Wetterfeste Riesen
Vernetzung von Schiff, Schiene und Straße
Im Jahre 2017 wurde das größte Containerschiff der Welt (Einteilung nach Ladekapazität) in Betrieb genommen: 400 Meter lang und 59 Meter breit ist die „OOCL Hong Kong“ (Symbolfoto). Der Riesenfrachter bietet Platz für 21.413 Standardcontainer.
Standardcontainer: Um sie dreht sich alles in der weltweiten Logistik: Gemessen wird mit der 20-Fuß-Vergleichseinheit, dem Standardmaß TEU („Twenty Foot Equivalent Unit“). Darauf basiert die Logistik der globalen Gütertransporte.
Würde ein Güterzug die Ladung eines mittelgroßen Containerfrachters transportieren, hätte er eine Länge um die neunzig Kilometer.
Containerschiffe verkehren nach einem festen Fahrplan, sozusagen wie Buslinien. Sie stoppen an den immer selben Haltestellen – nur eben weltweit, zwischen Europa, Asien und Amerika.
Um die Kosten zu senken, setzen die Reedereien auf immer größere Frachter. Bei den Massengutfrachtern geht der Trend hin zum „Slow Steaming“, einer langsameren und besonders sparsamen Fahrweise.
Über 70 Prozent des Welthandels wird heute auf dem Seeweg abgewickelt. Die rasante Entwicklung der Containerschifffahrt ist sowohl Folge als auch Triebkraft der Globalisierung.
Für die Containerschiffe der neuesten Dimension ist der Hamburger Hafen zu klein: Die Elbe ist schlichtweg nicht tief genug. 2018 kam das Go für die Vertiefung.
Die gigantischen Schiffe laufen nur die größten Häfen an (Bild: Tiefwasserhafen in Hongkong). Von hier aus werden die Container entweder an Land oder mit Zubringerschiffen auf dem Seeweg weitertransportiert.
Seit den 1960er Jahren entwickelte sich die Containerschifffahrt rasant. Es gab immer mehr Bedarf an Transportraum und für die entsprechende Infrastruktur in den Häfen.
Nach Shanghai und Singapur hat Shenzhen den drittgrößten Containerhafen der Welt.
40 Jahre danach: Im September 2017 wird die Landshut an den Bodensee nach Friedrichshafen gebracht, zukünftig möchte das Dornier-Museum das geschichtsträchtige Flugzeug ausstellen.
Hamburger Hafen: Ein Containerschiff wird auf der Elbe von einem Schlepper zu seiner Position am Container-Terminal gebracht.
Mit hochspezialisierter Software lässt sich die Verladung der Container immer präziser steuern. Eine gewaltige Rechnerleistung ist hierfür erforderlich.
Ohne die schwimmenden Warenlager ist unser gegenwärtiger Lebensstandard nur schwer vorstellbar.
