht ist: Die eigenen Gedanken wirken ebenso positiv auf unsere Persönlichkeit. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Gedankenwelt um all das Gute in uns dreht. Das benötigt häufig etwas Zeit und Übung, bis die ersten Erfolge spürbar sind.

Neben Autosuggestion haben sich weitere Methoden etabliert. Bücher, Podcasts oder persönliche Coaches bieten unterschiedliche Arten der Unterstützung an. Welche Herangehensweise die beste ist, um die eigenen Stärken hervorzuheben, ist individuell.

Ein erster Schritt kann es sein, zu überlegen, welche Denkweisen in einem selbst verankert sind: Wo liegen Schwächen, was sind die Stärken und wie kommt man zu dieser Einschätzung? Ein Austausch im engsten Umfeld hilft bei der Analyse und zeigt zudem neue Blickwinkel auf.

Ein weiterer wichtiger Punkt: keinen Druck aufbauen. Wer sich ständig mit anderen vergleicht, setzt dadurch den falschen Fokus. Vermeintliche Unzulänglichkeiten dominieren und verdrängen alles andere.

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