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Lebensmittelindustrie

Die gefährlichsten Lebensmittel: Gemüse und Getreide

Die gefährlichsten Lebensmittel: Gemüse und Getreide

Was genau macht welche Lebensmittel zu tickenden Zeitbomben? Welt der Wunder outet die versteckten Gesundheitsrisiken von scheinbar harmlosem Essen. Diese Bildergalerie nimmt Gemüse und Getreide genauer unter die Lupe.
  • Thinkstock_Olga Bosnak

    Keine künstlichen Pflanzenschutzmittel, kein Stickstoffdünger, so gut wie keine Gentechnik: Das sind die Mindeststandards für Bio-Produkte in Europa. Außerdem müssen alle Produkte zu mindestens 95 Prozent aus Zutaten bestehen, die selbst Bio sind. Nur wer diese EU-Vorschriften einhält, darf seine Produkte mit dem europäischen Bio-Siegel kennzeichnen. Noch strenger sind die drei großen privaten Bio-Siegel: Bioland, Demeter und Naturland. Diese setzen allerdings unterschiedliche Prioritäten: So sind bei Demeter weniger Zusatzstoffe erlaubt, bei Bioland ist beispielsweise die Tierfütterung strenger geregelt. Bei vielen Produkten ist es in der Tat gesünder, Bio zu essen – auch weil es immer wieder staatliche Kontrollen gibt.

  • Thinkstock_Balefire9

    Etliche Gemüsearten aus konventionellem Anbau enthalten Spuren des Insektizids Lambda-Cyhalothrin – die aufgeführten Arten sind am stärksten belastet. Das Mittel gegen Insektenbefall wurde in 25 Prozent des geprüften Stangenselleries, in 17 Prozent der Schalotten, in 13 Prozent des Rucolas, in elf Prozent des Grünkohls und in acht Prozent des Feldsalats gefunden. Bei diesen Lebensmitteln sollten Sie deshalb zu Bio-Produkten greifen.

  • Thinkstock/George Doyle

    Die Rückstände der Chemikalie reizen Augen, Haut und Atmungsorgane. Wird sie über einen langen Zeitraum aufgenommen – auch in geringen Mengen –, erhöht sich das Krebsrisiko. Bei Kindern hat Lambda-Cyhalothrin Aufmerksamkeitsdefizite und Bewegungsstörungen zur Folge.

  • Thinkstock / Tay Jnr

    Zumindest einen Bruchteil der Rückstände können Verbraucher durch gründliches Waschen des Gemüses beseitigen. Lambda-Cyhalothrin darf in der Bio-Landwirtschaft nicht eingesetzt werden.

  • Thinkstock_StephanieFrey

    Grüne Tomaten, gekeimte Kartoffeln und unreife Auberginen enthalten das natürliche Gift Solanin.

  • Thinkstock_Ana Blazic

    Der Verzehr des Gemüses kann Übelkeit bis hin zum Erbrechen auslösen. Damit gehen akute Vergiftungssymptome wie Magenbeschwerden, Darm- und Nierenentzündungen und Fieber einher. Ab 400 Milligramm tötet das Gift einen Erwachsenen – eine unreife Tomate enthält 25 Milligramm.

  • Thinkstock/AndreySt

    Solanin wird weder durch Hitze zerstört noch vom menschlichen Verdauungssystem abgebaut. Grüne Stellen und Keimanlagen an Kartoffeln sollten großzügig weggeschnitten werden. Bei Tomaten und Auberginen nimmt der Solaningehalt mit zunehmender Reife ab. Sie sollten nur reif verzehrt werden.

  • Thinkstock_funkybg

    Reis nimmt während des Wachstums Arsen aus dem Boden auf. Wie stark der Reis mit dieser Chemikalie belastet ist, hängt vom Anbaugebiet ab. Besonders belastet sind Gebiete in der Nähe von Minen oder Metallhütten sowie ehemalige Baumwollfelder. In Thailand und China sind große Flächen durch den Bergbau mit Arsen belastet. Aus Thailand kommen immerhin 4,3 Prozent des in Deutschland erhältlichen Reises.

  • Thinkstock_Aiaikawa

    Da Arsen selbst durch Kochen kaum zerstört werden kann, hat bereits der tägliche Verzehr kleiner Mengen Auswirkungen auf die Gesundheit. Nach wenigen Wochen können Reizungen des Magen-Darm-Traktes auftreten, und das Hautbild kann sich verändern. Über Jahre aufgenommen, verursacht das Gift Haut und Blasenkrebs.

  • Imago_UIG

    Obwohl es sich bei Arsen um eines der giftigsten Elemente handelt, gibt es in der EU keinen Höchstwert für diesen Stoff in Lebensmitteln. Dabei reicht schon ein Blick nach China: Dort gelten 150 Mikrogramm Arsen je Kilogramm Reis als Obergrenze. Was diesen Wert überschreitet, wird in Länder ohne Obergrenze exportiert. Bio-Reis ist im Test bisher aber unbelastet.

  • Thinkstock_DPhoto

    Der Pilz Claviceps infiziert besonders Roggen, aber auch andere Getreidearten. Kranke Körner, die sogenannten Mutterkörner, sind dunkel gefärbt und größer als die gesunden. Durch ihren Gehalt an Mutterkornalkaloiden sind sie hochgiftig. Der Grenzwert liegt in der EU bei 0,05 Prozent Mutterkorn. Das sind ein Milligramm hochgiftige Alkaloide pro Kilogramm Getreide. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in Proben aber auch schon zehn Milligramm Gift pro Kilogramm Mehl gefunden. Diese Mehle waren bereits im Handel.

  • Imago_blickwinkel

    Schon der einmalige Verzehr von Mutterkorn kann zu starker Migräne führen. Größere Mengen des Gifts lösen Krämpfe, Lähmungen und Psychosen aus und können aufgrund von Durchblutungsstörungen das Absterben von Fingern und Zehen und sogar den Tod zur Folge haben.

  • Thinkstock_Paul Grecaud

    Früher kam es durch das Vermahlen des Getreides samt Mutterkörnern zu Massenvergiftungen. Ihren Namen tragen sie, da ihr Gift damals bei einer Abtreibung eingesetzt wurde. Heute können die infizierten Körner zwar gut ausgesiebt werden. Doch extreme Witterungsbedingungen verändern das Aussehen der Mutterkörner und machen sie schwieriger erkennbar. Und schon ein Prozent Mutterkorn im Brot gilt als toxisch.

  • Thinkstock_ValentynVolkov

    Die schwefel- und stickstoffhaltigen Senfölglucosinolate kommen in einigen Gemüsearten natürlich vor. Sie sorgen für den etwas bitteren Geschmack und wirken so in den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen Tierfraß.

  • Thinkstock_Eraxion

    In Maßen genossen, wirken Senföle antibakteriell. Jedoch behindern die chemischen Verbindungen im Körper die Aufnahme von Jod, das für die Synthese von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Ohne zusätzliche Jodaufnahme, etwa durch Speisesalz, lassen Senföle die Schilddrüse anschwellen – es bildet sich ein Kropf.

  • Thinkstock_peangdao

    In Notzeiten wurden früher große Mengen Kohl gegessen – damals sprach man bei einer vergrößerten Schilddrüse auch vom sogenannten Kohlkropf. Je nach Kohlart reichen bereitsein halbes Kilogramm täglich, um die Schilddrüse anschwellen zu lassen.

Was genau macht welche Lebensmittel zu tickenden Zeitbomben? In einer wöchentlichen Reihe outet Welt der Wunder die versteckten Gesundheitsrisiken von scheinbar harmlosem Essen. In dieser Woche: Gemüse und Getreide

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