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Kinder

Wann braucht mein Kind die ersten Schuhe?

Schon für Neugeborene gibt es winzige Schühchen. Sie sehen entzückend aus, doch sinnvoll sind sie nicht. Am besten entwickelt sich der kleine Fuß anfangs barfuß. Doch wenn die Kinder beginnen zu laufen, ist der Schuhkauf nicht mehr fern. Ab wann lohnt sich das erste Schuhwerk wirklich und was müssen Eltern beim Kauf beachten?

© iStock-Halfpoint

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Kinderfüße sind in der Anfangszeit noch platt, weich und formbar, weil sie zunächst hauptsächlich aus Knorpel bestehen. Erst wenn die Kleinen erste Steh- und Gehversuche wagen, bildet sich das Längs- und Quergewölbe. Damit sich der Fuß optimal entwickelt, sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht zu früh durch Schuhwerk einengen. In der ersten Laufphase benötigen Kinderfüße gar keine Schuhe. Es ist besser, die Kleinen barfuß herumkrabbeln zu lassen. Wichtig ist aber, die Füße vor Kälte und Verletzungen zu schützen. Dafür reichen aber kleine Füßlinge zunächst vollkommen aus.

Doch was tun, wenn die Kleinen anfangen, die Welt auf eigenen Füßen zu erkunden? Es empfiehlt sich, nicht sofort das erste Paar Schuhe zu kaufen. In dieser Phase beginnen die Sprösslinge nämlich damit, Muskulatur, Motorik und Koordination zu entwickeln. Barfuß gelingt dies am besten, weil Kinder während der Lauflernphase den Boden spüren. Experten empfehlen den Kauf von Kinderschuhen generell erst nach etwa drei Monaten.

Kriterien von Kinderschuhen

Ähnlich wie bei Erwachsenen sollten Kinderschuhe ausreichend Komfort bieten und nicht einengen. Bei Kindern ist es jedoch ebenso wichtig, dass die Modelle nicht nur an die Anatomie des Nachwuchses angepasst werden, sondern dass sie Stabilität und Standsicherheit gewährleisten. Folgende Tipps helfen, die passenden Schuhe zu finden.

1)      Füße immer ausmessen

Kinderfüße wachsen unglaublich schnell – tatsächlich sind es mehrere Millimeter pro Monat. Die Schuhe, welche vor ein paar Wochen noch perfekt gepasst haben, können plötzlich zu klein sein. Daher ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen die Füße des Kindes auszumessen, um gegebenenfalls ein neues Paar zu kaufen. Ansonsten kann es passieren, dass sich Fehlstellungen entwickeln.

2)      Auf das Material achten

Um zu verhindern, dass die kleinen Kinderfüße schwitzen, sollten Eltern zu einem atmungsaktiven Obermaterial greifen. Ideal sind unter anderem Leder oder Baumwolle. Diese Materialien gewährleisten eine gute Luftzirkulation und verhindern so, dass das Kind in seinen Schuhen schwitzt, und beugen gleichzeitig Pilzinfektionen vor.

3)      Die richtige Sohle

Eine rutschfeste Sohle ist wichtig, damit das Kind während des Laufens einen sicheren Stand hat. Außerdem sollte sie flach und flexibel sein, um den Bewegungsapparat zu unterstützen und nicht einzuschränken.

4)      Auf den Verschluss achten

Ein sicherer Verschluss sorgt automatisch für mehr Stabilität und somit für einen guten Halt. Gerade für Kleinkinder sind Klettverschlüsse ideal, weil man mit ihnen den Schuh ganz einfach aufmachen oder schließen kann. Schnürsenkel sind am Anfang suboptimal. Wenn sie aufgehen, könnte das Kind stolpern. 

© iStock-PavelIvanov

Wie wird die richtige Schuhgröße ermittelt?

Schuhgrößen können stark voneinander abweichen – tatsächlich fallen sie oftmals von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich groß aus. Es ist daher nicht empfehlenswert, sich allein auf die angegebene Größe zu verlassen. Stattdessen sollten Eltern vor dem Schuhkauf wie folgt vorgehen:

  1. Die Umrisse des Kinderfußes auf einem Stück Pappe nachzeichnen.
  2. Zwölf Millimeter in der Länge hinzurechnen, um ausreichend Freiraum für die Zehen zu lassen.
  3. Schablone ausschneiden.
Viele Eltern wissen nicht, dass die Innenlänge eines Schuhs der eigentlichen Größe entspricht. Wenn man aber die Schablone in den Schuh legt, lässt sich schnell herausfinden, ob er die passende Länge hat. Das bedeutet aber nicht, dass es damit getan ist. Kinder müssen das Schuhwerk trotzdem anprobieren, schließlich unterscheiden sich Kinderfüße auch in Form und Breite. Es ist außerdem keine Seltenheit, dass Kinderfüße unterschiedlich groß sind – das kann teilweise sogar bis zu zwei Schuhgrößen ausmachen. Eltern sollten sich davon aber nicht beunruhigen lassen. Es ist vollkommen normal. Ebenso wie die Tatsache, dass Kinder im Kleinkindalter oft über O- oder X-Beine haben. In der Regel verwächst sich eine Fehlstellung wieder. 

Wie sieht es mit gebrauchten Kinderschuhen aus?

An diesem Punkt weichen die Meinungen der Experten teilweise stark voneinander ab. Während die einen davon abraten, gebrauchte Kinderschuhe zu kaufen, stufen andere das Vorgehen als unbedenklich ein. Wichtig ist in erster Linie, dass die Sohle nicht zu stark abgelaufen und der Schuh nicht verformt ist. Sofern die Qualitätsmerkmale (Material, Sohle, Passform, Größe) eingehalten werden, stellt es kein Problem dar, günstige gebrauchte Schuhe zu erwerben. 
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