Frage der Woche

Warum bekommen wir Schluckauf?

Gegen Schluckauf helfen angeblich die skurrilsten Hausmittelchen: die Luft anhalten etwa, einen Handstand machen oder einen Löffel Essig trinken. Doch woher kommt der Schluckauf überhaupt? Und was bringt wirklich Linderung?

Schluckauf

© iStock/littlehenrabi

Im Alltag mag er äußerst lästig sein, doch für einen Fötus im Mutterleib ist Schluckauf ein überlebenswichtiger Reflex. Er verhindert, dass Fruchtwasser in die Lunge des Ungeborenen dringt und schützt es so vor dem Ertrinken. Obwohl wir den Reflex später nicht mehr brauchen, begleitet er uns ein Leben lang.

Wenn Alkohol, Zigarettenrauch oder scharfes Essen den Magen reizen, überträgt sich dieser Reiz auf das Zwerchfell. Es verkrampft sich und löst den Schluckauf aus. Die Folge: Wir atmen ruckartig ein. Fast gleichzeitig verschließen die Stimmbänder den Kehlkopf. Die Luft hat keinen Zugang mehr zur Lunge. Es entsteht der typische „Hicks“-Laut.

Ob aber nun Würfelzucker, ein ordentlicher Schreck oder ein Glas Wasser in kleinen Schlucken: Die bei Schluckauf angewendeten Rezepte haben allesamt gemeinsam, dass sie uns schlicht und ergreifend ablenken. So kann sich das Zwerchfell beruhigen – und im Normalfall atmen wir wenig später wieder erleichtert durch.

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