So wirkt das Koffein im Kaffee auf unseren Körper
Seine stärkste Wirkung entfaltet das Koffein etwa eineinhalb Stunden, nachdem wir Kaffee getrunken haben. Der Aufputscheffekt kann bis zu fünf Stunden anhalten. Lässt die Wirkung des Koffeins nach, wird im Organismus allerdings verstärkt Adenosin gebildet – mit dem Ergebnis, dass man sich dann noch schlapper fühlt als vor dem Kaffeegenuss.
Zusätzlich beeinflusst Koffein das zentrale Nervensystem, indem es die Ausschüttung von Botenstoffen wie Dopamin und Noradrenalin anregt. Diese Neurotransmitter steigern die Konzentrationsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und kurzfristig auch die Leistungsbereitschaft. Gleichzeitig erhöhen sie den Puls und den Blutdruck leicht, weshalb man sich nach dem Kaffeetrinken oft energiegeladener und motivierter fühlt.
Der Abbau von Koffein erfolgt hauptsächlich in der Leber und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich schnell. Faktoren wie Alter, genetische Veranlagung, Schwangerschaft oder der Konsum von Medikamenten können die Dauer der Koffeinwirkung beeinflussen. Während einige Menschen selbst abends noch problemlos Kaffee trinken können, reagieren andere bereits auf geringe Mengen mit Nervosität oder Schlafstörungen.
Wenn wir uns an Koffein gewöhnen
Bei regelmäßigem Kaffeekonsum kann sich zudem eine Gewöhnung einstellen. Der Körper bildet mehr Adenosin-Rezeptoren, wodurch die stimulierende Wirkung des Koffeins nachlässt und größere Mengen nötig sind, um denselben Effekt zu erzielen. Wird der Konsum von Kaffee dann plötzlich reduziert, können Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Reizbarkeit auftreten. Diese klingen jedoch meist nach wenigen Tagen wieder ab.
