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Sternschnuppen-Feuerwerk läutet längste Vollmondnacht ein

Foto: Envato / claudioventrella

Sternschnuppen-Feuerwerk läutet längste Vollmondnacht ein

Helle Vollmondnächte sind erfahrungsgemäß hell und damit äußerst ungeeignet, um Sternschnuppen zu beobachten. Welch ein Glück, dass sich das Maximum der Geminiden, dem stärksten Meteorschauer des Jahres, bereits vier Nächte vor dem Dezembervollmond ereignet. Auch dieser ist etwas ganz Besonderes – das verrät Astrophysiker Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg.

Geminiden – der stärkste Sternschnuppenschauer des Jahres

Die diesjährigen Geminiden finden in den Morgenstunden des 14. Dezembers ihren Höhepunkt. Der zunehmende Mond sinkt gegen 3 Uhr morgens zum Westhorizont und geht unter. Damit verschwindet auch sein störendes Licht. „Bei guten Wetterbedingungen und abseits störender Lichter der Stadt, können Interessierte in den entscheidenden letzten drei Stunden der Nacht ein ‚Feuerwerk‘ genießen“, sagt Prof. Kraupe. „Der Ansturm von Sternschnuppen wird durch Staubteilchen des Kometen Temple-Tuttle verursacht, die in unserer Lufthülle verglühen. Der Radiant des Meteorschauers, sein Ausstrahlungspunkt, liegt zwei Grad nördlich des Sterns Kastor in den Zwillingen, lateinisch Gemini. Das erklärt auch den Namen ‚Geminiden‘ des wiederkehrenden Sternschnuppenereignisses.“

Längste Vollmond-Nacht

In den vergangenen Monaten nahm das Tageslicht immer mehr ab. Die Sonne sank von Tag zu Tag früher unter den Horizont. Am 21. Dezember erleben wir schließlich den kürzesten Tag des Jahres – und die Wintersonnenwende. Um genau 16:59 Uhr Mitteleuropäischer Zeit steht die Sonne im Sternbild Schütze am weitesten südlich und damit bei uns besonders tief. Sie durchwandert den sogenannten ‚Wendepunkt des Steinbocks‘. Während nun auf der Südhalbkugel der Erde der Sommer anbricht, beginnt bei uns der Winter.

„Umgeben von strahlenden Sternen steht unser Mond vom 18. auf den 19. Dezember in der längsten Vollmondnacht des Jahres rund und hell am Himmel“, sagt Prof. Kraupe. „Er zeigt sich hoch über dem Wintersternbild Orion und nahe dem nördlichsten Gipfel des Tierkreises. Kein anderer Vollmond in 2021 erreichte eine größere Höhe.“

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