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Digitale Krankheiten

Computer, Smartphone, Tablet – die neuen Gefahren für unsere Augen

Computer, Smartphone, Tablet – die neuen Gefahren für unsere Augen

Kein Schritt mehr ohne Bildschirm: Ob beim Essen, beim Entspannen im Park oder auf der Toilette – das Smartphone begleitet jeden Schritt. Dabei sitzt die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer auch beim Arbeiten vor dem Bildschirm. Das hat schwerwiegende Folgen für die Augen.
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    Der moderne Mensch verbringt die meiste Zeit des Tages vor einem Bildschirm: Beim Arbeiten vor dem Computer, in den Pausen am Smartphone und am Abend beim Lesen am Tablet. Unsere sensiblen Augen sind dabei ununterbrochen im Einsatz und kommen kaum zur Ruhe. Längst gilt es als bewiesen, dass dadurch Kurzsichtigkeit entstehen kann – doch neueste Untersuchungen weisen auf weitere Schädigungen der Augen hin. Daneben können auch weitere körperliche Einschränkungen entstehen, die über den Sehnerv hinausgehen. Welt der Wunder erklärt, wo die neuen Gefahren für Augen und Körper liegen und mit welchen Maßnahmen jeder einer Erkrankung vorzubeugen kann.

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    Sie werden gerne „Generation Y“ genannt oder auch als „Digital Natives“ bezeichnet: Menschen, die mit der Digitalisierung durch das Internet, Computer und Smartphones groß geworden sind. Dabei stammen diese Begrifflichkeiten aus der Soziologie und bezeichnen Menschen, die zwischen 1971 und 1997 geboren wurden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, verbringen in der Bundesrepublik 68 Prozent der 25- bis 54-Jährigen und 60 Prozent der 55-Jährigen einen Teil des Tages vor dem Computer. Aus diesen Daten geht auch hervor, dass 21 Millionen Menschen in Deutschland bei der Arbeit einen Computer nutzen. Folgen der exzessiven Nutzung bleiben somit nicht aus.

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    Als Anfang der Achtzigerjahre Spielkonsolen die Welt eroberten, machten sich viele Eltern Gedanken um die Augen ihrer Kinder, die mehrere Stunden konzentriert auf den Fernseher blickten. Heute gibt es in Deutschland kaum mehr einen Haushalt ohne Bildschirm. Die Folgen: eine Überbelastung der Augen. Die auftretenden Symptome reichen von geröteten Augen über unscharfes Sehen bis hin zu sehr trockenen und juckenden Augen. Diese Probleme können zwar auch nur kurzfristig entstehen und schnell wieder abklingen, jedoch führen sie bei manchen Menschen zu einer langfristigen Schädigung des Sehvermögens. Besonders dann, wenn die Betroffenen keine Gegenmaßnahmen ergreifen.

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    Krankheiten der Augen, die durch die Nutzung von Bildschirmen entstehen, bezeichnen Augenärzte auch als „digitale Krankheit“. Trockene Augen treten sehr häufig auf und sind die Folge von zu wenig Tränenflüssigkeit. Die Erklärung dafür ist einfach: Wer konzentriert auf seinen Monitor starrt, verringert die Anzahl der Lidschläge deutlich. Dadurch verdunstet mehr Flüssigkeit im Auge - es trocknet aus. Weitere Symptome, wie gerötete Augen oder auch eine gereizte Bindehaut, können folgen. Im schlimmsten Fall verliert die Augenlinse an Elastizität. Wer ständig vom Bildschirm, zur Tastatur, dann am Bildschirm vorbei und wieder zurück blickt, weiß oft nicht, was das für unsere Augen bedeutet: Es muss immer wieder sein Zielobjekt fixieren und scharf stellen muss. Auf lange Sicht kann es passieren, dass die Naheinstellungsreaktionen der Augen nicht mehr funktionieren und man kurzsichtig wird.

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    Meistens sind es nicht nur die Augen, die klagen. Menschen, die sehr viel Zeit vor einem Computer sitzen, haben oft noch mit anderen Problemen zu kämpfen. So führt die unveränderte Sitzposition zu starken Rückenproblemen. Meistens äußern sich diese Schmerzen auch im Nackenbereich und können starke Kopfschmerzen verursachen, die bei manchen Menschen sogar Migräneanfälle hervorrufen. Schuld für derartige gesundheitliche Beschwerden sind sehr häufig die Umstände am Arbeitsplatz.

  • imago/Westend61

    Laut Angaben in einer Untersuchung der Deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin klagen 80 Prozent aller Menschen, die täglich mehr als drei Stunden am Computer verbringen, über Beschwerden an Augen und Rücken. Konkret bedeutet das: Jucken, Tränen und Flimmern der Augen, schnell eintretende Müdigkeit und Schmerzen im Bewegungsapparat. All diese Dinge deuten darauf hin, dass das Auge nicht leisten kann, was es leisten soll – von einer schlechten Sitzhaltung ganz zu Schweigen. Entweder man ist selbst schuld, weil man die Augen nicht untersuchen lässt oder der Stuhl und Schreibtisch sind nicht ideal an das Individuum angepasst. Richtlinien der Europäischen Union geben vor, dass Beschäftigte an Bildschirmgeräten ein Recht auf regelmäßige Augenuntersuchungen haben. Diese muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern in regelmäßigen Abständen ermöglichen. Zudem hat die Berufsgenossenschaft Vorgaben zur Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie Mindestanforderungen an das Sehvermögen in einem Grundsatz „Bildschirmarbeitsplätze“ veröffentlicht.

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    Sowohl Arbeitnehmer, als auch -geber haben sich an die Vorschriften der EU und an die der Berufsgenossenschaften zu halten. In erster Linie geht es dabei um den Schutz des Arbeitnehmers. Nur selten kennt dieser seine Rechte und dass er diese auch auch einklagen kann. Umgekehrt darf auch der Arbeitgeber beispielsweise Augenuntersuchungen für seine Arbeitnehmer anordnen und somit sichergehen, ob sich eine mögliche Schädigung der Augen tatsächlich erst im Laufe der Tätigkeit entwickelt hat. Viele Unternehmen sorgen sich, dass es aufgrund von vermeintlich gesundheitsschädigender Arbeit vermehrt zu Klagen kommt. Damit solche Sachverhalte nicht vor Gericht landen, können beide Seiten verschiedene Vorsorgemaßnahmen treffen.

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    Vermeiden lässt sich die Arbeit am Computer in der heutigen Zeit nur schwer. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitsplatzbedingungen so anzupassen, dass das Büroaugen und -rücken-Syndrom gar nicht erst auftritt. Als erster Schritt ist es wichtig für optimale Lichtverhältnisse zu sorgen. Ein Platz mit Tageslicht ist ideal – bei wem das nicht möglich ist, sollte für ausreichend Lichtquellen sorgen, so dass der Bildschirm nicht viel heller ist als die Umgebung. Des Weiteren sollte ein Abstand von 50 bis 70 Zentimetern zum Bildschirm eingehalten werden. Die obere Kante des Schirms sollte die Augenhöhe nicht weit überragen, damit der Blick geradeaus gerichtet sein kann. Wer nun auch noch die Körperhaltung optimieren möchte, sollte die richtige Sitzposition einnehmen und dabei auf einen geraden Rücken achten. Auch die Beine sollten nicht in der Luft hängen. Viele Arbeitnehmer setzen mittlerweile auch auf verstellbare Schreibtische, die es ermöglichen, im Stehen zu arbeiten. Gymnastikbälle, die Stühle ersetzen, können ebenfalls zu einer guten Sitzhaltung beitragen.

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    Die Zahlen sprechen für sich: In Deutschland sollen zwischen 30 und 40 Prozent aller Menschen entweder ein nicht ausreichendes oder nicht mehr richtig korrigiertes Sehvermögen besitzen. Denn auch Brillenträger sollten ab und zu den Optiker aufsuchen und checken lassen, ob die Brille noch gut eingestellt ist. Das ist eine enorme Anzahl an Menschen, wenn man berücksichtigt, dass die meisten von ihnen auch noch täglich am Computer arbeiten. Gesundheitsexperten empfehlen, das Sehvermögen beim Optiker oder Augenarzt testen zu lassen. Denn die richtige Brille kann weitere Schäden vermeiden. Mittlerweile gibt es besondere Brillen, die für die Arbeit am PC ausgerichtet sind. Manche Optiker empfehlen auch getönte Brillengläser, die die Leuchtdichte am Bildschirm mindern und das Sehen somit erleichtern. Wenn der Gebrauch solcher Brillen nur mit dem Arbeitsplatz verbunden ist, trägt der Arbeitgeber die Kosten.

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    Augenprobleme stellen bereits jetzt eine große Gesundheitsgefahr dar. Forscher gehen davon aus, dass sich dieses Problem in den kommenden Jahren weiter verschlimmern wird, da der Umgang mit digitalen Geräten eher noch zunimmt. Umso wichtiger ist es, auf den Körper zu hören und gewisse Dinge einzuhalten. Wer vorsorgen möchte, kann darauf achten, öfter zu blinzeln. Eine App, die unter dem Begriff Augenstress zu finden ist, testet die Nah- und Fernsicht der Augen und hilft dabei einzuschätzen, wie gut diese Augenfunktion beim Einzelnen ausgeprägt ist.

  • iStock/mactrunk

    Das einfachste Mittel, Augenprobleme zu bekämpfen lautet: Nicht ununterbrochen in die Röhre schauen. Wer sowieso den ganzen Tag am Computer arbeitet, sollte den Augen wenigstens nach der Arbeit und in den Pausen Ruhe gönnen und nicht gleich wieder zum Tablet oder Smartphone greifen. Auch während der Arbeit kann man seinen Augen etwas Gutes tun: Ab und zu den Blick vom Bildschirm abwenden und in die Ferne schauen, damit das Auge keine Kurzsichtigkeit entwickelt. Manchmal hilft es auch, die Augen für ein paar Minuten am Tag geschlossen zu halten, um ihnen eine Erholung zu gönnen. Wer Symptome feststellt, sollte sich Rat vom Optiker oder Augenarzt holen, damit die Erkrankung nicht zu einem chronischen Leiden wird.

Kein Schritt mehr ohne Bildschirm: Ob beim Entspannen, auf der Toilette oder bei der Arbeit. Die Nutzung bedeutet Stress für unsere Augen.

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