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Die Ruinen von Copán

Foto: Andrea Sauer

Die Ruinen von Copán

Die Ruinen von Copán liegen im Westen des heutigen Staates Honduras und gelten als eine der bedeutendsten Stätten der zentralamerikanischen Maya-Kultur.

Die Maya im Copán-Tal

Zwischen 250 und 900 v. Chr. besiedelten die Maya das Copán-Tal und errichteten über die Jahre eine beeindruckende Stätte im fruchtbaren Tal des Río Copán. Auch wenn die Stadt zu den vergleichsweise kleineren Stätten der Maya-Kultur gehört, wurden hier mehr Artefakte und beeindruckende Skulpturen gefunden als in allen anderen präkolumbischen Stätten. Während der Hochzeit lebten schätzungsweise 25.000 bis 30.000 Menschen in Copán.

Aufbau der Anlage

Im Zentrum der Anlage befindet sich auf einer Fläche von ca. 12 Hektar die Hauptgruppe, die wiederum in eine nördliche und eine südliche Hälfte geteilt werden kann.

Im nördlichen Teil liegt der Große Platz. Er war Austragungsort von Ritualen und verschiedenen anderen Veranstaltungen; diente, wegen der großen freien Fläche, aber auch als Platz für astronomische Beobachtungen. Heute können Besucher dort kunstvoll ausgearbeitete Stelen bewundern, die Teil der historischen Funde sind. Die faszinierenden Artefakte sind mit kunstvollen Hieroglyphen und Darstellungen der Maya-Könige von Copán verziert.

Etwas südlich vom Großen Platz haben die Maya den Ballspielplatz von Copán errichtet. Das Spielfeld wird von zwei parallel verlaufenden Böschungen abgegrenzt. Die zwei erhöht erbauten Gebäude auf der steinernen Böschung dienten vermutlich als Zuschauerräume. Entlang des Spielfeldes sind drei Markiersteine in den Boden eingehauen. Es wird vermutet, dass sich die Spieler auf dem Platz einen harten Gummiball mit Schenkeln und Hüften zugespielt haben.

Am Kopf des Ballspielplatzes wurde eine beeindruckende Stufenpyramide erbaut, die vor allem wegen der riesigen Treppe bekannt ist, die die Maya mit zahlreichen Hieroglyphen beschrieben haben. Mit 63 Stufen und über 2200 Zeichen gilt die Hieroglyphentreppe als das größte in Stein gehauene Schriftstück der Maya-Kultur.

Auf der südlichen Seite der Anlage befindet sich die Akropolis. Sie war zur Maya-Zeit das politische und religiöse Zentrum von Copán und besteht aus zahlreichen Gebäuden und Terrassen. Von der Akropolis aus koordinierten die Maya-Könige das Geschehen in der Stadt. Im Westhof des Südteils stand der Altar Q, der sich jetzt im Museum von Copán befindet. In sitzender Position sind darauf einige der bedeutendsten Herrscher der Maya kunstvoll in den Stein eingehauen worden.

Untergang von Copán

Der Untergang der Maya-Stätte Copán ist bis heute nicht vollständig geklärt. Im neunten Jahrhundert sollen schwere Dürreperioden und Nahrungsknappheit Unruhen in der Zivilbevölkerung ausgelöst haben. Der Zorn richtete sich irgendwann gegen die Herrscher und den Hofstaat, die mit ihrem verschwenderischen Leben letztlich zum Untergang der Dynastie beitrugen. Einige Bewohner sollen die Stadt damals in Richtung Norden verlassen haben.

Auch heute beschäftigen sich Archäologen und Forscher noch mit den Ruinen von Copán und suchen nach Hinweisen, die die faszinierende Geschichte der vergangenen Maya-Kultur entschlüsseln können.

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