- Welt der Wunder
Symptome: Erschöpfung und Ödeme
Im Krankheitsverlauf kann es zu einem Rückstau des Blutes in die Lunge und in die Venen kommen. Dadurch entstehen Atemnot, vor allem im Liegen, und Wassereinlagerungen. Diese sogenannten Ödeme treten zumeist an Fußgelenken und Beinen auf und können eine rapide Gewichtszunahme verursachen.
Softroboter als Behandlungsmöglichkeit
Neben medikamentösen Therapiemöglichkeiten stehen Ärzten auch künstliche Pumpen oder unterstützende Geräte zur Verfügung. Chirurgen bringen sie in die Herzkammer der Erkrankten ein. Da diese Therapie jedoch Risiken birgt, zum Beispiel die Gefahr der Gefäßverstopfung (Thrombose), wird auch auf dem Gebiet medizinischer Geräte kontinuierlich weiter geforscht. So hat eine Wissenschaftlergruppe um Christopher Payne vom Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering in Boston (Massachusetts, USA) einen Softroboter entwickelt: Er umschließt die kranke Herzkammer und übt durch aufblasbare Kammern von außen Druck aus, wenn das Blut aus der Kammer ausströmen soll. So gewährleistet der Softroboter einen natürlichen Schlagrhythmus des Herzens.
Die Wissenschaftler haben das Gerät bereits an Schweineherzen erprobt. Langzeittests jedoch stehen noch aus. „Solche innovativen Ansätze sind spannend und unterstützenswert“, sagt Jan Gummert, Klinikdirektor am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen. Nun müsse sich jedoch erst zeigen, dass das Gerät nicht nur an Schweinen, sondern auch beim Menschen funktioniert – und das auf Dauer. Gummert: „Ich werde die weitere Entwicklung auf jeden Fall verfolgen.“
