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Sonnenbrand im Urlaub oder im Sommer daheim: „Nach Rot kommt Braun“, lautet das Motto mancher Sonnenanbetenden. Um Hautkrebs vorzubeugen, darf der Sonnenschutz allerdings nicht fehlen. Die Sonnenstrahlen dringen sogar durch Fensterscheiben.

Foto: Envato / twenty20photos

Sonnenbrand durchs Fenster: Sunblocker auch im Auto und Büro?

Unterwegs zum Badesee, in den Sommerurlaub oder ins Büro: Können wir durch Autofenster oder andere Glasscheiben einen Sonnenbrand bekommen?

Sonnenbrand im Urlaub oder im Sommer daheim: „Nach Rot kommt Braun“, lautet das Motto mancher Sonnenanbetenden. Um Hautkrebs vorzubeugen, darf der Sonnenschutz allerdings nicht fehlen. Die Sonnenstrahlen dringen sogar durch Fensterscheiben.

Sonne steigert das Wohlbefinden. Ein Grund dafür ist Vitamin D: Es ist an zahlreichen Prozessen in uns beteiligt. Fehlt es, kann das nachweislich zu depressiven Verstimmungen führen. Damit der Körper Vitamin D selbst produziert, benötigt er Sonnenlicht. Allerdings hat der Sommer mit seinen Sonnenstunden ebenso Nachteile für die Gesundheit.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich 200.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs. Damit ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Eine repräsentative Umfrage der gesetzlichen Krankenkasse AOK ergab: Jede zweite Person hat Angst, die Diagnose Hautkrebs zu bekommen. Jedoch beugt nur ein Drittel mit Sonnenschutzmitteln vor.

Sonnenstrahlen: Vitamin D, Sommerbräune und Hautkrebs?

Sonnenlicht besteht aus mehreren bunten Lichtwellen. Ein Regenbogen zeigt das Farbspektrum des Sonnenlichts zumindest zum größten Teil. Unsichtbar bleiben die UV-Strahlungen A, B und C. Sie können Krebs verursachen und machen ausgiebige Sonnenbäder gefährlich. UVC-Strahlung wird von der Erdatmosphäre weitestgehend absorbiert.

Für unsere Gesundheit spielt sie daher kaum eine Rolle. Anders verhalten sich UVA- und UVB-Strahlen. Treffen sie auf die Haut, können sie Krebs verursachen. Am gefährlichsten für unsere Haut sind die starken UVB-Strahlen. Sie dringen zwar nur bis zur Oberhaut, verursachen dort aber den Sonnenbrand. UVA-Strahlen wirken tiefer bis zur sogenannten Lederhaut-Schicht, sind insgesamt aber schwächer. Dennoch: UVA-Strahlen in hoher Dosierung ist mitverantwortlich für den sogenannten schwarzen Hautkrebs.

UV-Strahlung durchs Fenster: Sonnenbrand im Auto oder Büro?

Es ist sogar möglich, dass die Strahlung durch Glasscheiben wirkt – beispielsweise bei schlecht verarbeiteten Sonnenbrillen. Ein Modell ohne offizielle Prüfzeichen bietet keinen Schutz vor UV-Strahlen im Sonnenlicht. Im Gegenteil: Die abgetönten Gläser unterbinden den natürlichen Reflex der Iris, sich bei zu viel hellem Licht zusammenzuziehen. Eine getönte Sonnenbrille ohne Schutz lässt die Strahlung jedoch ungehindert in die Augen. In Deutschland sind alle im Handel erhältlichen Sonnenbrillen geprüft. Vorsicht ist bei Urlaubsschnäppchen auf Märkten oder an Strandbuden geboten.

UV-Strahlung kann auch durch Fensterscheiben Schaden anrichten. Allerdings ist die Gefahr deutlich geringer als bei einem Aufenthalt in der prallen Sonne. Sicherheit-Verbundglas, beispielsweise bei Autofenstern, filtern UVB-Strahlung meist effektiv. Ebenso bei Gebäuden mit modernen Fenstern. Ein Sonnenbrand durch geschlossene Fenster wird dadurch unrealistisch.

Einen absoluten Sonnenschutz bieten Fensterscheiben dadurch aber nicht. Die UVA-Strahlung wird laut des Dachfenster-Herstellers Velux bis zu 60 Prozent durchgelassen. Da die Strahlung ohnehin schwächer ist, geht für Erwachsene kaum Gefahr aus. Kleinkinder hingegen sollten zusätzlich geschützt werden, da ihre Haut besonders empfindlich auf Sonnenstrahlen reagieren kann.  

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